Fortbildung
Wirksame Lehrerfortbildungen, die das Lehren und Lernen erkennbar verändern, brauchen zudem Zeit. Sie zeichnen sich durch eine Verbindung von Input, Erprobung in der Schule und Rückmeldung aus – ganz so, wie es auch guter Unterricht in der Schule leisten sollte. Nach einer ersten eher theoretischen Phase müssen die Lehrer und Lehrerinnen Gelegenheit haben, das Neue im Unterricht zu erproben, Erfahrungen zu sammeln und diese – ganz wichtig – dann wieder in der Fortbildungsgruppe zu diskutieren und gemeinsam an Verbesserungen zu arbeiten.[1]https://www.zeit.de/2022/09/fortbildungen-lehrkraefte-schule-digitalisierung
Fortbildung, eigentlich selbstverständlich, oder? Gleichwohl, meine langjährigen Erfahrungen zeigen, dass es ganz, ganz schwierig ist, im “normalen” Schulalltag Fortbildungsakzente zu setzen. Ähnlich wie Frau Prof.’in Lin-Klitzing halte es für nahezu ausgeschlossen, während der Schultage Fortbildungen anzubieten bzw. durchzuführen, wenn sie nachhaltige Wirkung erzielen sollen. Viele Lehrkräfte möchten nach dem Unterricht erst einmal in Ruhe gelassen werden, andere wollen ihren Unterricht reflektieren/nacharbeiten und die nächsten Tage vorbereiten. Wieder andere stehen vor mehr oder weniger aufwendigen Korrekturen: Schülerinnen und Schüler erwarten eine schnelle Rückmeldung zu den Leistungstests.
Viele Praxisbeispiele aus der nebenstehenden Publikation stammen von Lehrkräften, die in den sozialen Medien „unterwegs“ sind. Zuweilen überfordern diese Innovatoren die Schulgemeinde. Nicht immer haben sie die gesamte Population der 800.000 Lehrkräfte in Deutschland im Blick. Und doch: Es lohnt, sich mit den Gedanken dieser medienaffinen Lehrkräfte auseinanderzusetzen. Ich versuche mit diesem Band niederschwellig zu agieren. Immer Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Personals im Blick. Der eine oder andere Gedanke mag zunächst abwegig erscheinen. Möglicherweise erschließt sich nach einer Erprobung ein Sinn? Darum soll es gehen: Ausprobieren, Experimentieren. Allein oder vernetzt mit anderen Lehrkräften. Fehler machen erlaubt! Es geht um
- Neue Lehr- und Lernformate im Unterricht
- Vernetztes Lernen in der Schule
- Technologie als Chance – ohne die Risiken zu ignorieren
Hier geht es zur Buchvorstellung und zur videografierten Einführung in das Fortbildungskonzept.
Im Buch werden eine Reihe von Themen und Fragestellungen aufgeworfen, zu denen ich ergänzende Hinweise in Form einer digitalen Plattform und mithilfe von Themenseiten erstellt habe. Das sind im Einzelnen:
Schule 5.0 mit den Themenseiten zu
Schulentwicklung mit den Themenseiten zu:
Und, wann immer es im FediLZ-Netzwerk Tipps und Hinweise zu erfolgreichen Fortbildungsformaten gepostet werden, sind sie hier gelistet.
Tipps aus der FediLZ – Szene
- TU Dresden: Riesenarbeitsblätter
In Veranstaltungen werden unterschiedliche Impulse benötigt. Manchmal geht es um einen Vortrag, ein anderes Mal um die Diskussion. Aber auch am Rande von Veranstaltungen kann viel passieren. Zu Beginn könnten die Teilnehmenden z.B. sichtbar machen, wer sie sind, was sie interessiert oder welche Fragestellung sie mitbringen. In den Pausen schweifen die Gedanken oder Ideen werden gesammelt. Am Ende ist es wichtig, Feedback zu geben oder Wünsche zu formulieren. Nicht selten jedoch bleibt manches davon auf der Strecke, weil zu wenig Zeit ist oder auch die Moderator:innen das Recht haben, einmal durchzuatmen.
Für solche Situationen am Rande haben wir die Riesenarbeitsblätter geschaffen. Sie sind (wie wir finden) alle hübsch und haben Superkräfte: Sie können Vorkonzepte sichtbar machen, Zukunftswerkstätten strukturieren, Feedback einholen und vieles (wirklich vieles) mehr.
- bildung-digital: Filmische Einblicke in Mikrofortbildungen
Was sind bewährte Formate und wie kann das Kollegium motiviert werden, Wissen zu teilen? Dazu geben uns Beteiligte der Initiative Mikrofortbildungen in kurzen Videos ihre praxiserprobten Antworten.
- Fish-Bowl-Plakat , Strukturierte Kontroverse (bildungssprit.de)
- Handreichung medienkonzeptionelle Arbeit an Schulen (IQ Schleswig Holstein)
- Handreichung zur Fortbildungsplanung (Pädagogische Serviceeinrichtung Rh.-Pfalz)
- Fragebogen zur Fortbildungsplanung an Schulen (Herkunft unbekannt)
- Kudo-Karten von Anna Lena Wollny – nicht nur für Barcamps
References
