#NewNormal: Podcast

Die Monate Mai und Juni werden gerne genutzt, um mit Schülerinnen und Schülern in einen Projektunterricht einzusteigen. Für mich war die (fast) notenfreie Unterrichtszeit die spannendste im gesamten Schuljahr. Weil Schülerinnen und Schüler mehr in Eigenverantwortung in Themenauswahl und deren Gestaltung kamen, weil wir Lehrkräfte in Zusammenarbeit kamen und etwas ausprobieren konnten. Darum soll es nun gehen: mit Schülerinnen und Schülern über einen längeren Zeitraum und ohne Notendruckvorgabe produktiv, kreativ und, und, und zu werden.

Und was eignet sich mehr dazu als das Thema „Podcast(ing)“? Wenn man so in Wäldern, auf Spazierwegen unterwegs ist, sieht man viele mit In-Ear-Kopfhörer rumlaufen. Nicht immer wird dabei Musik eingespielt.

Was ist eigentlich ein Podcast1?

Der Begriff Podcast setzt sich zusammen aus Pod von iPod (MP3-Player von Apple) und Cast von Broadcast (Rundfunk). Bei manchen Erklärungen steht das „Pod“ auch für die Abkürzung „play on demand“. Auch wenn wohl fast jeder das Wort „Podcast“ schon einmal gehört hat und spätestens seit dem „Coronavirus-Update“ mit dem Virologen Christian Drosten Podcasting zum Massenmedium geworden ist, gibt es immer noch Unwissenheit und Missverständnisse in Bezug auf dieses Medium.

Für einen ersten Eindruck unterrichtlicher Einsatzszenarien, hier einige Praxisbeiträge aus dem Edutwitter:

Musik (Klasse 13)

 
Constantin Müller (@herr_muellerHH), Deutsch und Musiklehrer in Hamburg:

Mein Musikkurs 13 schreibt gerade eine Klausur (Podcast-Analyse): Sie schreiben am PC, hören den Podcast bei Spotify und benutzen einen gemeinsam erstellten Analyseleitfaden. Aufregend. Ich habe das ganze Projekt (ohne Schülerergebnisse auf diesem Padlet zugänglich gemacht. Klont und nutzt es gerne.

Game Based Podcast

Game Based ist ein Podcast der sich mit dem Thema Gaming in Verbindung mit pädagogischen und sozialen Aspekten befasst. Die redaktionelle Arbeit wird durch Medienpädagog*innen der ComputerSpielSchule Stuttgart durchgeführt. Angelehnt an Themen, die auf der “Games im Unterricht”-Plattform der LFK behandelt werden, befasst sich der Podcast mit der kulturellen Bedeutung von Videospielen insbesondere den Potenzialen von Games für die Bildung.

Podcasting im FS- Unterricht

 
Kompetenzvermittlung at its best:

In dieser Unterrichtsreihe sollen Partnerklassen eigene französische Podcasts erstellen und sich darin mündlich über für sie relevante Themen austauschen. Damit werden Hör- und Sprachkompetenzen sowie der Umgang mit zielsprachigen Dokumenten nachhaltig gefördert. Die Arbeit mit Podcasts steigert die Motivation nicht nur aufgrund der Einbindung der digitalen Medien in den Unterricht. Felix G. Lund (@LundLundfelix)

Und wer jetzt Lust bekommen hat, im Unterricht, für die Schule einen eigenen Podcast zu gestalten, hier eine Zusammenstellung von Einstiegslinks:

Für eine Vertiefung eignen sich:

Und hier nun einige Podcasts, in denen Lehrkräfte ihre Mindsets vorstellen (um dem Link zu folgen, einfach aus das blaue Twittericon klicken):
 

Darüber hinaus bieten die Beiträge

weiterführende Einblicke und Ideen in Nutzungspotenziale von Podcasts..

Und, last but not least: Wer eine Liste mit Podcastempfehlungen sucht:

     

    … Stay tuned …

    Bildnachweis: florantevaldez @Pixabay

    MINT – interessant gestalten (viii)

    Anfang des Jahres hat Prof. Klemm in den MINT Fächern ein Lehrkräftemangel „in einem dramatischen Ausmaß“ prognostiziert. „Eine Analyse für Nordrhein-Westfalen, die auf die übrigen Bundesländer tendenziell übertragbar ist, hat gezeigt, dass 2030 nur für ein Drittel der Stellen für MINT-Lehrkräfte, die dann neu besetzt werden müssen, neu ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer verfügbar sein werden.“[1]https://www.welt.de/politik/deutschland/plus236447613/Schulen-So-hart-trifft-der-Lehrermangel-Deutschland.html

    Zum einen liegt es sicher daran, dass die Kultusministerkonferenz wiederholt den Bedarf falsch einschätzt (vgl. etwa die Bertelsmann-Studie aus dem Jahr 2018). Zum anderen treffen die (wenigen) MINT-Studierenden nach Abschluss ihres Studiums auf ein breites Berufsangebot. Was not tut, ist neben einer Anreizschaffung des MINT-Lehramts eine Werbung für ein MINT-Studium durch Interesse fördernde Unterrichtsangebote. Nachdem ich über „Erfolgsformeln – Anwendungen in Mathematik“ informiert habe, geht es nun um den Chemieunterricht.

    Didaktik der Chemie

     

    In der Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Verena Pietzner forschen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an aktuellen und zukünftigen Schlüsselproblemen des Chemieunterrichts. In enger Kooperation zwischen Forscherinnen und Forschern, Studierenden, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern entstehen neue Erkenntnisse für die zukünftigen Chancen und Herausforderungen des Chemieunterrichts.

    Aktuelle Arbeitsgebiete und Projekte der AG Chemiedidaktik sind u. a.:

    • Citizen Science
    • Lebensmittelchemie in der Schule
    • Sprachsensibler Chemieunterricht
    • Strukturelle Analyse der LehrerInnenbildung
    • Digitalisierung
    • Berufsorientierung

    Die Schülerlabore ChemOL und ChemOL2 bieten Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern u.a. Einblicke in aktuelle Arbeitsgebiete der Chemiedidaktik.

     

    Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Videos sind im Rahmen eines Projektseminars mit Lehramtsstudierenden der Chemie entstanden. Die Videos richten sich an Chemielehrer*innen und Schüler*innen, um diese auch bei einem außerunterrichtlichen Einsatz (Blended Learning) zu unterstützen. Die Videos und Materialien dürfen im Sinne von OER (Open Education Resources) frei verwendet werden. Die Experimente sind so konzipiert, dass diese zu Hause mit Alltagsmaterialien durchgeführt werden können.
     

     
    Wer sich einmal mit Lernchancen via AR auseinandersetzen möchte, der/dem empfehle ich der Einladung von Melanie Ripsam (Chemiedidaktik der TUM) zu folgen:

    Sie hat kürzlich via Twitter ihr Interesse an weiteren Probanden erneuert. Interessierende melden sich am besten direkt bei Melanie.
     

    Publikation

     

    Abstrakt:

    Interesse ist ein wichtiges unterrichtliches Ziel und positiv mit weiteren Konstrukten wie Leistung und Selbstkonzept assoziiert. Eine Abnahme des Interesses von Lernenden in den Naturwissenschaften allgemein und insbesondere im Chemieunterricht über den Verlauf der Sekundarstufe wurde wiederholt festgestellt. Um Interesse im Schulkontext zu fördern, bietet sich gemäß des Vier-Phasen-Modells der Interessenentwicklung insbesondere das zeitlich instabile situationale Interesse an. Die Befundlage zu möglichen Triggern für situationales Interesse ist sehr vielfältig, jedoch teilweise uneindeutig. Zudem werden bislang in den Untersuchungen zum situationalen Interesse zentrale Qualitäts- und Gestaltungsmerkmale von Unterricht wie die Klassenführung oder Unterrichtsphasierung nicht systematisch berücksichtigt. Dieses Desiderat adressiert die vorliegende Beobachtungsstudie im Fach Chemie, indem sie den Zusammenhang zwischen Unterrichtsqualität sowie -gestaltung mit dem situationalen Interesse von Lernenden der Sekundarstufe I mittels einer Mehrebenenanalyse untersucht. Die Ergebnisse bestätigen empirisch, dass in der vorliegenden Studie praktische Erarbeitungsphasen in positiver Relation zum situationalen Interesse der Lernenden stehen, während theoretische Erarbeitungsphasen damit negativ verknüpft sind. Einstiegs- und Sicherungsphasen weisen keinen systematischen Zusammenhang mit dem situationalen Interesse auf. Im Bereich der Unterrichtsqualität zeigen sich negative Zusammenhänge zwischen dem situationalen Interesse und Klassenmanagement bzw. Verständnisorientierung, während zwischen dem situationalen Interesse und Strukturierung bzw. Förderung positive Zusammenhänge festgestellt wurden. Mögliche Ursachen sowie Implikationen für Forschung und Praxis werden diskutiert.

     

    Darüber hinaus empfehle ich noch die Materialien von MINTec. Der Verein „kümmert“ sich – wie der Name bereits andeutet – um unterrichtliche Innovation in den naturwissenschaftlichen Fächern. Mit Fokus auf Chemie sind hier in Zusammenarbeit mit der EVONIK Industries AG eine Materialsammlung entstanden, die mit den jeweiligen Schwerpunkten bundesweit in allen Schulen nutzbar ist. Dabei handelt es sich um Kernelemente des Chemieunterrichts, die für jeden weiteren beruflichen Weg im Feld der Chemie essentiell sind.

    Abschließend noch ein Tipp an diejenigen unter Ihnen, die interdisziplinär und vor allem fächerübergreifend denken und arbeiten:

    Erneut zeigt sich in diesem Beitrag der Mehrwert einer kollegialen Vernetzung in den sozialen Netzwerken …

    … Stay tuned …

    Update (22.05.22): Tipp aus BZT092: App, die chemische Experimente nachbaut

    Bildnachweis: PublicDomainPictures @Pixabay

    Mastodon: Meine ersten Erfahrungen

    Auch schon etwas von diesem 🐘 gehört? Nein? Ich bis vor Kurzem auch nicht. Dabei gibt es den in den letzten Tagen so häufig genannten Dienst schon seit sechs Jahren. Und, man glaubt es nicht, die Idee und Umsetzung dieses Netzwerks kommt aus Deutschland. Genauer aus Jena, durch die von Eugen Rochko 2016 gegründete gleichnamige gGmbH. Unter seiner Leitung hat die Firma die Software mit seinem Quelltext unter der GNU Affero General Public License zur Verfügung gestellt.

    Was hat es nun mit der OpenSource-Alternative zu Twitter auf sich? Hier einige Links, die den Dienst näher vorstellen:

    Vielleicht geht es Ihnen nun wie mir vor einigen Tagen: Haben!

    Die ersten Schritte

     
    Ich habe mich an dem Blogbeitrag von Nele Hirsch orientiert und bin – als #twlz-Aktivist – zunächst ihrer Empfehlung gefolgt, die Instanz bildung.social zu wählen.
    Registrieren und dann beginnt die Handarbeit. Denn: Man darf (noch) nicht den Komfort von Twitter & Co. erwarten. Mich hat die Einrichtung an meine damaligen Usenet-Zeiten erinnert. Aber auch das haben wir ja geschafft. Also weiter gehts:

        • Recht schnell umgesetzt ist die eigene Profilbeschreibung. Erklärungsbedürftig sind sicher die Tabellenfelder. Sie dienen der weiteren Eigenschreibung, etwa zur Linken mit z. B. Mein Blog, Pronouns, … und zur Rechten mit https://…, he/him, … Die Verifizierungsoption hat sich dagegen mir noch nicht erschlossen …
        • Wie nun z. B. Teilnehmer*innen aus dem #twlz suchen? Viele Edutwitter*innen haben in den letzten Tagen ihren Profilnamen mit der sogenannten Fediverse-Adresse gefüttert. Meine heißt z. B. @m_drabe@bildung.social, Neles lautet ebildungslabor@digitalcourage.social. Nele hat zur Suche ein kurzes Video erstellt:

     

      • Bleiben noch Hashtags. Hier empfehle ich zunächst #neuhier und #FediLZ (als das Äquivalent zu #twlz). Bezüglich der Einrichtung hat mich der Tipp von Steffen Voß (@kaffeeringe@social.tchncs.de) weitergebracht. Er schreibt: Im Browser
        • 👉 Einstellungen/Aussehen
        • 👉 Häkchen bei “Fortgeschrittene Benutzeroberfläche benutzen” – Dann sieht es aus wie bei #Tweetdeck, wenn Du das kennst.
        • 👉 Du klickst auf ein Tag
        • 👉 Das öffnet sich in der rechten Spalte. Da klickst Du oben auf die “Einstellungen” und dann auf “Anheften”.
        • 👉 Das macht das Hashtag in einer neuen Spalte auf. Wenn Du da oben auf die Einstellungen klickst, kannst Du weitere Hashtags hinzufügen.
      • Falls Sie auf Twitter unterwegs sind, fragen Sie sich bestimmt, ob man Tweets/Toots crossgepostet bekommt (so nennt man das, wenn Tweets aus Twitter ins Fediverse geschickt werden und vice versa)? Und, ja! Einfach das  Tool „Mastadon Twitter Crossposter“ aufrufen. Geben Sie sich beiden Dienste zu erkennen, und – da noch nichts eingerichtet ist – bewegen Sie die beiden Schieberegler nach rechts („grün“). Damit werden Tweets und Toots gecrosspostet, nicht jedoch RT, Replies, o. ä. Auch das lässt sich wohl einstellen, entspricht jedoch nicht meinem Workflow. Hier noch einmal eine videografierte Erläuterung:

       

      • Übrigens: Wenn man Probleme mit einer Instanz hat, kann man jederzeit in eine andere Instanz umziehen. Allerdings gehen dann die eigenen Beiträge flöten …

       

      So, und dann kann es erst einmal losgehen.

      Wer sich noch weiter reinfuchsen will, dem empfehle ich: Was Du (als Twitterer) über Mastodon wissen solltest. Apropos Edutwitter: Nele Hirsch hat nicht nur „Erste Schritte“ gebloggt, sondern – ganz frisch aus ihrer Bloggerpresse –  eine Einladung ausgesprochen: Liebe neugierige, offene und lernende Menschen – kommt ins Fediverse zu Mastodon!

      Darüber hinaus eröffnet der Artikel „Lernsachen-trotet-jetzt-mit-mastodon-auf-einem-raspberry-pi-und-du-kannst-mitmachen“ von Thomas Moch einige Perspektiven auch im direkten schulischen Umfeld, z. B.: Im regionalen Netzwerk einen Makerraum aufbauen und sich dabei mit :raspi: und #fediverse vernetzen …

      Meine ersten Erfahrungen, inhaltlich wie kommunikativ sind positiv und machen Lust auf mehr. Ich werde, wie vermutlich viele der neuen Fediverse-Zugänge, Edutwitter nicht aufgeben. Wie Nele bin ich gespannt, ob mit der im Fediverse nicht über Likes/ Retweets gesteuerten Diskussionskultur eine bessere, weil konstruktivere und weniger Empörungs-geleitete Form der Kommunikation gelingt.

      … Stay tuned …

      Titelbild: @https://mastodon.social/about

      Fortbildung: Woher nehmen, wenn nicht stehlen …

      Anfang April hat das Zentrum für digitale Lernwelten den 4. Medienfachtag abgehalten. Es wurden Fragestellungen rund um das Thema Agilität in der Bildung und was das für die Unterrichtspraxis bedeutet, diskutiert. Über 28 Workshop-Angebote standen den Teilnehmenden aus allen Schulformen und -stufen zur Verfügung und boten vielfältige Möglichkeiten, die individuelle Expertise rund um digitale Transformationsprozesse zu erweitern bzw. zu vertiefen. Ich selbst war mit einem Vortrag zu „Schule 5.0“ dabei, in dem ich das Constructive Alignmentmodell vorgestellt und unterrichtsnah konkretisiert habe. Es ging darüber hinaus um fächer-, klassen- und jahrgangsübergreifende Unterrichtsprojekte und Schulangebote und im anschließenden Workshop um die Frage, wie ein geeignetes Fortbildungskonzept aussehen könne.

      Mittlerweile habe ich das Feedback ausgewertet. Übereinstimmender Tenor: Das Kultusministerium möge

      • mit einer landesweiten Initiative aktiv werden und
      • ein Arbeitszeitmodell einführen, das die schulinterne Fortbildung vor Ort ermöglicht.

      Auf diese beiden Forderungen gehe ich in diesem Beitrag ein.

      Landesinitiative a lá Hessen (2007 - 2014)

      Im Rahmen des hessischen Unterstützungsprogramms „Kompetenzorientiert unterrichten – Bildungsstandards nutzen“ wurden Lehrkräfte über einen längeren Zeitraum fortgebildet. Es gab vier Teilprojekte „Kompetenzorientiert unterrichten“ in

      • Mathematik und Naturwissenschaften (KUMN),
      • Neue Sprachen,
      • Deutsch und in der
      • Grundschule.

      Ziel war, dem pädagogischen Personal Wege aufzuzeigen, wie das landesweit gültige Kerncurriculum zu einem schulinternen Curriculum weiterentwickelt werden kann. Das Bild

       

       

      deutet an, wie wir seinerzeit in Hessen vorgegangen sind:

      • Mit einem zweijährigen, von Expert*innen getragenen Fortbildungsangebot,
      • mit einer professionellen Prozessbegleitung,
      • mit der Organisation von regionalem Austausch (Schulmessen) und
      • mit Publikationen analog (Zeitschrift BildungBewegt) und digital (kou-hessen).

      Ich habe auf dem Workshop eine Adaption mit Fokus auf Schule in der digitalen Welt vorgestellt. Auch mit Überlegungen, wie eine Schulleitung, eine Steuergruppe agieren kann, wenn (noch) keine Landesinitiative angeboten wird. Nachzulesen in meinem Band 4 bzw. in einer videografierten Variante.

      Die Teilnehmer*innen des Workshops bestätigten in einer ersten Stellungnahme und im anschließenden Feedback die Sinnhaftigkeit eines solchen Angebots. Und forderten darüber hinaus eine Entlastung bei der Organisation und Durchführung dieser Fortbildungsinitiative.

       

      Entlastung durch „Dreimal fünf Prozent“ ...

      Ich hatte bisher immer auf die Einführung eines Arbeitszeitmodell gesetzt, das – wie in Betrieben und Unternehmen üblich – Fort- und Weiterbildung als zeitlich zu berücksichtigenden Bestandteil der eigenen Professionalisierung berücksichtigt. Das scheint aber nicht umsetzbar zu sein, warum auch immer. Vielleicht (?) die Vorschläge von Prof. Bewyl von der FH NW Schweiz, die er kürzlich in einem ZEIT Beitrag veröffentlicht hat[1]https://www.zeit.de/2022/16/schulbildung-hattie-studie-lehrkraefte-evaluation-lernerfolg:

      Ich nenne ihn “Dreimal fünf Prozent”:

      • Wir senken das Unterrichtsdeputat der Lehrkräfte um fünf Prozent, das setzt bis zu 80 Arbeitsstunden pro Jahr frei für kooperativ-datenbasierte Unterrichtsentwicklung.
      • Wir reduzieren die Unterrichtszeit, in der die ganze Klasse mit der Lehrkraft zusammen ist, um fünf Prozent. Die Schüler arbeiten selbstständig – je nach Alter und Fähigkeit in der Schule oder zu Hause. Damit ist die Deputatsreduktion kostenneutral.
      • steigt der Schuletat dauerhaft um real fünf Prozent.

      Diese Zusatzmittel werden investiert, um bei der circa fünfprozentigen zeitlichen Reduktion der „klassischen Schule“ die Wirksamkeit des Unterrichts zu steigern – und zwar durch Lehr-und Lernmethoden, die sich in Hatties Metastudien als hochwirksam erwiesen haben. Dazu gehören auch videobasierte Instruktionen, die mit schnellen (notenfreien) Tests und effektivem Lernfeedback kombiniert werden. Oder selbstgesteuerte Arbeit in leistungsähnlichen Gruppen, unterstützt durch fortgeschrittene Schüler. So kann erreicht werden, dass die schulischen Leistungen das heutige Niveau übertreffen.
       
      Was in Unternehmen und Hochschulen zunehmend als der Goldstandard effektiven Lernens gilt, kann sich damit auch in Schulen etablieren: Gelernt wird vermehrt selbstgesteuert und im Team. Unterstützt wird dies durch externe Experten wie durch spezialisierte Lehrkräfte: Denkbar wären die Expertin fürs Digitale, der Fachmann für die Evaluation, die Spezialistin für den klassenübergreifenden Fachunterricht. Gemeinsam verantworten die Lehrkräfte, welcher Stoff analog und welcher digital vermittelt wird, wann der Unterricht innerhalb und wann außerhalb des Klassenverbands stattfindet.
       
      All das wird nicht nur die Lernergebnisse verbessern, sondern auch den Lehrerberuf attraktiver machen. So viele Gewinnchancen – wer will da zögern?

      Ja, wer eigentlich …

      Stay tuned

      Deeper Learning – Eine Buchvorstellung

      Ich habe Deeper Learning auf der #KonfBD19 kennengelernt und auf schule digital vorgestellt. Nun hat die seinerzeitige Referentin Prof.’in Anne Sliwka mit ihrer Koautorin Jun.-Prof.’in Britta Klopsch nachgelegt und ein Buch veröffentlicht.

      Zunächst eine kurze Einordnung: Deeper Learning beschreibt eine Pädagogik, in der Lernende sich tief greifend mit Wissen auseinandersetzen und selbst Wissen generieren, indem sie es sowohl über instruktiv gesteuerte Prozesse der Aneignung als auch über selbstregulierte Prozesse der Ko-Konstruktion und Ko-Kreation verarbeiten. Nach einer Definition der Hewlett Foundation (2013) ist ein Deeper Learning immer dann gegeben, wenn die folgenden sechs Kriterien erfüllt sind[1]https://hewlett.org/wp-content/uploads/2016/08/Deeper_Learning_Defined__April_2013.pdf:

      1. Aneignung anspruchsvoller fachlicher Inhalte
      2. Entwicklung von Fähigkeiten zum kritischen Denken und Problemlösen
      3. Entwicklung der Fähigkeit zum kooperativen Arbeiten
      4. Einübung wirksamer Formen der mündlichen und schriftlichen Kommunikation
      5. Aneignung von Lernstrategien
      6. Entwicklung einer wissenschaftsorientierten Haltung

      Deeper Learning kann als eine „4K Skill-Implementierung” aufgefasst werden, einer Aneignung von Wissen einerseits und der vier Kompetenzen Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität andererseits. Das vielversprechende Unterrichtsmodell versteht sich als Prozess von Instruktion, Ko- Konstruktion und Präsentation.

      Buchvorstellung

      Der Beltz-Verlag stellt das Buch so vor:

      Deeper Learning beschreibt eine innovative Pädagogik, durch die Schülerinnen und Schüler im Kontext der Digitalisierung von passiven Wissensempfängern zu aktiven Gestaltern ihres Lernens werden. Das Buch erklärt die lerntheoretischen Hintergründe des Deeper Learning durch anschauliche Texte, Grafiken und Beispiele. Ein für den deutschen Kulturraum entwickeltes Modell von Deeper Learning knüpft an die bestehende Schulpraxis an und denkt diese konsequent mit den Möglichkeiten und Chancen des 21. Jahrhunderts weiter: Nach einer ersten Phase der Wissensaneignung auf unterschiedlichen Kanälen arbeiten Schülerinnen und Schüler in einer zweiten Phase ko-konstruktiv und ko-kreativ, um dann in der dritten Phase authentische Leistungen zu zeigen, die nicht nur im Klassenzimmer sichtbar werden, sondern darüber hinaus die Lebenswelt mitgestalten. So entwickeln die Lernenden nicht nur Agency, sondern auch die 21st Century Skills Kommunikation, Kollaboration, kritisches Denken und Kreativität.

      Die beiden Autorinnen führen theoretisch, praktisch und vor allem evidenzbasiert in das im nordamerikanischen Sprachraum etablierte Lehr- Lernkonzept ein. So berichten sie über erste empirische Befunde zu Deeper Learning, die auf positive Effekte bezüglich folgender Kompetenzen hinweisen:

      • kognitive Kompetenzen, wie das Beherrschen von akademischem Wissen und komplexen Problemlosestrategien
      • interpersonelle Kompetenzen, wie die Fähigkeit zu kooperieren und zu kommunizieren
      • intrapersonelle Kompetenzen in den Bereichen akademisches Selbstkonzept, Lernmotivation, Durchhaltevermögen und Lernstrategien

      Was das Buch darüber hinaus auszeichnet, ist die Einordnung von Deeper Learning als Blaupause von gutem Unterricht. Vor allem die Hinweise und Tipps zur kognitiven Aktivierung bereiten den Boden für eine ins Auge gefasste Implementierung des Modells. Die beiden Autorinnen empfehlen u. a.:

      Zweierlei kann den Einstieg ins Deeper Learning dabei deutlich erleichtern. Zunächst sollten Lehrkräfte dazu bereit sein, zusammenzuarbeiten, um sich gemeinsam der Aufgabe zu stellen, anspruchsvolle Lernprozesse, deren Ausgang nicht bis ins letzte Detail geplant werden kann, zu ermöglichen. Die gemeinsame Arbeit kann dazu führen, schon in der Vorbereitung kreativ Ideen zu entwickeln, auf die einzelne Lehrkräfte allein gar nicht gekommen wären. Dieser Prozess lässt zu, dass unterschiedliche Lehrkräfte ihre persönlichen Stärken und Interessen in einen gemeinsamen Gestaltungsprozess einbringen. Es gilt dabei, die Schülerinnen und Schüler und ihre Interessen, Bedürfnisse und Potenziale in den Blick zu nehmen. Wie kann ein Lernen gelingen, bei dem sie engagiert sind, eigene Zugänge zum Wissen der Welt entdecken und das Potenzial, das in ihnen steckt, ausschöpfen?

      und warten mit umfangreichen Tipps und Praxisbeispielen zu:

      • Mathematik Klasse 10: »Exponentialfunktionen«
      • Englisch Klasse 8: »Australien«
      • MINT-Fächer Klasse 9: »Klimawandel«
      • Gesellschaftswissenschaften, Sprachen, Mathematik Klasse 11: »Soziale Ungleichheit – sozialer Zusammenhalt«

      auf. Die Roadmap im Abschlusskapitel sorgt für Orientierung und eine gelungene Übersicht für interessierte Schul- und Unterrichtsentwickler*innen einer Schule. Fortbilder*innen erhalten eine sehr gute Unterstützung, ihre Veranstaltungen um vielfältige Einblicke in das Modell zu bereichern.

      Eine klare Leseempfehlung für diejenigen Pädagog*innen, die einen innovativen Unterrichtsansatz näher kennenlernen wollen und darüber hinaus eine Anleitung für erste Schritte einer konkreten Umsetzung erhalten.

      Stay tuned

      Buch- und Lesetipps (1. Quartal 2022)

      Es ist wieder so weit. Auch in diesem Quartal des Jahres sind eine Reihe von Veröffentlichungen entstanden, die sich mit dem Thema Schule in der digitalen Welt unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen. Online wie Print, #OpenAccess wie #OER. Die Auswahl richtet sich an diejenigen, die sich für die Weiterentwicklung von Lernkultur interessieren, insbesondere an:

      • Schulleitungen,
      • Lehrkräfte,
      • Hochschullehrende und last but not least:
      • Bildungspolitiker*innen.

      Bei den Edutwittertipps auf das blaue Twittericon klicken, um dem Tweet/Thread folgen zu können.

       

      Schule in der digitalen Welt: Unterrichtsmaterial

      Zwei Begriffe sorgen in der allgemeinen Bevölkerung und bei Finanzexperten für großes Unbehagen, wenn es um den Wert unseres Geldes geht: Inflation und Deflation. Aber was ist darunter zu verstehen? Und warum wird die Entwicklung der Preise stets genau im Auge behalten?

      Seit der Hyperinflation von 1923, als die Arbeiter ihren Lohn täglich mit Schubkarren nach Hause transportierten und ein Brötchen plötzlich 50 Millionen Mark kostete, ist die Stabilität der Preise ein Indikator mit Gruselpotenzial. Denn wenn das allgemeine Preisniveau deutlich aus den Fugen gerät, kann das eine Volkswirtschaft schwer belasten und einen erheblichen Wohlstandsverlust mit weitreichenden wirtschaftlichen, sozialen und auch politischen Konsequenzen nach sich ziehen.

      Doch wie entstehen Inflationen? Welche Auswirkungen machen sie so bedrohlich? Und warum sind stabile Preise für uns so wichtig? Mit diesen und weiteren Fragestellungen beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler in der vorliegenden Unterrichtseinheit.

      Darüber hinaus hat die Stiftung noch ein Video produziert: Die Inflationsrate – unterwegs mit einer Preisermittlerin

       

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      Wie können digitale Medien im MINT-Unterricht pädagogisch und didaktisch sinnvoll eingesetzt werden, um positive Effekte auf die Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern zu haben? Die unter dem Link gebündelten Unterrichtseinheiten für die Fächer Informatik, Mathematik und Physik zeigen beispielhaft auf, wie digitale Medien den MINT-Unterricht der Sekundarstufen bereichern können. Die Lernenden beschäftigen sich anhand von digitalen Lernumgebungen mit Themen wie der mathematischen Modellierung, Künstlicher Intelligenz, funktionalen Zusammenhängen oder Messunsicherheiten. Alle Unterrichtseinheiten verfügen über einen Stundenverlaufsplan, einen Link zur jeweiligen Lernumgebung und Kompetenz-Zuordnungen. Neben Fach-, Medien- und Sozialkompetenzen werden dabei auch zu erwerbende 21th-Century-Skills aufgeführt. Weiterhin weist jede Unterrichtseinheit im didaktisch-methodischen Kommentar digitale Kompetenzen aus, die Lehrende zur Umsetzung der Unterrichtseinheit benötigen.

      Die Beiträge sind im Rahmen des von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten Projekts “Die Zukunft des MINT-Lernens” entstanden. Das Dossier wird kontinuierlich um weitere Unterrichtseinheiten ergänzt.

      Ergänzung:

      Das

      zusammengestellt. Beides sehr empfehlenswert!

       

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      Datenschutz ist ein Thema, welches im Unterricht nicht immer so gut ankommt. Erfahren Sie heute von einem neuen Projekt zu Datenschutz, welches bei Ihren Schülerinnen und Schülern auf Interesse stoßen könnte.

      Privat-o-mat:Wie schütze ich meine Privatsphäre im Internet? Die Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart hat sich diese Frage in einem Forschungsprojekt gestellt. Der Privat-o-Mat hilft, meine Einstellung und mein persönliches Verhalten zum Thema Datenschutz zu reflektieren und besser zu verstehen, damit ich im digitalen Alltag ganz bewusst eigene Entscheidungen treffen kann.

      Ergänzung:

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        Schule in der digitalen Welt: Broschüren

        In der neuen Broschüre „Miterleben, wie Wissen entsteht. Mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht forschen“ zeigen Lehrkräfte, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Schülerinnen und Schüler, wie Forschen in den naturwissenschaftlichen Fächern gelingen kann.  Die Broschüre widmet sich den Fragen, die Lehrkräfte bei der Umsetzung des forschenden Lernens beschäftigen: Wie kann Forschen in die Unterrichtspraxis integriert werden? Wie finden Jugendliche ein Forschungsthema, das sie begeistert und ihren Forschergeist weckt? Wie unterstützen Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich im Forschungsprozess? 

         

           

           

          Schule in der digitalen Welt: Bücher (Open access)

             

             

            Schule in der digitalen Welt: Forschungsstand

             

            >>Es muss nicht jeder und jede ins Gymnasium, manche wären in einer Berufslehre besser aufgehoben. Die Berufsbildung braucht dringend leistungsstarke Jugendliche. <<

            Diese Argumentation ist richtig. Doch sie gilt vor allem für junge Menschen mit praxisorientierten Begabungen, die sich weniger für akademische Inhalte begeistern können oder die Matura (Schweizer Abiturformat, md) nur mit Ach und Krach hinkriegen. Gegenteiliges trifft für die nahezu vergessene Gruppe der intellektuell begabten und interessierten Heranwachsenden aus einfach gestellten Familien zu. Sie schaffen zu selten den Bildungsaufstieg ins Gymnasium. Solche Minoritäten hätten zwar das Potenzial für den Übertritt, bekommen aber kaum angemessene Gelegenheiten dazu.

            (…)

            Dieses Dossier widmet sich den Begabungs- und Talentreserven sowohl in der beruflichen Grundbildung als auch in den Gymnasien. Dabei geht es nicht um eine Erhöhung der gymnasialen Maturaquote, sondern um Überlegungen, wer ins Gymnasium gehört und wer eher in die Berufsbildung. Dafür gibt es verschiedene Gründe.
            Erstens sind manche junge Menschen vor allem im Gymnasium, um den Berufsentscheid aufzuschieben. Sie wissen nicht, was sie wollen und haben eigentlich kaum akademische Interessen. Zweitens setzt die Berufsbildung bei der Rekrutierung von Lernenden zu sehr auf hohe Schulabschlüsse und gute Noten und zu wenig auf unerkanntes Potenzial. Und drittens werden intellektuell begabte Kinder aus einfachen Sozialschichten sowie begabte
            Knaben zu häufig in die Berufsbildung abgelenkt, auch wenn sie akademische Interessen haben und eigentlich ins Gymnasium gehören würden.

            (…)

            Das vorliegende Dossier leistet einen Beitrag zu einer kritischen Diskussion der Thematik.

            Für den Mathematikunterricht der Sekundarstufen fehlt bisher eine detaillierte Einordnung von Augmented Reality (AR) aus mathematikdidaktischer Sicht. Das vorliegende Paper möchte einen Beitrag dazu leisten, diese Lücke zu schließen. Zentrale unterrichtsrelevante Aspekte wie ein angemessenes Bild von Mathematik einschließlich Modellieren, Begriffserwerb und das offene Aufgabenformat sind Ausgangspunkt der Untersuchung. Im Ergebnis zeigt sich, dass räumliches Veranschaulichen und die Einbindung von digitalen Inhalten in interaktive Arbeitsblätter wichtige Möglichkeiten darstellen. Darüber hinaus gibt es Chancen, insbesondere beim Thema Modellieren, aber auch Grenzen von AR im Mathematikunterricht.

            Ergänzung:

             

             

            Schule in der digitalen Welt: Schulleitung

            Die Unzufriedenheit mit der Politik geht bei jungen Menschen in Deutschland weit über die Tagespolitik hinaus. Das belegt eine Studie der Vodafone Stiftung Deutschland. Obwohl die Mehrheit der jungen Menschen (66 Prozent) ihre Generation als eine wahrnimmt, die politisch etwas verändern möchte, hat weniger als ein Drittel (29 Prozent) das Gefühl, Politik beeinflussen zu können. Drei Viertel (75 Prozent) erleben die deutsche Demokratie als zu
            schwerfällig, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu lösen. Vergleichbar hoch der Prozentsatz der 14- bis 24-Jährigen, die Anliegen und Interessen der jungen Generation von der Politik nicht ausreichend berücksichtigt sehen. Entsprechend pessimistisch blicken junge Menschen nach vorne: 86 Prozent machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Nur acht Prozent haben die Hoffnung, dass es ihren Kindern einmal besser gehen wird als ihnen. Sehr bedenklich auch der Befund, dass gerade einmal die Hälfte der Befragten zufrieden damit ist, wie die Demokratie in Deutschland funktioniert. 

            In der Studie wurden übrigens junge, im aktuellen Bundestag vertretene Abgeordnete nach ihren Eindrücken und den Konsequenzen aus den Ergebnissen befragt. Viele Allgemeinplätze, nichts Konkretes … typische und bekannte Politiker*innenstatements … schade, Chance vertan … 

            Deutschland braucht eine „neue Kultur des Lernens”, damit Schulen zukunftssicher werden. Zu diesem Schluss kommt die repräsentative Schulleitungsstudie des FiBS Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie aus Berlin im Auftrag von Cornelsen. So ist für 82 Prozent der Erfüllung die gebundene Ganztagsschule das Modell der Zukunft, das ganz wesentlich zur Chancengleichheit in der Bildung beitragen kann.

            Die Cornelsen Schulleitungsstudie wurde 2021/2022 erstmals durchgeführt. Dafür hat das FiBS mehr als 1.100 Schulleiterinnen und Schulleiter unterschiedlicher Schulformen und in ganz Deutschland online befragt, welche Erwartungen sie an die Schule der Zukunft haben. Mit 50 Schulleiter:innen wurden ergänzend tiefergehende Einzelinterviews geführt. Das FiBS hat die Studie unter Beteiligung des renommierten Bildungsforschers Prof. Dr. Klaus Hurrelmann realisiert. (…) „Als Schüler mit einer komplizierten Schullaufbahn weiß ich: Schulleitung ist in unserer Gesellschaft eine Schlüsselrolle, die von Bedeutung für die gesamte weitere nicht nur bildungspolitische, sondern auch familien-, kultur- und kommunalpolitische Entwicklung ist.”

            Ergänzung:

            Das Thema Schulrecht ist für schulische Führungskräfte von besonderen Bedeutung. Es handelt sich um ein sehr komplexes, nicht immer leicht zugängliches Themengebiet. Wir möchten Sie mit dieser Handreichung in Ihrer Leitungsarbeit unterstützen. Diese Veröffentlichung fasst komprimiert wesentliche schulrechtliche Informationen für Schleswig-Holstein zusammen und veranschaulicht diese mit alltagsrelevanten Beispielen. Zielgruppe sind insbesondere neue Schulleiterinnen und Schulleiter sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Rechtsmodulen im Rahmen der Trainings zur Vorbereitung auf Schulleitungsaufgaben. Die Handreichung ist, wie es der Autor Dr. Peter Brozio formuliert, „kein Ratgeber, sondern eine Einführung in die (schul-)rechtlichen Grundlagen“. Das Thema Schule und Recht wird historisch und gesellschaftlich eingeordnet und der Bezug beispielweise zum Völkerrecht, EU-Recht, Grundgesetz und Landesrecht dargestellt. Es folgen Ausführungen mit jeweils spezifischen und konkreten Beispielen zu den Auswirkungen des Schulrechts auf die Rechte und Pflichten der in Schule agierenden Personengruppen wie Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte sowie Schulleitungen.

            Kommentar:

            Ich habe diese Publikation mit aufgenommen, weil es ein Verständnis entwickeln hilft, wie Schulgesetze entstanden sind und welche Rolle sie in der Verwaltungsarbeit haben. Nach meiner Beobachtung sind viele Aussagen auch außerhalb von Schleswig-Holstein übertragbar.

             

             

            Bildung in der digitalen Welt

            Die Folgen des digitalen Wandels sind medienkultureller Natur, weshalb es unerlässlich ist, genauer hinzuschauen, was dies für das menschliche Denken und Wahrnehmen, das Selbst- und Weltverständnis, aber auch den Status von Wissen und Bildung mit sich bringt. Die Autorin zeigt Transformationsprozesse auf, welche durch binäre Technologien ausgelöst bis tief hinein in die Alltagskulturen und Weltwahrnehmungen unserer Gesellschaften reichen, wodurch sie belegen kann, dass sich dadurch auch die Grundlagen für Wissen und Bildung gewandelt haben. Somit steht die Frage im Vordergrund, welche veränderte Rolle Wissen in dieser neuen gesellschaftlichen und kulturellen Grundkonstellation zukommt und was Bildung dann noch sein kann und sein muss. Hierzu wird die bildungstheoretische Debatte aus medienwissenschaftlicher Perspektive fruchtbar und damit bearbeitbar gemacht.
             

             

            Tipps aus der Edu®Vorschaubild der Version vom 19:13, 3. Sep. 2016-Szene

             

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            Das wär’s für heute.

            Mit diesem Blogbeitrag wünsche ich Ihnen, liebe Blogleserinnen und -leser, liebe Bildungs- und Schulengagierten für die bevorstehenden Oster(ferien)zeit geeignete Ablenkung und ansonsten: Entspannung, Entspannung und noch einmal: Entspannung.

             

             Stay tuned 

             Titelbild: Gerd Altmann @pixabay