Deeper Learning – Eine Buchvorstellung

Ich habe Deeper Learning auf der #KonfBD19 kennengelernt und auf schule digital vorgestellt. Nun hat die seinerzeitige Referentin Prof.’in Anne Sliwka mit ihrer Koautorin Jun.-Prof.’in Britta Klopsch nachgelegt und ein Buch veröffentlicht.

Zunächst eine kurze Einordnung: Deeper Learning beschreibt eine Pädagogik, in der Lernende sich tief greifend mit Wissen auseinandersetzen und selbst Wissen generieren, indem sie es sowohl über instruktiv gesteuerte Prozesse der Aneignung als auch über selbstregulierte Prozesse der Ko-Konstruktion und Ko-Kreation verarbeiten. Nach einer Definition der Hewlett Foundation (2013) ist ein Deeper Learning immer dann gegeben, wenn die folgenden sechs Kriterien erfüllt sind[1]https://hewlett.org/wp-content/uploads/2016/08/Deeper_Learning_Defined__April_2013.pdf:

  1. Aneignung anspruchsvoller fachlicher Inhalte
  2. Entwicklung von Fähigkeiten zum kritischen Denken und Problemlösen
  3. Entwicklung der Fähigkeit zum kooperativen Arbeiten
  4. Einübung wirksamer Formen der mündlichen und schriftlichen Kommunikation
  5. Aneignung von Lernstrategien
  6. Entwicklung einer wissenschaftsorientierten Haltung

Deeper Learning kann als eine „4K Skill-Implementierung” aufgefasst werden, einer Aneignung von Wissen einerseits und der vier Kompetenzen Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität andererseits. Das vielversprechende Unterrichtsmodell versteht sich als Prozess von Instruktion, Ko- Konstruktion und Präsentation.

Buchvorstellung

Der Beltz-Verlag stellt das Buch so vor:

Deeper Learning beschreibt eine innovative Pädagogik, durch die Schülerinnen und Schüler im Kontext der Digitalisierung von passiven Wissensempfängern zu aktiven Gestaltern ihres Lernens werden. Das Buch erklärt die lerntheoretischen Hintergründe des Deeper Learning durch anschauliche Texte, Grafiken und Beispiele. Ein für den deutschen Kulturraum entwickeltes Modell von Deeper Learning knüpft an die bestehende Schulpraxis an und denkt diese konsequent mit den Möglichkeiten und Chancen des 21. Jahrhunderts weiter: Nach einer ersten Phase der Wissensaneignung auf unterschiedlichen Kanälen arbeiten Schülerinnen und Schüler in einer zweiten Phase ko-konstruktiv und ko-kreativ, um dann in der dritten Phase authentische Leistungen zu zeigen, die nicht nur im Klassenzimmer sichtbar werden, sondern darüber hinaus die Lebenswelt mitgestalten. So entwickeln die Lernenden nicht nur Agency, sondern auch die 21st Century Skills Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität.

Die beiden Autorinnen führen theoretisch, praktisch und vor allem evidenzbasiert in das im nordamerikanischen Sprachraum etablierte Lehr- Lernkonzept ein. So berichten sie über erste empirische Befunde zu Deeper Learning, die auf positive Effekte bezüglich folgender Kompetenzen hinweisen:

  • kognitive Kompetenzen, wie das Beherrschen von akademischem Wissen und komplexen Problemlosestrategien
  • interpersonelle Kompetenzen, wie die Fähigkeit zu kooperieren und zu kommunizieren
  • intrapersonelle Kompetenzen in den Bereichen akademisches Selbstkonzept, Lernmotivation, Durchhaltevermögen und Lernstrategien

Was das Buch darüber hinaus auszeichnet, ist die Einordnung von Deeper Learning als Blaupause von gutem Unterricht. Vor allem die Hinweise und Tipps zur kognitiven Aktivierung bereiten den Boden für eine ins Auge gefasste Implementierung des Modells. Die beiden Autorinnen empfehlen u. a.:

Zweierlei kann den Einstieg ins Deeper Learning dabei deutlich erleichtern. Zunächst sollten Lehrkräfte dazu bereit sein, zusammenzuarbeiten, um sich gemeinsam der Aufgabe zu stellen, anspruchsvolle Lernprozesse, deren Ausgang nicht bis ins letzte Detail geplant werden kann, zu ermöglichen. Die gemeinsame Arbeit kann dazu führen, schon in der Vorbereitung kreativ Ideen zu entwickeln, auf die einzelne Lehrkräfte allein gar nicht gekommen wären. Dieser Prozess lässt zu, dass unterschiedliche Lehrkräfte ihre persönlichen Stärken und Interessen in einen gemeinsamen Gestaltungsprozess einbringen. Es gilt dabei, die Schülerinnen und Schüler und ihre Interessen, Bedürfnisse und Potenziale in den Blick zu nehmen. Wie kann ein Lernen gelingen, bei dem sie engagiert sind, eigene Zugänge zum Wissen der Welt entdecken und das Potenzial, das in ihnen steckt, ausschöpfen?

und warten mit umfangreichen Tipps und Praxisbeispielen zu:

  • Mathematik Klasse 10: »Exponentialfunktionen«
  • Englisch Klasse 8: »Australien«
  • MINT-Fächer Klasse 9: »Klimawandel«
  • Gesellschaftswissenschaften, Sprachen, Mathematik Klasse 11: »Soziale Ungleichheit – sozialer Zusammenhalt«

auf. Die Roadmap im Abschlusskapitel sorgt für Orientierung und eine gelungene Übersicht für interessierte Schul- und Unterrichtsentwickler*innen einer Schule. Fortbilder*innen erhalten eine sehr gute Unterstützung, ihre Veranstaltungen um vielfältige Einblicke in das Modell zu bereichern.

Eine klare Leseempfehlung für diejenigen Pädagog*innen, die einen innovativen Unterrichtsansatz näher kennenlernen wollen und darüber hinaus eine Anleitung für erste Schritte einer konkreten Umsetzung erhalten.

Stay tuned

uni@schule: Schatzkisten

Haben auch Sie die Übersicht über die gefühlt Tausende von Apps und Tools verloren? Wünschen auch Sie sich Übersichten, Kategorien, Strukturen, die Ordnung in dieses „Chaos“ bringen? Da habe ich etwas für Sie! Auch wenn (zunächst) der Hochschullehre zugeordnet, empfehle ich die Übersichtsseite Hochschuldidaktik-Schatzkiste dem in Schulen tätigen pädagogischen Personal.

Die beiden Promotorinnen Dr. Ulrike Hanke und Nina Bach des Webauftritts hochschuldidaktik-online wollen (den Pädagoginnen und Pädagogen) zur Seite stehen. Wir bieten Ihnen praktische und einfache Tools und Ressourcen für gute Lehre.

Dazu haben sie virtuelle Schatzkisten entwickelt, in denen sie in den Kategorien

  • Hybride Lehre
  • Digitale Lehre
  • Lehrplanung (u. a. Classroom-Management)
  • Lehrmethoden
  • Lernportfolio
  • Prüfen
  • Evaluation

einen Überblick über schöne Ideen geben, immer mit vielen praxisorientierten Tipps zur effizienten Planung von Lehr- und Unterrichtsveranstaltungen und Lernportfolios. Die Materialien stammen von Hochschulen, bekannten Websites oder Tätigen in der Hochschuldidaktik. In die Schatzkiste kommt nur, was wir empfehlenswert finden, so die beiden Autorinnen …

Schön, dass auch „unsere“ Arbeiten Feedback-Instrumente zur Steuerung und Bilanzierung von Prozessen Eingang in die Schatzkiste Evaluation gefunden haben. Völlig zurecht, wie ich sagen darf 🤩

Stay tuned

Bildnachweis: @hochschuldidaktik-online

MINT – Zugang zum Thema ∞

Die Schule soll und muss auf ein Hochschulstudium vorbereiten. Sie macht das u. a. mit sogenannten Uni(besuchs)tagen, mit Informationsveranstaltungen vor Ort und eben innerhalb des Unterrichts. Insbesondere hier über das Studienfach Mathematik zu informieren, ist für Schülerinnen und Schüler sicher hilfreich, da die Schulmathematik nichts mit dem Studienfach Mathematik gemein hat. Geht es in der Schule eher ums „Rechnen“, geht es im Studium um Strukturen. Oder, wie mein Matheprof in der Grundvorlesung Differential- und Integralrechung zu sagen pflegte: „Wir Mathematiker hören da auf, wo die Physiker ihre Arbeit aufnehmen. Das Rechnen überlassen wir dann denen.“ Wie ich im weiteren Studiumverlauf dann sehen sollte: Ein gut gepflegter intellektueller Zweikampf zwischen diesen beiden Fakultäten. Legendär die gemeinsame Karnevalssitzungen …Die können auch lustig …

Zurück zur Schule. Es gibt nur wenige Gelegenheiten, auf die strukturellen Eigenschaften der Mathematik einzugehen. Mengenlehre ist in den 80er-Jahren vom Lehrplan verschwunden, andere Themen, fakultativ im Curriculum ausgewiesen, kommen kaum zur Sprache. Dazu gehören etwa Axiomatik, viele Themen der euklidischen und/oder analytischen Geometrie sowie Grenzwertbetrachtungen in der Analysis. Vermutlich sind in den Pandemiezeiten noch mehr Aufgabenstellungen aus diesen Bereichen zum Opfer gefallen. Was tun?

 

Sekundarstufe 1

Nun, niederschwellig denke ich: Als Mathe-Lehrkraft jede Gelegenheit nutzen, im Unterricht ein wenig über das Studium zu erzählen. Das kann man propädeutisch bereits in den Jahrgängen 5-7 anlegen, wenn z. B. die Frage nach der Mächtigkeit von natürlichen Zahlen (ℕ), ganzen Zahlen (ℤ) und rationalen Zahlen (ℚ) aufkommt. Bei mir stellte sich immer ein Raunen ein, wenn ich einfach mal so behauptet habe: Ist alles gleichmächtig. Natürlich wollten die Schülerinnen und Schüler das begründet bekommen, versagte doch hier vollständig das Vorstellungsvermögen, schließlich kommen ja immer mehr Zahlen hinzu (ℕ ⊂ ℤ ⊂ ℚ). Ich habe dann immer das Gedankenexperiment von David Hilbert vorgestellt, bekannt auch als Hilberts Hotel der Unendlichkeit (hier z. B. ein Video von Matthias Büger).

 

Sekundarstufe 2

Oder in der Oberstufe an geigneter Stelle mit der Frage: Was glauben Sie: Besitzt die geometrische Reihe 1/2 + 1/4 + 1/8 + … einen Grenzwert?

Viele meinten entweder: „Natürlich nicht, wird ja immer etwas hinzuaddiert“. Oder: „Na, wenn Sie schon so fragen, wahrscheinlich schon, auch wenn ich das kaum glauben kann.“ In diesem Fall ist es erst einmal einfach, sich zumindest via Anschauung von dem Grenzwert 1 zu überzeugen:

Ob Schülerinnen und Schüler nachfragen, wenn sie die Schieberegler gesteuerte Animation gesehen haben: „Wie kommt eigentlich die Formel zustande?“ „Gilt das für alle vergleichbaren Fragestellungen“, z. B. für die harmonische Reihe 1/2 + 1/3 + 1/4 + 1/5 + … ?“ Übrigens nein, wie ebenfalls viele Videos erläutern.

Buchvorstellung

Es ist kürzlich ein unterhaltsames und ohne Formelsprache erläuterndes Buch erschienen: Marcus Sautoy, – Eine sehr kurze Einführung in die Unendlichkeit

Der Verlag kündigt es so an:

Willkommen im Hotel Unendlichkeit. Es verfügt über eine unendliche Zahl von Zimmern, und in jedem der ankommenden Reisebusse sitzt eine unendliche Zahl von Menschen, die dort übernachten wollen. Wie sie unterbringen? Marcus du Sautoy, bekannt für die Zugänglichkeit und den Witz, mit denen er die Welt der Mathematik verständlich macht, entschlüsselt das Geheimnis der Unendlichkeit.

Ein wirklich lesenswertes und damit empfehlenswertes Buch, nicht nur für Mathe-Lehrkräfte. Auch und damit zurück zu unserem Auftrag, Schülerinnen und Schüler Hinweise auf ein Hochschulstudium zu geben. Wer von ihnen dieses kleine Bändchen mit Interesse liest und anschließend mit uns Lehrkräften das Gespräch sucht: Ein erster Indikator dafür, dass sich jemand für die Mathematik interessiert …

 

Schlussbemerkung

Übrigens gibt es auf

  • Youtube noch einen weiteren Beitrag Mathe studieren JA/NEIN, der einige Hinweise bereit hält, was Studierende zu erwarten haben …
  • SPIEGEL-Online ein Beitrag von Alice Rolf, die ebenfalls beschreibt, wie es ihr ergangen ist …

Bei mir war einzig und allein meine Leistungskurskombination entscheidend für die Aufnahme des Studiums. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Das erste Semester war hart: Durchfallquote 95 %. „Völlig normal“, sagten die Matheprofs. Im zweiten Semester auch nicht viel besser. Mit den Folgesemestern stieg die Erfolgsquote, lag wohl eher an der hohen Abbrecherquote. Bei mir hat es letztlich im Vordiplom „Klick“ gemacht, war man hier gezwungen, Überblickswissen zu organisieren.

Damit war dann der Grundstein für ein wirklich tolles Hauptstudium gelegt. Das Durchbeißen hat sich in jedem Falle gelohnt. Erst recht, wenn man auf die Möglichkeiten schaut, die heutzutage einer/einem bei einem Mathestudium eröffnet werden. Auch diesen Blogbeitrag Erfolgsformeln – Anwendungen der Mathematik gerne an unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler weitergeben …

Stay tuned

Bildnachweis: Geralt @pixabay
Buchcover @ISBN 978-3-406-78331-9

Transformation analog – digital: Inklusion

In den letzten sechs Monaten haben 51 Autorinnen und Autoren sich über die sozialen Medien vernetzt und ein Buch über Diklusion (digitale Medien und Inklusion) geschrieben. Spannend die im Vorwort einleitend beschriebene Genese zum Buch:

Die HerausgeberInnen stellten fest, dass man trotz intensiver Recherche nur sehr wenige Quellen zu Netzpublikationen zum Distanzlernen für Lernende mit Beeinträchtigung oder in inklusiven Settings gefunden wurden. Und dann lagen sie auch noch verstreut und wenig systematisiert in Twitterposts, Blogbeiträgen und Berichten auf Homepages vor. Vor gut einem Jahr vernetzten sich aus dem gesamten Bundesgebiet im Bereich sonderpädagogische Förderung tätige Lehrkräfte mittels einer Online-Pinnwand. Und hier entstand dann die Idee eines gemeinsamen Buches. Sie wurde über eine Homepage unter folgenden Leitfragen beworben:

  • Wie gelingt es Lehrkräften in ganz unterschiedlichen Settings Lernarrangements unter Einbezug digitaler Medien für alle Kinder und Jugendlichen einer Klasse auch über die Zeit des Distanzunterrichts hinaus zu erstellen?
  • Wie kann mit digitalen Medien individualisiert, differenziert und kollaboriert werden?
  • Wie kann (inklusive) Medienbildung in der gesamten Lerngruppe ausgebildet und gefördert werden?
  • Wie sollte eine entsprechende Schulentwicklung aussehen?
  • Wie gestaltet sich eine entsprechende Ausbildung von angehenden jungen Lehrkräften?

Zusammengefasst also: Welche Möglichkeiten und Grenzen der Diklusion gibt es derzeit? So viel zur Entstehungsgeschichte, die sich ganz sicher auch für neue (Buch)Projekte eignet.

Mit der Publikation wollen die Autorinnen und Autoren nicht nur die bereits digital-affinen Lehrkräfte erreichen, sondern auch die Menschen, die vielleicht noch nicht so digital unterwegs sind und gerade dabei sind, die Chancen digitaler Medien zu entdecken. Eingebettet in einen wissenschaftlichen Hintergrund wird dieses Buch kostenfrei als E-Book (ganz nach unten scrollen) bereitgestellt. Damit auch ein Printformat angeboten werden kann, läuft aktuell eine Crowdfundingaktion. Mit der Vorbestellung wird die erste Auflage des Buches finanziert. Der Vorschuss wird für die Aufbereitung des Buches benötigt (Erstellung der Grafiken und Druckvorlagen). Was ich mir übrigens noch wünschen würde im Umgang mit dem E-Book: Das Inhaltsverzeichnis bitte so verlinken, dass man direkt zu den Beiträgen kommt …

… Stay tuned …

Update (22.05.22): nimm! Akademie – So geht inklusive Medienarbeit

Bildnachweis: Julian Lendler1

MINT interessant gestalten (II)

So häufig gefordert und gewünscht: Gebt Schülerinnen und Schüler mehr eigenen (Lern) Spielraum! Lasst sie selbst entscheiden, was sie in ihren (freien) Lernzeiten bewältigen wollen. Im Folgenden stelle ich einige aktuelle Angebote vor, die genau dies zum Ziel haben: Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich ein Endgerät zu „erobern“ (iPad- Einführungskurs), sich einer Herausforderung zu stellen (Informatik-Wettbewerb), sich gemäß ihrer Interessen weiter zu entwickeln (Programmierkurse) und/ oder sich über Themen der Zukunft zu informieren (Künstliche Intelligenz).

Let’s dive in ..

iPad für Schülerinnen und Schüler

Wie funktioniert der Moodle-Kurs?

  1. Beginne mit dem ersten Kapitel “Grundfunktionen”.
  2. Gehe die Themen Schritt für Schritt durch.
  3. Die Themen sind immer in einen Erklärfilm und Übungsaufgaben unterteilt.
  4. Gehe zum nächsten Thema über.
  5. Gib uns am Ende eine Rückmeldung über den Kurs.

 

Python - Beginners

Dieser openHPI Einsteigerkurs richtet sich an Schüler:innen, die schon immer in die Welt des Programmierens hineinschnuppern wollten oder schon erste Erfahrungen in der Programmierung gesammelt haben. In 4 Modulen (10 Wochen) beschäftigen wir uns auf spielerische Art und Weise mit der Programmiersprache Python. Der Kurs ist für Schüler:innen Mittelstufe (ab der 7. Klasse) gedacht und lässt sich wunderbar in den Unterricht integrieren.

 

Python - Advanced

Du bist Schülerin zwischen 14 und 21 Jahren? Du hast den nebenstehenden Kurs durchgearbeitet und die einfachen Bausteine von Python verstanden? Du möchtest mehr Python verstehen oder an dem Informatik Wettbewerb BwInf (Bundeswettbewerb Informatik) teilnehmen? Dann bist du hier genau richtig!

In diesem vierwöchigen kostenlosen Kurs für Python advanced lernst du etwas anspruchsvollere Themen und weitere Bausteine der Programmierung in Python kennen. 

Jugend forscht 2022

Die »Stiftung Jugend forscht e. V.« ruft junge Menschen mit Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik dazu auf, an der 57. Wettbewerbsrunde von »Jugend forscht« teilzunehmen. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende bis 21 Jahre können sich bis zum 30. November 2021 mit ihrem Forschungsprojekt zum Jahresthema »Zufällig genial?« anmelden. Die Fragestellung ist frei wählbar, muss jedoch dem Fachgebiet Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik zugeordnet werden können. Die Teilnehmenden erwarten auf der Regional-, Landes- und Bundesebene des Wettbewerbs verschiedene Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über einer Million Euro.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen für Einsteiger

Hier lernen Jugendliche und andere Interessierte ohne Programmier-Erfahrung und technisches Hintergrund-Wissen, die Welt des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz zu verstehen. (…) Auch auf ethische Fragen beim Einsatz künstlicher Intelligenz sowie die Begrenzungen der Technologie maschinellen Lernens wird in dem vierwöchigen Gratis-Kurs eingegangen. 

Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen in der Praxis

Wir wollen das Basiswissen aus dem nebenstehenden Kurs  weiter vertiefen und ein Gefühl für die Chancen und Herausforderungen von Machine Learning Projekten in der Praxis vermitteln. Dafür betrachten wir mehrere konkrete Anwendungsfälle – unter anderem die Erkennung von Gebärdensprache aus Bildern und die Stimmungsanalyse von Zeitungsartikeln. 

KISS* - KI für Schülerinnen und Schüler

Künstliche Intelligenz weckt großen Hoffnungen aber auch viel Ängste. Ursache dafür ist häufig Unwissen über die dahinterliegenden Mechanismen.

KISS soll umfangreiches Material zum besseren Verständnis und zur Auseinandersetzung mit der wichtigen Zukunfts-technologie der Künstlichen Intelligenz in einem freien Online Education Tool (WordPress / H5P) bereit stellen.

 

Schlussbemerkung

Die Unterrichtsangebote sollen vor allem die stärkeren Schülerinnen und Schüler fördern helfen. Da sich die Beiträge – wie die Überschrift ja einleitend aussagt – auf MINT bezieht, will ich gerne noch abschließend auf den Blogbeitrag Bilder für Schulprojekte finden aus dem Jahr 2018 von @DerLinkshaender verweisen. Er ist noch immer aktuell wie ich finde, richtet sich vornehmlich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und geht auf das wichtige Thema Urheberrecht ein, ein alle interessierendes Thema:

Allen eine schöne Herbst(ferien)zeit!

Stay tuned!

Titelbildnachweis: coyot@pixabay

@Twitter: Sommer(pausen)lese

Zugunsten einer Entzerrung des Reiseverkehrs werden die Schul(sommer)ferien gestaffelt organisiert. Und damit sind die Twitterlehrkräfte unterschiedlich aktiv bzw. inaktiv. Dieser Artikel fasst die Beiträge unter verschiedenen Topics zusammen. Zum einen haben einige Kolleginnen und Kollegen Blog- bzw. Onlineartikel, zum anderen Fachtipps publiziert. Und es gibt wieder den Bereich „Kessel Buntes“, eben weil in den Tweets (und Threads) die ganze bunte Schulwelt angesprochen wird. Wer den nachgefragten Rückmeldungen nachfolgen will: Einfach auf das blaue Vögelchen (Twitter-Icon) klicken, man wird dann automatisch auf den Tweet/ Thread geleitet, den man auch ohne Twitteranmeldung lesen kann.

Let’s dive in…

#NewNormal

Hoffentlich nicht dem Sommerloch geschuldet, sind einige lesenswerte Artikel in Blogs und/oder Zeitschriften veröffentlicht worden:

  • Projekte statt Schulfächer. Ein Artikel von @vedducation in ZEIT Online
  • Einige Schulen haben Corona genutzt, um sich zu verändern. Die Oberschule in Berenbostel versucht einen radikalen Neuanfang – mit “themenorientiertem Lernen”, kurz: Theo.

  • Projektlernen in einer zeitgemäßen Prüfungskultur: Das GLAS-Projekt. Ein Beitrag von @adriane_langela und @ChrisAlbrecht01
  • Zeitgemäße Bildung sollte laut Adriane Langela-Bickenbach und Christian Albrecht mit einer veränderten Prüfungskultur an der Schule einhergehen. Mit dem GLAS-Projekt haben sie versucht, Prüfungen an digitale Transformationsprozesse anzupassen.

  • Lerntagebücher und Logbücher – Reflexion, Bewertung und Dokumentation des eigenen Lernprozesses – Jahrgangsorientierte Ansätze des ISB Bayern (@ISB_Bayern)
  • Das selbstgesteuerte Lernen sowie die Lernwegsreflexion sind zwei entscheidende Pfeiler im Unterricht der Ganztagsschule: Lernende planen, reflektieren und beschreiben in Begleitung mit Lehrkräften und dem pädagogischen Personal im Ganztag in regelmäßigen Abständen ihren individuellen Lernprozess und erhalten somit einen Überblick über Lernerfolge und Lernaufgaben. Diese Art des Lernens wirkt sich positiv auf die Resilienz, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie die Fähigkeit, in zunehmendem Maße eigene Lernprozesse steuern zu können, aus.

    Genau diese Aspekte werden durch die Arbeit mit Lerntagebüchern und Logbüchern umgesetzt, indem sich die Schülerinnen und Schüler aktiv mit dem eigenen Lernen auseinandersetzen und Verantwortung dafür übernehmen. Dies unterstützt und begleitet in hohem Maße einen am Konstruktivismus orientierten Lernbegriff und damit verbunden einen kompetenzorientierten Unterricht.

  • Machine Learning in der Schule. Eine praxisorientierte Einführung in künstliche neuronale Netze, Gesichtserkennung und Co. von Dr. Daniel Janssen (Gymnasium Dionysianum, Rheine) via @SonS_D
  • Mit diesem in der Praxis erprobten Unterrichtsmaterial möchten wir zeigen, wie Sie Ihren Schülerinnen und Schülern komplexe Inhalte des maschinellen Lernens verständlich näherbringen. Als Teilgebiet künstlicher Intelligenz hält damit ein hochaktuelles und gesellschaftsrelevantes Thema im Klassenzimmer Einzug. (Auszug aus dem Vorwort)

Fachdidaktik

  •  Fachdidaktische Aspekte des Chemieunterrichts. „Internes Arbeitsmaterial“ von Dr. Annette Geuther via @_DigitalWriter_
  • Das vorliegende Arbeitsmaterial ist Werkzeug für die Planung, Durchführung, Nachbereitung, Hospitation und Reflexion von Chemieunterricht. So, wie bei anderem Handwerkzeug auch, setzt seine erfolgreiche Anwendung einen planvollen, schöpferischen und ideenreichen Einsatz voraus. Da es sich hierbei um eine „Grundausstattung“ handelt, ist es unbenommen, dass sich bestimmte Arbeiten mit „Spezialwerkzeug“ eleganter erledigen lassen. Sich darüber hinaus noch mit möglichst viel maßgeschneidertem „Zubehör“ auszurüsten, ist der Nachnutzerin und dem Nachnutzer dringend zu empfehlen.

  • LUIGILeichter Urteilen Im Geschichtsunterricht vom @_IQSH
  • Handreichung mit Tipps und Hinweisen für Lehrkräfte zum Einsatz der App im Unterricht. Die vorliegende Broschüre gibt Tipps und Hinweise für Lehrkräfte, welche die gleichnamige App in ihrem Unterricht einsetzen. In der Broschüre wird gezeigt, was die App leisten kann. Sie verdeutlicht sehr fundiert den hohen Stellenwert der Urteilsbildung im Geschichtsunterricht, geht auf die Unterscheidung zwischen Sach- und Werturteil und auf die wichtige Verknüpfung mit einer durchgängigen Sprachbildung ein. Sehr praxisorientiert werden technische Fragen rund um die Nutzung der App beantwortet und der Aufbau sowie die Funktionen detailliert beschrieben. Es folgen konkrete Beispiele für den Einsatz von LUIGI im Geschichtsunterricht.

  • RECHTSEXTREMISMUS ALS UNTERRICHTSTHEMA vom LMZ Baden Württemberg (@lmz_bw)

  • Wie können Sie Schülerinnen und Schülern erklären, wie rechtsextreme Gruppen und ihre Propaganda funktionieren? Um das Thema Rechtsextremismus im Unterricht aufzubereiten, finden Sie hier vielfältige Materialien, die sich je nach Material als Impuls für Diskussionen, komplette Unterrichtsreihe oder Hausaufgabe eignen. Via Musik, Themenheft oder Handyspiel beschäftigen sich die Schüler/-innen mit dem rechtsextremen Weltbild, mit Antisemitismus, Rassismus und rechtem Terror. In der Mediensammlung finden Sie Unterrichtsmaterial, Videos, Podcasts und mehr.

  • Diklusion im Schulamt Soest von Dr. Lea Schulz (@Leschi3000)
  • Vor einiger Zeit durfte ich im Schulamt Soest eine Online-Fortbildungsreihe zum Thema Diklusion anbieten. Die Kolleg:innen haben sich in sechs verschiedenen Veranstaltungen mit den Themen Individualisierung, Lernstandsmessung, Lehren mit Medien und Kollaboration innerhalb der Fächer Deutsch, Mathe und Englisch befasst – in der Grundschule und in der Sekundarstufe 1. Die fleißigen Kolleg:innen des Schulamts waren so freundlich und haben die vorgestellten Apps aus den unterschiedlichen diklusiven Lernszenarien zusammengestellt und ich darf sie euch allen zur Verfügung stellen. 

Digitale Tools

  • Eine Übersicht, zusammengestellt von @dkjs_bildung
  • Das Internet ist reich an Tool-Tipps mit denen Distanzunterricht unterstützt sowie Präsenzunterricht zeitgemäß gestaltet werden können. Gleichzeitig sind die Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien in der Schule vielfältig und zahlreich. Abhängig von den technischen Voraussetzungen, den zur Verfügung stehenden Ressourcen und der eigenen Kompetenz können Lehrkräfte eine große Bandbreite digitaler Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler fördern und Lernsetting zeitgemäß gestalten.

    Um Sie dabei zu unterstützen, sich einen Überblick zu verschaffen und gezielt nach Informationen zu suchen, stellt das bildung.digital-Redaktionsteam auf dieser Seite Wissen, Tipps und Links nach Kategorien sortiert zusammen.

    In unserer Liste finden Sie Tools, die von den bildung.digital -Netzwerkschulen in der Schulpraxis bereits rege angewendet werden, während unserer Netzwerktreffen vor- und auf die Probe gestellt wurden oder die wir als besonders hilfreich für die Schulpraxis erachten. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert und erweitert. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt sie allerdings nicht.

    Bitte prüfen Sie an Ihrer Schule bzw. in Ihrem Bundesland, welche Apps und Tools mit den jeweiligen Datenschutzbestimmungen konform sind und in Ihrem Schulalltag eingesetzt werden können.

  • App des Monats von und mit @Uni_Wuppertal
  • In der App des Monats werden jeden Monat in einem Steckbrief ausgewählte, kostenlose Apps oder Programme vorgestellt, die für den Einsatz im Chemieunterricht oder der chemiedidaktischen Lehre interessant sind. Anhand von Beispielen aus unserer eigenen Forschung und Lehre werden der Zugang zur App, die wichtigsten Funktionen und Einsatzmöglichkeiten im Unterricht kurz zusammengefasst.

    Kommentar: Die Empfehlungen sind nicht nur für den Chemieunterricht geeignet.

 

Digitale Tools für den Englischunterricht

Christina Stiehler (@mme_leprof) hat in ihrem Beitrag „Digital Tools for TEFL – How to use digital tools for teaching & learning English“ einen Basisüberblick ihrer derzeitigen Lieblingsapps zum Lernen der Fertigkeiten im Englischunterricht zusammengestellt. Sie schreibt:  Diese nutze ich am häufigsten und habe auch von den Lernenden die besten Rückmeldungen bekommen. Ich habe bewusst den Ausdruck „Lernen“ gewählt, weil zur Planung, Vorbereitung und Interaktion dessen die aktive Auseinandersetzung mit Lerninhaltennötig ist, um sie sich dauerhaft anzueignen. Das kann ein individualisierter oder kollaborativer Prozess sein, dessen Ziel die Interaktion mit der realen Welt ist, miteinander und mit dem Wissen und den Fähigkeiten, die wir besitzen, die wir teilen können und mit denen wir uns gegenseitig unterstützen beim Lernen. Dabei können digitale Werkzeuge EIN Weg sein, die Art und Weise der Lernwege zu verändern. Sie können Einfluss darauf haben, wie wir interagieren, einander zuhören und uns respektieren, auf dem Weg in eine nachhaltige und inklusive Schule und das lebenslange Lernen.

Christina Stiehler hat verschiedene Dateiformate zur Verfügung gestellt. Super, dass zwei Versionen zur Verfügung stehen, die gemäß cc 4.0 BY verändert werden können:

Digital tools TEFL_für Speicherwolke (PDF-Format)

Digital tools TEFL_für Speicherwolke (DOCX-Format)

Digital tools TEFL_für Speicherwolke (ODT-Format)

Ein weiterer Tipp – hier für die GOS – kommt von:

Wird ein Pass für die Lernreise benötigt? Dazu ein Tipp von @uhl_edu:

Na klar, nun fehlt noch der Stempel. Auch dafür gibt es – natürlich – Lösungen:

 

Podcast, OER, iPad, Scrum

 

Podcast: Tools, Canvas & Co. von @ml_liftenegger:

Und wer eine Liste mit Podcastempfehlungen sucht:

OER …

Das iPad …

Englischsprachig der nächste Tipp, Schulenglischkenntnissen sollten reichen….

Scrum

Und wer Anleitungen sucht, wird vielleicht in diesem Thread fündig:

Ein Kessel Buntes ...

Schlussbemerkung

Es beginnt nun auch wieder die Zeit der online angebotenen Fortbildungskurse. Auch heute wieder einige Tipps:

Wie kann ein schulinternes pädagogisches und technisches Unterstützungsangebot organisiert werden? Hier eine mehr als beeindruckende Antwort:

Das war sie nun, meine Tour d’Horizon durch die Beiträge @Bot_TwLehrerZ. Mich beeindruckt immer wieder das Interesse an Gedankenaustausch, wie im Bild oben von Aaron Hogan treffend gezeichnet.

Kaum zu glauben: #twlz, #twitterlehrerzimmer, #edupnx können auch Urlaub, wetten? Guckst Du hier:

 

In diesem Sinne

Stay tuned

Bildnachweis: Aaron Hogan @https://twitter.com/woodard_julie/status/1426869586247528457/photo/1