1000 Seiten über „Lernen mit digitalen Medien“

In den sozialen Netzwerken wurde ich auf ein Buch aufmerksam, dessen beiden Herausgeber mir wohlbekannt sind: Gerold Brägger als Geschäftsführer von IQESonline.net und Hans Günther Rolff als Gründer des Institut für Schulentwicklungsforschung der TU-Dortmund. Meine erste Assoziation zum Titel „Handbuch Lernen mit digitalen Medien“: Wow, zwei Experten auf dem Weg, uns das Lernen mit digitalen Medien zu erläutern. Denn, ein Handbuch (griechisch ἐγχειρίδιον encheiridion‚ „etwas, das man in der Hand hält“) ist in der Literatur eine geordnete Zusammenstellung eines Ausschnitts des menschlichen Wissens und kann als Nachschlagewerk dienen1.

Mein nächster Blick in das Inhaltsverzeichnis gibt eine erste Antwort, wie sie diesem Anspruch gerecht werden wollen: mit der Einladung an viele Who’s Whos der Medienexpert*innen des deutschsprachigen Raums, sich an diesem Buchprojekt zu beteiligen. Beeindruckend die Autor*innenliste! Der Beltz-Verlag bewirbt das Buch so:

Digitale Medien eröffnen Chancen für den binnendifferenzierten Unterricht und eine neue Lernkultur, bergen bei einem unkritischen Einsatz aber auch Risiken. Inwiefern können sie personalisiertes und kooperatives Lernen sowie einen lernwirksamen Unterricht mit heterogenen Gruppen fördern?
Dieses Handbuch bietet auf dem aktuellen Stand der Praxis und der wissenschaftlichen Forschung konkrete Impulse für die Schul- und Unterrichtsentwicklung. Dabei gehen die Autor_innen insbesondere auf die Merkmale eines kompetenzorientierten Unterrichts ein und untersuchen, inwiefern sich der Einsatz digitaler Medien speziell für dieses pädagogische Konzept anbietet. Andere Beiträge befassen sich mit Lernplattformen, Learning Analytics sowie mit Unterrichtskonzepten, die einen hybriden, das heißt gemischten Einsatz digitaler und analoger Lernsettings vorsehen. Das Handbuch schließt mit einem Überblick zu digitalen Medien im Unterricht, gibt dazu didaktische Empfehlungen und bringt Ideen für die Praxis.

 

Vorbemerkungen

Wichtig für das Gesamtverständnis des hier vorgestellten Buchs ist das Kapitel 1 (dazu gleich mehr) und der Arbeitshintergrund des Schweizer Erziehungswissenschaftlers Gerold Brägger: Er verantwortet die beiden Plattformen IQES-Online und  IQES Lernkompass. Während man sich IQES-Online als eine Bibliothek mit Fachtexten und Materialien für die Unterrichtspraxis und einem Evaluationscenter vorstellen kann, wird mit dem IQES-Lernkompass den Lehrkräften eine Arbeits- und Lernplattform zur Verfügung gestellt, die ein kompetenzorientiertes Unterrichten und Beurteilen ermöglichen soll. Erreicht wird das mit einer personalisierten Lernumgebung, die

  • Lernprozesse nachvollziehbar und lernwirksam beurteilt,
  • die lernwirksames Feedback und Schüler*innenselbstbeurteilung ermöglicht, dabei
  • Kompetenzen sichtbar macht und
  • Zusammenarbeit effizient und effektiv gestaltet.

Ziel der Plattform: Nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung und Förderung von Medien- und IT-Kompetenzen im Verbund mit fachlichem Lernen, so die Aussagen aus einem Dossier des Bildungsraums Nordwestschweiz2.

IQES-Online kenne ich aus meinen eigenen (ehemaligen) Arbeitszusammenhängen und kann die Plattform ohne jeden Vorbehalt empfehlen. Zur Arbeit mit dem Lernkompass liegen keine eigenen Erfahrungswerte vor. Mir sind keine externen Evaluationen bekannt. Die Plattform selbst weist (noch) keine Referenzen aus. Somit bleibt es jeder Schule erst einmal selbst überlassen, eigene Erfahrungen zu sammeln. Ich denke aber, es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch hier belastbare Ergebnisse im Umgang mit der Plattform bekannt gemacht werden.

 

Das Handbuch

Fast 1000 Seiten. Fast zwei Kilogramm Gewicht. Kaum zu handeln. Gut, dass eine E-Book Variante „inside“ angeboten wird. Nach einer Registrierung erhält man einen Link. Die personalisierte PDF-Datei kann von allen gängigen PDF- Readern geladen werden.

Das Buch durchzieht einen roten Faden: Nicht die Lehrkraft steht im Mittelpunkt der Überlegungen, Aussagen, Analysen der Autor*innen, sondern die Adressaten der Unterrichtsangebote: die Schülerinnen und Schüler. Das beginnt gleich im ersten Teil. Es wird ein Akzent auf die digitale (Er)Lebenswelt der Jugendlichen mit Schlussfolgerungen auf die pädagogische Arbeit in den Schulen gesetzt. Hieraus entwickeln sich dann die weiteren Überlegungen zu einer damit korrespondierenden Unterrichts- und Schulentwicklung. Ungewöhnlich, aber das Selbstverständnis des pädagogischen Ansatzes und damit das Gesamtverständnis dieser Veröffentlichung eher befördernd: Die beiden Herausgeber Gerold Brägger und Hans Günter Rolff bringen sich sowohl im ersten Teil wie auch in weiteren Beiträgen als Mitautoren ein.

Bei so vielen Beiträgen verbietet sich eine individuelle Würdigung. Daher gleich zusammenfassend:

Die Beteiligung der Medienexpert*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind ein Gewinn für das Buch. Die Publikation bildet den aktuellen Forschungsstand ab. Die Beiträge sind mit einer Fülle von Literaturhinweisen ausgestattet, die eine intensivere Auseinandersetzung ermöglichen. Die Praxisbeträge unterstützen die theoretischen Einführungen exemplarisch, nicht vollständig. Manchen Überlegungen hätte ich einen höheren Konkretisierungsgrad gewünscht.

Das Buch wird dann dem Anspruch der o. g. Wikipedia Kennzeichnung eines Nachschlagewerks gerecht, wenn es sachlich wie fachlich wenig Angriffsfläche bietet. Da scheinen Zweifel angebracht, wie ein kürzlich von Joachim Paul in Heise online veröffentlichter Beitrag Schule Digital: Lernplattformen und die zu geringen Bandbreiten der Politik zeigt. In der Tat sorgt eine fehlende Trennschärfe der IT-Begriffe Cloud, LMS und MDM für viel Interpretationsspielraum in der politischen Diskussion. Das lässt sich ja in einer späteren und überarbeiteten Auflage „heilen“. Schwieriger wird es jedoch, wenn sich zwischen Buchlegung und Veröffentlichung pädagogische Einschätzungen ändern, wie der Kommentar von einem der Autor*innen, Heiko Pöllert andeutet:

Für welche Zielgruppe eignet sich die Veröffentlichung?

Ganz sicher für die Ausbildner*innen der Lehrkräfte, erste wie zweite Phase: Das Handbuch kann in der universitären und unterrichtsvorbereitenden Ausbildung genutzt werden, sei es in der Vorlesung, sei es in den Seminaren, sei es durch einen Praxisauftrag bei den schulpraktischen Übungen bzw. Unterrichtsbesuchen. Fort- und Weiterbildungen initiierende pädagogische Einrichtungen und Medienzentren sowie an den Bildungspakt umsetzende Schulträger erhalten über die Abhandlungen einen Einblick in relevante Fragestellungen der mediepädagogischen Arbeit weitere Orientierungsmöglichkeiten.

Und, last but not least werden innovative Schulleitungen, Steuergruppen und Lehrkräften angesprochen, die mehr über

  • Persönlichkeitsentwicklungen der Jugendlichen unter digitalen Bedingungen,
  • die Entwicklung einer kompetenzorientierten und mediengestützten Lernkultur sowie
  • personalisiertes Lernen und Learning Analytics

erfahren bzw. terminologisch einordnen wollen.

Was man von den Ausführungen nicht erwarten sollte: eine unmittelbare, individuelle wie schulweite Umsetzung. Die Konzepte, Ideen spannen einen so großen Bogen um mediendidaktische Fragestellungen, die man erst einmal im Team, in der Schulgemeinde aufdröseln, durchdringen und diskutieren muss. Das gilt sowohl für ein kompetenzorientiertes Unterrichtsverständnis, den damit verbundenen Freiheitsgraden an Lehrende wie Lernende und nicht zuletzt für den Einsatz von Werkzeugen zu Learning Analytics. Apropos:

Vermutlich wird bei einigen Leser*innen der Wunsch entstehen, die beiden Schweizer Plattformen näher kennenlernen zu wollen. Das geht kurzfristig durch ein Testzugang (ein Monat). Mittel- und längerfristig gibt es u. U. die beiden folgenden Wege: der eine – bei Lernmittelfreiheit der Länder – mittels einer Finanzierung durch das schuleigene Budget. Der andere durch eine Lizenzierung durch das Land/ den Schulträger: Es gibt viele länderspezifische und kommunale Modelle, die bereits erfolgreich „laufen“. Wer bettermarks, edkimo, it’s tearning, iServ und Co. finanzieren kann, kann auch eine der IQES- Plattformen ermöglichen.

Bildnachweis: @Beltz mit freundlicher Genehmigung der Presseabteilung

Unterricht innovativ – Schule Digital – Award

Anfang Mai war es wieder soweit: Der „Deutsche Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wurde verliehen. Die Initiatoren (Deutschen Philologenverband, Heraeus Bildungsstiftung) verbinden mit der Verleihung das

Ziel, die öffentliche Wertschätzung sowie das Image des Lehrberufs und der Arbeit der Schulleitungen zu steigern und wirkungsvolle Anstöße zur Verbesserung des Unterrichts an Schulen zu geben.

Und das – Anstöße für den Unterricht – gelingt voll umfänglich, wie die folgenden Beispiele zeigen. Sie beeindrucken durch ihren fächerübergreifenden Ansatz, die Präsenzphase ebenso vorsehen wie hybride Unterrichtsstrukturen. Sie zeichnen sich

  • durch ihre Praxisbezogenheit, z. B. durch Einbeziehung außerschulischer Lernorte, Initiativen, Projekte),
  • durch ihren hohen Anteil einer direkten Schüler*innenbeteiligung (z. B. Themenwahl, Projektleitung) sowie
  • durch ihre unterschiedlichen Rückmeldeformate aus, sei es in Form von Lernjournal/ Lerntagebuch/ Portfolio) oder durch eine Produktpräsentation mit einer sie begleitenden Lernprozesssteuerung

aus. Im Folgenden sind die Links zu den Projektbeschreibungen von drei Preisträgern ausgewiesen:

Forschen und Entwickeln - Öffnung der Schule hin zur Realität (Arbeitswelt)

Preisträgerin:
Daniela Heinrich-Stiller (Marburg)

Fächer: Biologie und Chemie

Jahrgangsstufe: 9 und 10

Bürgerschaftlich! Leidenschaftlich! Ungewöhnlich! Mutig!

Preisträger*innen:
Katja Gerstenmaier, François Genthner und Luisa Schmidt (Berlin)

Fächer: Gesellschaftswissenschaften, Deutsch und Kunst

Jahrgangsstufe: 7 bis 9

Der Wal und das Ende der Welt, ein Buchprojekt mit aktuellem Bezug

Preisträgerin:
Astrid Weißer (Norderstedt)

Fächer: Deutsch, Geografie, Wirtschaft/Politik, Geschichte

Jahrgangsstufe: 8 und 9

Eine weitere innovative Idee will ich mit diesem Tweet einleiten:

 

 

Eine Antwort kann eine prämierte App aus Kassel sein: smartPAPER

„smartPAPER“ bietet den Lernenden die Möglichkeit, individuell auf sie abgestimmte Aufgaben zu bearbeiten: Nicht die Lehrkraft gibt die Arbeitsschritte und zeitliche Aufteilung vor, sondern die Lernenden organisieren ihre Arbeit selbst und haben so die Möglichkeit, den Lernprozess als individuelles Erlebnis zu gestalten.

In der frei zugänglichen Web-App können unterschiedliche Lernsituationen (z. B. „Visitenkarte gestalten“ für die Lerngruppe der Mediengestalter:innen) bearbeitet werden. Zu Beginn jeder Lernsituation schätzen sich die Lernenden in einer Kompetenz-Matrix selbst ein, die dabei nach den in der Lernsituation behandelten Kompetenzbereichen gegliedert ist (z. B. Zielgruppen-Analyse und Gestaltungsaufträge). Auf der Basis dieser Selbsteinschätzung bekommt jede:r Lernende eine individuelle Aufgabe innerhalb der formulierten Lernsituation. Während der Bear­beitung der Teilaufgaben stehen den Lernenden verschiedene Mittel zur Selbstreflektion zur Ver­fügung. Bei offenen Fragen können digitale Tickets erstellt werden, die mit anderen Lernenden oder mit der Lehrkraft besprochen und gelöst werden können. Bei Abschluss eines Kompetenz-Bereichs sind die Schüler:innen aufgefordert, ihre Arbeit in Bezug auf die Qualität und den Arbeitsfluss zu beurteilen, darauf aufbauend werden dann vertiefende oder aufbauende Zusatz­aufgaben zur Verfügung gestellt. Diese beziehen in ihren Kompetenz-Anforderungen die Selbst­einschätzungen während der Arbeitsphase mit ein, so können Kompetenz-Bereiche vertieft oder erweitert werden. Am Ende einer Lernsituation steht eine grafische Auswertung aller Ergebnisse der Selbsteinschätzungen zur Verfügung. Diese bietet Lehrkraft wie Lernenden die Möglichkeit zum Reflexionsgespräch und Festlegung neuer Lernziele.

Das Tool kann von jeder Schule kostenfrei genutzt werden. Denkbar ist z. B., dass von der Gesamktkonferenz beauftragte Fachteams einen schuleigenen Inhalt produzieren. Nicht ohne Entlastung, z. B. wurden an meiner Schule bei vergleichbaren Aufträgen die beteiligten Kolleginnen und Kollegen von Aufsichts- und Vertretungspflichten befreit. Nicht viel, stimmt. Und doch war ich immer froh, so einen Ausgleich erhalten zu haben. Leider stehen Schulleitungen nur wenige Kompensationsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei Interesse bietet sich eine Kontaktaufnahme mit einem der Entwickler an (Norman Seeliger). Er und sein Kollege bieten übrigens landes- und bundesweite Fortbildungen an 👍

 

Das ist eine erste Auswahl. Die Initiatoren haben noch weitere Lehrkräfte und – erstmalig – Schulleitungen prämiert. Für einen vollständigen Überblick lohnt der Besuch der Laudatorenseite.

Schule Digital - Award

Abschließend mein – ganz spontan vergebener – Schule DigitalAward. Ich möchte damit eine „Bewegung“ auszeichnen, die mit agilen Methoden ein Tool entwickelt, das auf eine hohe Akzeptanz stößt und eine Reihe von Datenschutzproblemen löst. Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken bestätigen, dass auch sie zu den Innovatoren des Schuljahres 2020/21 gehören. Gemeint ist der

 

Preisträger: Taskcards – #twlz – #twitterlehrerzimmer – Pilotschulen

Projektteam: dSign Systems Gmbh – #twitterlehrerzimmer – #twlz

Projektbeschreibung

Anfang des Jahres haben einige Schulaufsichtsbehörden den Schulen ihres Zuständigkeitsbereichs die weitere Nutzung von Padlet.com Anwendungen mit sofortiger Wirkung untersagt. Dabei wurde auf eine Aussage des Hessischen Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HBDI) verwiesen, demnach die Nutzung der digitalen Anwendung „Padlet“ mit privaten Endgeräten im schulischen Bereich nicht datenschutzkonform genutzt werden kann.1

    Auch wenn die hessischen Schulen wenig später einen Aufschub bis zu den Sommerferien gewährt wurde, wurde anderen außerhalb Hessens beheimateten Schulen die Nutzung untersagt, z. B. Thüringen. Und ausgerechnet aus diesem Land kommt Licht aus dem Ende des Tunnels: dSign Systems GmbH hat eine Betaversion entwickelt, die eine Vielzahl der beliebten Funktionen der US- Version abbildet. Und darüber hinaus um weitere sehr hilfreiche Optionen ergänzt, z. B.:

    • einen Zeitstrahl als Darstellungsform
    • Abspielen von Audio & Video
    • Aufnahme von Sprache & Foto
    • ein datenschutzkonformes und ganz einfach als eigene Karte integrierbares Videokonferenz-Tool (über Sichere-Videokonferenz.de, das letztlich auf Basis einer Jitsi-Instanz läuft)
    • QR-Code mit Vorschau
    • Uploads bis 100MB
    • Liken von Einträgen

    Diese Aufstellung zeigt den Stand aus März 2021. Die Firma bietet über die Hompepage (noch) kostenfreie Lizenzen an. Auf eine Registrierung muss man nicht lange warten, so meine Erfahrung und Beobachtung im Netz. Apropos Vernetzung: Die Firma lädt dazu ein, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen. Sie nutzt das Twitternetzwerk (@TaskCards_) für einen fortlaufenden Dialog mit #twlz, #twitterlehrerzimmer. Sie wird von an Updates interessierten Lehrkräften und IT- Profis tatkräftig unterstützt: mit Hinweisen zur Priorisierung und auch mit Codierungsvorschlägen. So hat Armin Hanisch (@DerLinkshaender) jüngst die Firma mit hilfreichen und konkreten Tipps zum Import von Padlets aus der US- Version unterstützt. Damit wird es den Lehrkräften bald möglich sein, die bereits entwickelten und im Unterrichtseinsatz befindlichen Beiträge in die deutsche Variante einzubinden.

    Mittlerweile sind weitere Updates erschienen. Immer in Abstimmung mit der Community. Drei weitere Aspekte zeichnen die Firma aus:

    • Sie kommuniziert völlig transparent ihr geplantes Lizenzierungs- bzw. Businessmodell.
    • Sie kümmert sich um eine Freigabe seitens der Datenschutzbeauftragten der Länder, hier am Beispiel Thüringen.
    • Sie bietet Fortbildungsveranstaltungen an, wie der folgende Tweet ausweist:

    Einer der Fortbildungs„trainer“ (@der_steh) bietet ein Board mit allem Wissenswerten über TaskCards. Eine weitere Informationsquelle ist der Blogbeitrag Alternative zu Padlet? TaskCards – neue digitale Pinnwand (DSGVO-konform) von @HPoelert. Beides wird regelmäßig von den beiden Autoren mit Updates gepflegt. Es lohnt also ein Eintrag in der eigenen Bookmarkliste.

     

    Trotz aller Unkenrufe: Es tut sich etwas im Staate Deutschlands. Und wie so häufig: nicht staatlich gesteuert. Intrinsische Motivation ist die Triebfeder aller Innovator*innen. Einfach beeindruckend, was die oben vorgestellten Kolleginnen und Kollegen in ihrem schulischen Umfeld umgesetzt haben. Und wer einmal eine „revolutionäre“ Schule kennenlernen möchte, dem empfehle ich den Blogbeitrag von Jennifer Gonzales (@cultofpedagogy): Revolution School: When “Reimagining School” Actually Happens. Die gleichnamige – ja, sie heißt tatsächlich Revolution – School verfolgt einen Bildungsansatz mit

    • Lerne in und mit Partnerschaften der Gemeinde
    • Lerne systemisch
    • Lerne individuell
    • Lerne ohne Noten und mit Portfolio

    Innerfachliche Inhalte werden immer in Verbindung mit überfachlichen Fragestellungen vermittelt. Übersetzungen gelingen übrigens im Chrome-Browser mit „rechte Maustaste und auf Deutsch übersetzen” oder via DeepL.com.

    Herzlichen Glückwunsch für die verdienten Auszeichnungen und Würdigungen, wie auch diese im Rahmen meines Blogbeitrags. Schulleitungen und Lehrkräfte sind eingeladen, es ihnen gleichzutun bzw. das eine oder andere auszuprobieren!

    Stay tuned!

     

    Bildnachweis:

    Titelbild: TheDigitalArtist from Pixabay

    Preisträger*innen: @https://lehrerpreis.com/

     

    @Twitter: Mindmap – Kunstmatrix – Snapdrop

    In dem heutigen Blogbeitrag geht es um Tweets aus den Twitternetzwerken, die u. a. die folgenden Fragen aufwerfen:

    • Welche Mindmap-Tools eignen sich für den Unterricht?
    • Gibt es Apps & Tools für virtuelle Ausstellungen?
    • Wie kann ich einen schnellen Dateiaustausch organisieren?

    Dieser Post stellt einige Antworten bereit.

    Mindmap - Evaluation

    National wie international werden gerne kollaborative Tools eingesetzt. Bei Brainstormingverfahren gerne Mindmaps. Der Markt jedoch zeigt sich unübersichtlich, wie die beiden folgenden Tweets andeuten:

    Antworten geben zwei Beiträge:

    K U N S T M A T R I X

    Apropos kostenpflichtig: Der nächste Tipp kommt von @gibro und hat mich ebenfalls „geflasht”: KUNSTMATRIX

    Was ist Kunstmatrix?

    Kunstmatrix bietet ein einzigartiges Set von Tools, die es Ihnen ermöglichen, ansprechende 3-D-Ausstellungsräume für Ihre Kunst zu erstellen, um Kunstliebhaber und Sammler zu beeindrucken. Präsentieren und verwalten Sie Ihre Kunst digital, nutzen Sie unsere Augmented-Reality-App, um eine Vorschau Ihrer Werke in jedem beliebigen Raum zu zeigen!

    Anwendungen sind nicht nur bei virtuellen Ausstellungen der im Kunstunterricht entstandenen Exponanten denkbar, sondern auch bei anderen Anlässen, wie z. B. Tag der Offenen Tür, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen sowie in anderen Fachkontexten, z. B. Mathematik. Ich kann mir z. B. gut vorstellen, die Grafiken aus den beiden u. st. Tweets „auszustellen“ und Antworten auf „Fehlvorstellungen“ via der in KUNSTMATRIX bereitgestellten Werkzeuge einzusammeln.

    Der Dienst ist kostenpflichtig und kurzfristig buch- wie kündbar. Ein kostenfreier Test ist möglich.

    OS unabhängiger Dateiaustausch

    In den Schulen trifft man immer häufiger Endgeräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen an: von WinOS über MacOS/ iOS, Chrome OS, Android bis zu LINUX. Mag der Mix im unterrichtlichen Kontext noch halbwegs homogen sein, wird es mit Einbindung der gesamten Schulgemeinde deutlich unübersichtlicher. Will man dennoch ad hoc einen Austausch von Dateien ermöglichen, bietet sich ein browserbasierter Dienst an, der eine Übertragung über alle Betriebssysteme hinweg ermöglicht:  Snapdrop.

    Die Funktionsweise ähnelt dem Austauschverfahren AirDrop unter Apple- Endgeräten. Mit einer Einschränkung: Man benötigt ein gemeinsames Netzwerk, etwa ein WLAN. Dann allerdings „erkennen“ sich die Endgeräte schnell. Der Austausch gelingt dann durch Auswahl eines von Snapdrop zugewiesenen Namens. Es gibt im Internet eine Reihe von Anleitungen, z. B. die von Der Tutonaut.

    Updates

    Hier noch einige inhaltliche Ergänzungen zu Apps&Tools, die ich in den letzten Wochen in meinem Blog vorgestellt habe:

    Abschließend noch eine Empfehlung für NRW- Schulleitungen und Lehrkräfte: BIPARCOURS.

    BIPARCOURS ist ein digitales Lernwerkzeug von Bildungspartner NRW. Die Anwendung kann von Schulen sowie von außerschulischen Lernorten und Partnern in Nordrhein-Westfalen genutzt werden. Mit dem Parcours-Creator können browserbasiert Quizanwendungen, Themenrallyes, Führungen sowie Stadt- und Naturrundgänge zu vielfältigen Fragestellungen und Themen erstellt und anschließend in der App mit dem Smartphone oder Tablet gespielt werden. Hier gibt es Videotutorials und weitere Begleitmaterialien.

    Respekt NRW. Da ist Euch eine eindrucksvolle App gelungen. Ein weiteres Anwendungsgebiet sehe ich übrigens bei Messen. Im Rahmen einer Berufsorientierung. Da können sich Firmen und Unternehmen vorab via Videobeiträge vorstellen und ihre Ausbildungsangebote präsentieren.

    Länder außerhalb NRW: Strengt Euch an oder lizenziert gleich eine Nutzung auch für Schulen außerhalb NRW. Kaum fassbar, dass noch immer föderale Strukturen eine Ländergrenzen überwindende Verbreitung verhindern …

    Titelbild: Gerd Altmann @pixabay

     

    Themenhefte: Deutsch – Raspi – Coding – iPad

    In meinem heutigen Blogpost möchte ich mit Tobias Hübner eine Lehrkraft vorstellen, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Geisteswissenschaften und Technik näher zusammenzubringen. Die ZEIT Online Redaktion schreibt weiter1:

    Im Rahmen eines Förderprojekts für begabte Schüler hat Deutschlehrer Hübner schon mit eine KI trainiert, zu erkennen, ob eine menschliche Hand Schere, Stein oder Papier zeigt. Im Deutschunterricht bespricht er Narrative aus Computerspielen. Eines seiner neuesten Projekte ist eine Unterrichtsreihe zum Roman Zero des österreichischen Schriftstellers Marc Elsberg. In dem Krimi geht es unter anderem um Netzaktivisten, Datenschutz und Hacker. Diese nutzen immer wieder einen Minicomputer namens Raspberry Pi, den es auch in Wirklichkeit gibt. Hübners Schüler*innen lesen immer ein Kapitel des Romans und lösen dann dazu passende Aufgaben, manche davon mit einem solchen Raspberry Pi. Mal sollen sie per Tabellenkalkulation Daten über ihr Social-Media-Verhalten analysieren, mal in Python einen eigenen Chatbot programmieren. (Übrigens gibt es dazu auch ein Lehrer*innenheft. Einfach eine Mail an den Autor.)

     

    Neben klassischen Deutschunterrichtthemen wie sprachliche Mittel, Inhaltsangaben und Textanalyse thematisiert er anhand der Lektüre unter anderem Open-Source-Software, Verschlüsselungsmechanismen und Heideggers Position zu Technologie. „Meine Idee ist es, (…) Informatik zu verbinden mit gesellschaftlichen Fragen, mit Kunst und Literatur und dadurch den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, was das alles mit ihrem Leben zu tun hat, das ist auch die große Chance des Medienkompetenzrahmens.

    Das ist doch eine gute Gelegenheit, ein fächerübergreifendes Unterrichtsangebot zu gestalten (Deutsch – Informatik/ Physik), oder?

    Weiterhin bietet er in seiner Schule eine Computer AG an, an der offensichtlich Jung und Alt Gefallen finden, wie ein Fernsehbeitrag im ZDF Morgenmagazin zeigt. Tobias Hübner erstellt – auch mit Unterstützung seiner Schüler*innen – regelmäßig sogenannte Themenhefte, mal für Nerds und Freaks, mal – s. o. mit Bezug zu den Geisteswissenschaften. Eine Übersichtsseite fasst seine Themenheftsammlung zusammen.

    Die Hefte sind in allen gängigen Formaten zu Verfügung: pdf, pages und doc abrufbar. Änderungen, Ergänzungen stehen unter der OER Lizenz CC BY SA.

    Bildnachweis: @wikimedia

    Fake News-Test

    Kürzlich hat die Stiftung Neue Verantwortung einen Test veröffentlicht, bei dem wir uns selbst prüfen können, ob wir seriöse von unseriösen Nachrichten unterscheiden können. Hintergrund ist eine Studie „Quelle: Internet? Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test.“ Der Test geht dabei anhand von Testfragen und -aufgaben auf das gesamte Spektrum der digitalen Nachrichtenkompetenz ein, also die Fähigkeit zur Navigation in digitalen Medienumgebungen, die Beurteilung der Qualität von Nachrichten und Inhalten, das Prüfen von Informationen, die Diskursfähigkeit sowie Kenntnisse über die Funktionsweise von digitalen Öffentlichkeiten. Es handelt sich um einen der weltweit ersten Tests zu Informations- und Nachrichtenkompetenzen einer gesamten Bevölkerung. 

    Die Autor*innen resümieren u. a. zusammenfassend:

    Die Gesamtauswertung der Daten zeigt: Internetnutzer:innen verfügen bereits über einige Grundkenntnisse, um nachrichtenkompetent durch ein für viele Menschen vergleichsweise neues Medienumfeld zu navigieren. So konnte beispielsweise mehr als die Hälfte der Befragten erkennen, wenn eine Quelle nicht neutral oder nicht vertrauenswürdig ist. Und den Meisten war klar, dass man ein unbekanntes Video nicht ungesehen weiterleiten sollte. Überhaupt zeigten die Test-Teilnehmer:innen ein großes Interesse daran, akkurate Informationen zu teilen bzw. Falschnachrichten nicht selbst zu verbreiten.

    Doch all das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Befragten insgesamt in fast allen Kompetenz-Bereichen überwiegend mittelmäßig bis schlecht abgeschnitten haben und es oft an ganz konkreten Kenntnissen und Fähigkeiten fehlt. Insofern sind die Ergebnisse dieser Erhebung auch kritisch, weil sie zeigen, dass Bürger:innen viel zu lange damit allein gelassen wurden, sich in immer komplexeren Medienumgebungen selbst zurecht zu finden.

     

    Es braucht bessere digitale Schul- und Erwachsenenbildung

    Die systematische Vernachlässigung digitaler Fähigkeiten zeigt sich insbesondere in der Bildungspolitik – hier gibt es dringenden Nachholbedarf in der Schul- ebenso wie in der Erwachsenenbildung. Nach wie vor sind digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen nicht systematischer Bestandteil der Lehrpläne. Gerade in den Haupt- und Mittelschulen wurden Dimensionen von Medienkompetenz, die mit politischer Bildung und Vertrauensbildung in journalistisches Arbeiten zusammenhängen, in den vergangenen Jahrzehnten offenbar weitgehend vernachlässigt. Dies ist besonders gefährlich, da junge Menschen mit niedriger Schulbildung nach den vorliegenden Daten die sozio-demografische Gruppe bilden, die die niedrigsten Kompetenzwerte aufweist und zugleich auch ein besonders geringes Vertrauen in Politik und Medien zeigt. Hier können wir noch gar nicht absehen, welche weiteren gesellschaftlichen Konfliktlagen diese Polarisierung nach sich ziehen kann.

    Der Test besteht aus 24 Fragen. Sie hinterfragen in den Bereichen Navigieren, Beurteilen, Fakten checken, Mitreden, Wissen und Verstehen wichtige Fähigkeiten im Umgang mit Nachrichten im Internet. Nehmen Sie sich übrigens deutlich mehr Zeit als die angekündigten 10 – 15 Minuten.

    Ich kann den Test und die Studie nur empfehlen. Man erhält bereits durch die Fragestellung den einen oder anderen Tipp. Und natürlich durch die spätere Auswertung! Übrigens können die Fragen durchaus auch im Unterricht genutzt werden, z. B. zur Anmoderation eines der o. g. Themen.

    Bildnachweis: @Stiftung Neue Verantwortung

     

    Buch- und Lesetipps

    Im ersten Quartal diesen Jahres sind wieder eine Reihe von Veröffentlichungen entstanden, die sich mit dem Thema Schule in der digitalen Welt unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen. Online wie Print. Einige Publikationen sind erst jetzt im Open Access verfügbar. Gleichwohl lohnt sich ein Studium. Die Auswahl richtet sich an diejenigen, die sich für die Weiterentwicklung von Lernkultur interessieren, insbesondere an:

    • Schulleitung,
    • Lehrkräfte,
    • Hochschullehrende und last but not least:
    • Bildungspolitiker*innen.

     

    Schule in der digitalen Welt: Fortbildung

     

    Aus dem Vorwort:

    Schulen sind kontinuierlich gefordert, sich weiterzuentwickeln. Dies gilt für die digitale Transformation, die Inklusion und den Ganztagsausbau. Ob schulpolitische Reformen sich positiv auf das Lernen von Schülerinnen und Schülern auswirken, hängt letztlich auch davon ab, inwiefern Lehrkräfte ihre professionellen Kompetenzen durch wirksame Fortbildungsangebote erweitern können. Als Richtschnur für die Entwicklung von Fortbildungen kann der von Professor Frank Lipowsky und Daniela Rzejak von der Universität Kassel entwickelte Leitfaden dienen, der Forschungsbefunde praxisorientiert zusammenfasst. Er richtet sich an all diejenigen, die für die Professionalisierung von Lehrkräften und Fortbildnerinnen und Fortbildnern verantwortlich sind und die selbst Fortbildungen für Lehrpersonen planen und gestalten.

     

       

      Schule in der digitalen Welt: Weiterbildung

      Aus der Ankündigung:

      Dieser Kurs richtet sich an Pädagog*innen, die in der Filmbildung oder Medienpädagogik tätig sind und ihr Wissen und ihre Kompetenz erweitern, neue Ideen ausprobieren oder einfach tolle Arbeitsmethoden kennenlernen möchten. Es werden unter anderem folgende Themen behandelt:

      • Was verstehen wir unter den Begriffen „Film“ und „Filmbildung“?
      • Warum sollten wir Filme zum Unterrichtsthema machen?
      • Was sind die wichtigsten Ziele der Filmbildung und wie werden sie erreicht?
      • Wie verbinden wir die kritische und die kreative Arbeit, und welche Methoden funktionieren?
      • Wo findet Filmbildung statt?
      • Wie evaluieren und bewerten wir die Wirkung von Filmbildung?

      Sehen Sie sich die Website in aller Ruhe an. Vielleicht kann sie den einen oder anderen Anstoß zu lebhaften Debatten und Diskussionen zwischen Ihnen und Ihren Kolleg*innen geben. Gerne möchten wir Sie auch dazu anregen, die eigenen Ideen zur Filmbildung zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

       

      Schule in der digitalen Welt: Schulleitung

      Das Onlinetool PROFILehrkraft kann in der Lehrerbildung eingesetzt werden:

      • als Orientierungsrahmen für Studienberechtigte bei der Studienwahlentscheidung
      • zur Überprüfung der Berufswahl
      • als Orientierungshilfe für die zweite Phase der Lehrerbildung
      • als Orientierungshilfe für die Berufseingangsphase
      • als Hilfe bei der fortlaufenden systematischen Selbstreflexion

      … kann im Beruf in der Schule dienen:

      • zur Unterstützung der fortlaufenden systematischen Selbstreflexion
      • als Grundlage der eigenen Entwicklung z. B. bei Zielvereinbarungsgesprächen
      • zur Feststellung von Fortbildungsbedarf
      • zum Erkennen des eigenen Potenzials für weitere, auch für Leitungsaufgaben

       

      … kann für Lehrkräfte mit Personalverantwortung in der Schule dienen:

      • als Instrument zur Personalgewinnung und -entwicklung
      • als Orientierungshilfe für Einstellungs- und Einstiegsgespräche
      • als Grundlage für Personalplanung, Aufgabenverteilung und Organisationsentwicklung
      • zum Erkennen zukünftiger Führungskräfte

       

       

      Schule in der digitalen Welt: Forschungsstand

      Intelligenztests werden häufig im Rahmen sonderpädagogischer Begutachtungen durchgeführt. Die empirische Studie untersucht, unter welchen Arbeitsbedingungen Intelligenztests angewendet werden und welche Problematiken daraus resultieren. Ergänzt wird die Studie durch die Analyse von 248 Intelligenztests auf Auswertungsfehler. Zusammengefasst belegen die Ergebnisse vielfältige Schwierigkeiten im Umgang mit den Tests, aber auch einen unterschiedlichen Umgang in den Bundesländern. Aus den Studienergebnissen resultierende Verbesserungsvorschläge für die Praxis werden abschließend vorgestellt.

      Mit Online-Materialien!

       

      Schülerinnen und Schüler nach ihrem individuellen Potenzial zu fördern, stellt eine zentrale Aufgabe des Bildungssystems dar. Die Notwendigkeit, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler bei der Förderung zu berücksichtigen, rückte dabei in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus. Damit stellt sich für Lehrkräfte wie auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Frage, wie diese Förderung bestmöglich gelingen kann und welche Schwierigkeiten dabei aktuell zu bewältigen sind.

      Die Broschüre trägt den aktuellen Stand der Forschung zusammen und gibt damit einen Überblick über Befunde zur Wirksamkeit von Differenzierungsmaßnahmen für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler im Regelunterricht. Des Weiteren werden Hindernisse und Unterstützungsmöglichkeiten für den Einsatz von Differenzierungsmaßnahmen aufgezeigt und die Häufigkeit der Verwendung sowie die eingeschätzte Nützlichkeit dieser Maßnahmen analysiert. Neben den Forschungsbefunden werden weitere Fördermaßnahmen vorgestellt sowie Informationsquellen und Fortbildungsmöglichkeiten zum Thema bereitgestellt. Die Broschüre richtet sich an alle mit beruflichem und persönlichem Interesse an der Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler und bietet dabei Impulse aus Bildungsforschung und Bildungspraxis.

      Das digitale Zusatzmaterial können Sie hier herunterladen: Download

       

      In der PISA-Studie 2018 wurde als innovative Domäne erstmals Global Competence bei fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schülern erfasst. In dieser Zusatzerhebung werden das selbsteingeschätzte Wissen von Schülerinnen und Schülern zu Themen mit lokaler und globaler Bedeutung (z. B. Klimawandel, Armut, Pandemien) sowie ihre Einstellungen zu globalen und interkulturellen Themen in den Blick genommen. Dabei geht es beispielsweise um den respektvollen Umgang mit Menschen unterschiedlicher nationaler Herkunft und entsprechendem ethnischen, religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrund.

      Diese Broschüre stellt die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler in Deutschland aus der Zusatzauswertung Global Competence bei der PISA-Studie 2018 vor und betrachtet diese im internationalen Vergleich. Zusätzlich werden die Sicht der Schulleitungen und Lehrkräfte in den verschiedenen Schularten sowie die Sicht der Eltern einbezogen.

      Woran sollen wir unser Handeln orientieren? Worin besteht ein gutes und gelingendes Leben und wie können wir ein solches Leben führen? Diese und andere Fragen sind unbestritten wichtige (ethische) Fragestellungen – doch kann die Ethik auf sie befriedigend antworten? Ziel des Open Access-Lehrbuchs ist es, ein grundlegendes, historisch und methodisch reflektiertes Verständnis ethischer Probleme, Argumente und Ansätze zu vermitteln und damit zur eigenen ethischen Urteilsbildung beizutragen. In 2-farbiger Gestaltung mit Abbildungen, Definitionen und Vertiefungen sowie einem Personen- und Sachregister zur schnellen Orientierung.

       

       

      Globales Paradigma, nationale Normen und lokale Praxen. Das Handbuch Inklusion international verbindet theoretische Entwicklungslinien und vielfältige vergleichende Perspektiven der Inklusiven Bildung in ihrer globalen Verbreitung. Die Beiträge bieten einen umfassenden Zugang zu internationalen Diskursen, vergleichenden Forschungsergebnissen und ‚inspiring practices‘ aus diversen Weltregionen – Europa, Afrika, Asien und Nordamerika. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Relevanz komparativer Studien gewidmet.

      Das folgende Buch richtet sich an Hochschullehrende. Dennoch lohnt sich ein Blick in die Beiträge, helfen sie uns meines Erachtens stärkerer Schülerinnen und Schüler auf das Hochschulleben vorzubereiten. Übrigens ist im Schweizer Abitur (Matura) die Prüfung des Umgangs mit wissenschaftlichen Instrumenten enthalten. Dabei entstehen ganz außergewöhnliche Abschlussarbeiten, wie ich einmal selbst evaluieren durfte.

       

       

      • Swantje Lahm, Frank Meyhöfer, Friederike Neumann (Hg.): Schreiblehrkonzepte an Hochschulen. Fallstudien und Reflexionen zum fachspezifischen Schreibenlehren und -lernen

      In dem Sammelband werden verschiedene Schreiblehrkonzepte vorgestellt, um Studierende in das fachspezifische wissenschaftliche Schreiben einzuführen. Die Methoden, Übungen und Zugänge wurden im Qualitätspakt Lehre entwickelt und erprobt. Der Schwerpunkt liegt auf den Herausforderungen des fachspezifischen wissenschaftlichen Schreibens. Die Autorinnen und Autoren präsentieren Lehransätze und evaluieren Maßnahmen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit. Außerdem wird diskutiert, wie Lehrende für die Vermittlung fachspezifischen Schreibens vom Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) profitieren können.

      Übrigens hat Studis- Online kürzlich einen Blogbeitrag zur Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten geschrieben. Ebenfalls eine Empfehlung wert!

       

       

      Schule in der digitalen Welt: Externe Evaluation

      Die landesweiten Schulschließungen im vergangenen Schuljahr stellten alle am Schulleben Beteiligten vor Herausforderungen, die einmalig in der langen „Schulgeschichte“ des Landes sind. In diesem Vortrag werden Ergebnisse der CUNITAS-Studie vorgestellt, die im Juni/Juli 2020 die konkrete Umsetzung des digitalen Unterrichts an Schulen untersucht hat. Dabei wird gezeigt, dass sich in den unterschiedlichen Fächern Methoden und Tools, die eine persönliche Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, in einer höheren Unterrichtsqualität und einem höheren Lernnutzen widerspiegeln. Ein Vortrag von Prof. Dr. Richard Göllner.

       

      Mit dem Projekt „Informatische Bildung und Technik in der Grundschule“ fördert das Land Niedersachsen auf der Grundlage des Landeskonzepts „Medienbildung“ innovative Entwicklungsvorhaben in 30 Grundschulklassen. Dabei liegt der Fokus auf der Förderung grundlegender Kompetenzen der Informatik mit Hilfe des Einsatzes von Micro-Controllern wie z.B. dem Calliope Mini sowie grafischen Entwicklungsumgebungen und ggf. von Robotern. Dies soll ab der 3. Klasse spielerisch und experimentell vermittelt werden. Die Implementation der Module soll im Sachunterricht sowie in Mathematik und Deutsch erfolgen. Die Schulen verfügen seit November 2017 über einen Calliope-Klassensatz. Ziele des Projektes sind 1. die Erprobung eines didaktischen Konzeptes für die informatische Bildung und Maker Education in der Grundschule, 2. die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die breite Implementierung ab Klasse 3 sowie 3. die Erarbeitung und Verbreitung von Unterrichtsmaterialien als offene Bildungsressourcen.

       

       

      Kultur der Digitalität: Berufsbildung

       

      Auch Schüler:innen mit Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung (ESE) können den Übergang von der Schule ins Berufsleben meistern. Der Band stellt die wissenschaftliche Evaluation eines erfolgreichen Förderschulprojektes aus Gütersloh vor.

      Im Projekt wurden Bausteine zur schulischen Berufsorientierung, Mentoringkonzepte sowie ein Case-Management eingesetzt. Nach der Einführung in Projekt und Forschungs-stand skizzieren die Autoren und Autorinnen Methodik, Vorgehen sowie Ergebnisse der wissenschaftlichen Projektevaluation des Lehrstuhls Pädagogik bei Verhaltensstörungen der Universität Würzburg. Forschungsdesiderata und Impulse zur Weiterentwicklung des Themas bilden den Abschluss des Bandes.

      Das Projekt wurde von der Hermann-Hesse-Schule (Gütersloh), der Universität Würzburg, dem Kreis Gütersloh sowie mit inhaltlicher und finanzieller Unterstützung der Reinhard-Mohn-Stiftung umgesetzt.

       

      Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für die Aus- und Fortbildung in den elektro-, informations-, metall- und fahrzeugtechnischen Berufen? Der Einsatz digitaler Technik führt hier zu starken Veränderungen der Tätigkeiten und Arbeitsabläufe. Gleichzeitig sind die Beschäftigten dieser Berufe durch die Verwendung und Herstellung digital innovativer Produkte im besonderen Maße Mitgestaltende dieser Veränderungen.

      Der vorliegende Sammelband ist in drei Teile gegliedert. Im Abschnitt zur ressourcenfokussierten Facharbeit geht es um die Gestaltung nachhaltiger Produktions-, Service- und Reparaturprozesse: Wie kann digitale Technik genutzt werden, um ressourcenschonend und -effizient zu arbeiten? Unter dem Stichwort “Smartes Lernen” diskutieren die Autorinnen und Autoren das Gelingen der didaktischen Transformation und neue Unterrichtsmethoden für gewerblich-technische Schulen. Im Weiterem beschäftigt sich der Band mit der Informatik als Querschnittsdisziplin sämtlicher Digitalisierungsprozesse: Wie kann informatische Bildung in der beruflichen Aus- und Fortbildung gestaltet werden, obwohl Informatik kein verbindliches Schulfach ist?

       

      Berufliche Förderung in Zeiten von Digitalisierung und Berufsbildung 4.0 war ein Schwerpunktthema der Hochschultage Berufliche Bildung 2019 in Siegen. Die Beiträge des Sammelbandes geben einen Überblick über die diskutierten Konzepte und Handlungsansätze. 

      Der erste Teil befasst sich mit Fragen zum digitalen Kompetenzerwerb in verschiedenen Arbeitsdomänen, von den Auswirkungen der Digitalisierung auf industrieller Arbeit und Landwirtschaft bis zur Entwicklung von Medienkompetenz als Aufgabe der Berufsbildung. Im zweiten Teil stehen Fragen zur beruflichen Förderung in Zeiten der Digitalisierung im Mittelpunkt. Themen sind u.a. Lernortkooperationen, digitale Transformation in der Ausbildungsvorbereitung an Berufskollegs sowie Benachteiligtenförderung in digitalen Kontexten.

      Anlässlich des Ausscheidens des Universitätsprofessors und Ingenieurpädagogen Klaus Jenewein aus dem universitären Regelbetrieb reflektieren und bilanzieren langjährige wissenschaftliche Weggefährt:innen und Schüler:innen wichtige Entwicklungen in der Berufsbildungswissenschaft, beruflichen Ausbildung und Bildungspolitik. Ihre Texte zur Ingenieurpädagogik, Lehrkräftebildung und betrieblichen Praxis knüpfen an die Arbeiten von Klaus Jenewein an und stellen darüber hinaus eigene Forschungsergebnisse vor. 

      Die Themenfelder des Bandes umfassen aus unterschiedlichen disziplinären und interdisziplinären Perspektiven die Berufsausbildung und Berufliche Bildung in gewerblich-technischen Domänen, Ausbildung und Professionalisierung von Berufsschullehrkräften und Lehrerbildung, Berufliche Schulen und berufsschulisches Lernen, (Fach-)Didaktik und betriebliches Lehren und Lernen. Dabei werden die regionalen Bezüge von Klaus Jenewein ebenso sichtbar wie seine Nähe zur Modellversuchsforschung, zu Ansätzen responsiver Begleitforschung, zur Wissenschaft-Praxis-Kommunikation und zum Design-Based-Research.

       

      Kultur der Digitalität: Nun als Open Access freigegeben

      • Alexander Tillmann, Ingo Antony (Hrsg.): Tablet-Klassen. Begleituntersuchung, Unterrichtskonzepte und Erfahrungen aus dem Pilotprojekt „Mobiles Lernen in Hessen – MOLE“

      Dieses Buch beschreibt Ergebnisse, Erfahrungen und erprobte Unterrichtskonzepte aus dem Pilotprojekt „Mobiles Lernen in Hessen – MOLE“, das die Hessische Lehrkräfteakademie in Kooperation mit studiumdigitale, der zentralen eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums in den Jahren 2013 bis 2016 durchgeführt hat. Ziel des Projektes war es herauszufinden, welchen Einfluss der Einsatz von Tabletcomputern in der Grund­- und Unterstufe auf das Lernen und die Entwicklung der Medienkompetenz der Lernenden hat. Dabei konnten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Unterrichtskonzepte zielführend sind und damit eine positive Auswirkung auf das individuelle sowie das gemeinsame Lernen haben. Ebenso wurde deutlich, unter welchen Rahmenbedingungen die erfolgreiche Einbindung von Tablets in den Unterricht gelingen kann.

      Die Bruchrechnung gilt als schwieriger Teilbereich der mathematischen Grundbildung. Insbesondere die Entwicklung eines Bruchzahlbegriffs zu Beginn der Sekundarstufe kann für Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Problemen verbunden sein. Vor dem Hintergrund lernpsychologischer Theorien erscheint hier der Einsatz interaktiver Lernumgebungen vielversprechend. Auch Ergebnisse empirischer Studien lassen vermuten, dass Kinder vom Lernen mit multimedialen Inhalten gerade im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht profitieren können. Im Forschungsprojekt ALICE:Bruchrechnen wurde eine empirische Studie im Kontext des Anfangsunterrichts der Bruchrechnung durchgeführt. Dazu wurde ein interaktives Lehrbuch für Tablet-PCs entwickelt, das mit Bildern und Animationen arbeitet und Schülerinnen und Schüler zum Ausprobieren einlädt.

      Diese Broschüre fasst den Beitrag des Projektes zur Digitalisierung des Mathematikunterrichts zusammen. Insgesamt lassen die aufgezeigten Erkenntnisse den Schluss zu, dass der Einsatz digitaler Medien im Mathematikunterricht sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte eine gewinnbringende Ergänzung zu traditionellen Schulbüchern und papierbasierten Lernumgebungen darstellt.

      Diese Ausgabe des Journals der Schreibberatung widmet sich dem Thema „Peer-Learning in Writing – von- und miteinander akademisch schreiben lernen“ und beleuchtet sehr unterschiedliche Aspekte. Direkt im ersten Beitrag widmen sich Anke Beyer und Anne von Gunten der Form der Rückmeldung, die im universitären Kontext häufig kritisch zu betrachten ist, da sie von Dozierenden bei Hausarbeiten häufig zu generell und damit zu wenig gewinnbringend für die Angesprochenen verwendet wird: der schriftlichen Textrückmeldung. Der Begriff ist noch sehr unscharf definiert und wird häufig entweder als Feedback oder als Beurteilung verstanden, selten als eine Kombination. Die Autorinnen versuchen, diese Lücke zu schließen, indem sie die Textkommentarprozesse von sechs Studierenden in unterschiedlichen Situationen analysieren: im Peerfeedback im Studium, in der Schreibberatung, in Review-Verfahren im wissenschaftlichen Kontext sowie in der schriftlichen Textrückmeldung in der Schule.

      (…) Caroline Scherer, Nadja Sennewald, Christiane Golombeck und Katrin B. Klingsieck stellen eine Studie der Universität Frankfurt am Main vor, für die 825 Studierende der Geisteswissenschaften zu den Themen eigene Schreibkompetenz und Selbstwirksamkeit zur Selbstregulation des akademischen Schreibens befragt wurden. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass es einen starken Widerspruch zwischen der (eher positiven) Selbsteinschätzung der Studierenden und der (eher negativen) Kompetenzeinschätzungen der Studierenden durch die Lehrenden gab. Die Studie belegt deutlich, dass die immer noch herrschende stiefmütterliche Behandlung von Lehr- und Lernbarkeit des Schreibens an deutschen Universitäten zu schlechteren Leistungen aufseiten der Studierenden und negativen Gefühlen aufseiten der Lehrenden führt.

      Das abschließende Interview mit Maike Wiethoff und Gabriela Ruhmann über die Entwicklung des Schreibzentrums der Universität Bochum macht noch einmal deutlich, wie wichtig und vielfältig die Arbeit der Schreiblehre und Schreibberatung ist. Wiethoff und Ruhmann ist es gelungen, viel Verständnisarbeit zu leisten, was auch dazu führte, dass das Bochumer Schreibzentrum mittlerweile eine zentrale Stellung innerhalb der Universität eingenommen hat. Es besteht ein breites Angebot an fachübergreifenden und fachlichen Schreiblehr- und -lernszenarien, bei denen die Peerberatung ebenfalls eine wichtige Stellung einnimmt. Voneinander und miteinander lernen sind die zentralen Dinge für die Schreiblehre, die im Idealfall in allen Situationen stattfinden und erhalten werden.

       

       

      Bildung in der digitalen Welt

      • Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH (Hg.): chancen denken – Impulse für eine offene und mutige Gesellschaft im 21. Jahrhundert.

      Wie durch eine Lupe hat uns die Coronakrise in den vergangenen zwölf Monaten Missstände und Ungleichheiten unserer Gesellschaft im vollen Ausmaß sichtbar gemacht. Dazu gehört auch und vor allem der Bildungsbereich: die mangelnde Digitalisierung der Schulen oder fehlende digitale Kompetenzen der Lehrkräfte, aber auch der wachsende “digital gap” in Familien. Wieder einmal hängt Bildung – effektives Homeschooling und Distanzlernen – viel zu stark von der sozioökonomischen Herkunft der Schüler:innen ab. Die Krise ist aber auch ein Test für die Demokratie und Beteiligung im öffentlichen Raum. Desinformation in den Online- und sozialen Medien untergräbt in einigen Bevölkerungsteilen das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse und damit auch in die Politik, die bemüht ist, evidenzbasiert zu handeln.

      Aus diesem Grund hat die Vodafone Stiftung Ende 2020 den Dialog mit ihrem Beirat und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gesucht. Entstanden sind dabei viele spannende Denkanstöße, die in der Publikation „Chancen denken“ zusammengefasst wurden. Die Beiträge werfen einen geschärften Blick auf die Spannungen, Ungleichheiten und Missstände, die durch die Pandemie in den Bereichen Bildung und politische Teilhabe verstärkt wurden. Lassen nachvollziehen, welche Veränderungen die Krise katalysiert hat. Heben hervor, welche Chancen und neuen Handlungsräume sich aus diesen Veränderungsprozessen abzeichnen und ergeben können. Und zeigen auf, wie Verantwortliche in Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft diese Chancen so unterstützen können, dass daraus nachhaltige, positive gesellschaftliche Veränderungen Fuss fassen können.

      Mit Denkanstößen von Hannes Ametsreiter, Julius de Gruyter, Udo Di Fabio,Birgit Eickelmann, Thomas Gegenhuber, Verena Knoblauch, Ricarda Lang,Kai Lanz, Andreas Lebert, Johanna Mair, Moritz Müller-Wirth, Quang Paasch,Verena Pausder, Eva Schulz, Christian Stöcker und Monika Wulf-Mathies

      Aus dem Vorwort:

      Ein gutes Bildungsangebot bereitstellen zu können, erfordert die gemeinschaftliche Anstrengung verschiedenster Akteure: der Schulen mit allen an der Schulgemeinschaft beteiligten Personen, der Schulträger, der Schulaufsicht und speziell im Kontext von Digitalisierung auch der Medienbildungszentren, der Medienberater:innen, der IT-Abteilungen in der Kommunalverwaltung, von Bildungsbüros, Fortbildungseinrichtungen, weiteren Beratungs- und Unterstützungszentren und vielen weiteren mehr.

      Ziel (dieser Broschüre) ist es, Ihnen als Vertreter:innen von Schulen, Schulträgern und weiteren Bildungsakteuren Materialien und Leitlinien an die Hand zu geben, die Sie dazu befähigen, Ihre Prozesse im Rahmen des digitalen Wandels vor Ort selbstbestimmt und angepasst an die eigenen und regionalen Bedürfnisse gestalten zu können.

      • TU Graz: TELucatio

      TELucation ist eine Neuschöpfung, welche sich aus den Wörtern TEL (technology enhanced learning) und education zusammensetzt. Die OE Lehr- und Lerntechnologien der TU Graz hat im Jahre 2019 eine Sammelmappe mit Themen aus dem TELucation-Bereich veröffentlicht. Bei der TELucation-Sammelmappe handelt es sich um ein analoges Kompendium, welches Unterstützung zur Virtualisierung der Lehre bietet. Sie umfasst:

      • Didaktik: Beiträge zu didaktischen Einsatzszenarien von Tools bzw. Systemen oder Tipps zu Blended-Learning-Konzepten
      • Hochschule: Beiträge zu Regularien im Bereich virtuelle Lehre oder allgemeine Services
      • TeachCenter: Beiträge zum Einsatz des Lernmanagementsystems an der TU Graz (unser „TeachCenter“ basiert auf Moodle)
      • Tools: Beiträge zu „Wie funktioniert…?“
      • Video und Animation: Beiträge zur Videoproduktion an der TU Graz

      Die TU Graz will sowohl digital als auch analog Wissen zu Themen rund um technologiegestütztes Lehren und Lernen regelmäßig veröffentlichen und zum Nachlesen bereitstellen. Für alle externen Nutzer*innen der Sammelmappe werden die Beiträge als Downloads angeboten.

       

      Das wars für heute. Wer die alten Ausgaben nachlesen möchte:

      Ich halte die Augen weiterhin offen …

       Stay tuned 

       Titelbild: Erik Lindstrom @pixabay