Themenhefte: Deutsch – Raspi – Coding – iPad

In meinem heutigen Blogpost möchte ich mit Tobias Hübner eine Lehrkraft vorstellen, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Geisteswissenschaften und Technik näher zusammenzubringen. Die ZEIT Online Redaktion schreibt weiter1:

Im Rahmen eines Förderprojekts für begabte Schüler hat Deutschlehrer Hübner schon mit eine KI trainiert, zu erkennen, ob eine menschliche Hand Schere, Stein oder Papier zeigt. Im Deutschunterricht bespricht er Narrative aus Computerspielen. Eines seiner neuesten Projekte ist eine Unterrichtsreihe zum Roman Zero des österreichischen Schriftstellers Marc Elsberg. In dem Krimi geht es unter anderem um Netzaktivisten, Datenschutz und Hacker. Diese nutzen immer wieder einen Minicomputer namens Raspberry Pi, den es auch in Wirklichkeit gibt. Hübners Schüler*innen lesen immer ein Kapitel des Romans und lösen dann dazu passende Aufgaben, manche davon mit einem solchen Raspberry Pi. Mal sollen sie per Tabellenkalkulation Daten über ihr Social-Media-Verhalten analysieren, mal in Python einen eigenen Chatbot programmieren. (Übrigens gibt es dazu auch ein Lehrer*innenheft. Einfach eine Mail an den Autor.)

 

Neben klassischen Deutschunterrichtthemen wie sprachliche Mittel, Inhaltsangaben und Textanalyse thematisiert er anhand der Lektüre unter anderem Open-Source-Software, Verschlüsselungsmechanismen und Heideggers Position zu Technologie. „Meine Idee ist es, (…) Informatik zu verbinden mit gesellschaftlichen Fragen, mit Kunst und Literatur und dadurch den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, was das alles mit ihrem Leben zu tun hat, das ist auch die große Chance des Medienkompetenzrahmens.

Das ist doch eine gute Gelegenheit, ein fächerübergreifendes Unterrichtsangebot zu gestalten (Deutsch – Informatik/ Physik), oder?

Weiterhin bietet er in seiner Schule eine Computer AG an, an der offensichtlich Jung und Alt Gefallen finden, wie ein Fernsehbeitrag im ZDF Morgenmagazin zeigt. Tobias Hübner erstellt – auch mit Unterstützung seiner Schüler*innen – regelmäßig sogenannte Themenhefte, mal für Nerds und Freaks, mal – s. o. mit Bezug zu den Geisteswissenschaften. Eine Übersichtsseite fasst seine Themenheftsammlung zusammen.

Die Hefte sind in allen gängigen Formaten zu Verfügung: pdf, pages und doc abrufbar. Änderungen, Ergänzungen stehen unter der OER Lizenz CC BY SA.

Bildnachweis: @wikimedia

Fake News-Test

Kürzlich hat die Stiftung Neue Verantwortung einen Test veröffentlicht, bei dem wir uns selbst prüfen können, ob wir seriöse von unseriösen Nachrichten unterscheiden können. Hintergrund ist eine Studie „Quelle: Internet? Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test.“ Der Test geht dabei anhand von Testfragen und -aufgaben auf das gesamte Spektrum der digitalen Nachrichtenkompetenz ein, also die Fähigkeit zur Navigation in digitalen Medienumgebungen, die Beurteilung der Qualität von Nachrichten und Inhalten, das Prüfen von Informationen, die Diskursfähigkeit sowie Kenntnisse über die Funktionsweise von digitalen Öffentlichkeiten. Es handelt sich um einen der weltweit ersten Tests zu Informations- und Nachrichtenkompetenzen einer gesamten Bevölkerung. 

Die Autor*innen resümieren u. a. zusammenfassend:

Die Gesamtauswertung der Daten zeigt: Internetnutzer:innen verfügen bereits über einige Grundkenntnisse, um nachrichtenkompetent durch ein für viele Menschen vergleichsweise neues Medienumfeld zu navigieren. So konnte beispielsweise mehr als die Hälfte der Befragten erkennen, wenn eine Quelle nicht neutral oder nicht vertrauenswürdig ist. Und den Meisten war klar, dass man ein unbekanntes Video nicht ungesehen weiterleiten sollte. Überhaupt zeigten die Test-Teilnehmer:innen ein großes Interesse daran, akkurate Informationen zu teilen bzw. Falschnachrichten nicht selbst zu verbreiten.

Doch all das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Befragten insgesamt in fast allen Kompetenz-Bereichen überwiegend mittelmäßig bis schlecht abgeschnitten haben und es oft an ganz konkreten Kenntnissen und Fähigkeiten fehlt. Insofern sind die Ergebnisse dieser Erhebung auch kritisch, weil sie zeigen, dass Bürger:innen viel zu lange damit allein gelassen wurden, sich in immer komplexeren Medienumgebungen selbst zurecht zu finden.

 

Es braucht bessere digitale Schul- und Erwachsenenbildung

Die systematische Vernachlässigung digitaler Fähigkeiten zeigt sich insbesondere in der Bildungspolitik – hier gibt es dringenden Nachholbedarf in der Schul- ebenso wie in der Erwachsenenbildung. Nach wie vor sind digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen nicht systematischer Bestandteil der Lehrpläne. Gerade in den Haupt- und Mittelschulen wurden Dimensionen von Medienkompetenz, die mit politischer Bildung und Vertrauensbildung in journalistisches Arbeiten zusammenhängen, in den vergangenen Jahrzehnten offenbar weitgehend vernachlässigt. Dies ist besonders gefährlich, da junge Menschen mit niedriger Schulbildung nach den vorliegenden Daten die sozio-demografische Gruppe bilden, die die niedrigsten Kompetenzwerte aufweist und zugleich auch ein besonders geringes Vertrauen in Politik und Medien zeigt. Hier können wir noch gar nicht absehen, welche weiteren gesellschaftlichen Konfliktlagen diese Polarisierung nach sich ziehen kann.

Der Test besteht aus 24 Fragen. Sie hinterfragen in den Bereichen Navigieren, Beurteilen, Fakten checken, Mitreden, Wissen und Verstehen wichtige Fähigkeiten im Umgang mit Nachrichten im Internet. Nehmen Sie sich übrigens deutlich mehr Zeit als die angekündigten 10 – 15 Minuten.

Ich kann den Test und die Studie nur empfehlen. Man erhält bereits durch die Fragestellung den einen oder anderen Tipp. Und natürlich durch die spätere Auswertung! Übrigens können die Fragen durchaus auch im Unterricht genutzt werden, z. B. zur Anmoderation eines der o. g. Themen.

Bildnachweis: @Stiftung Neue Verantwortung

 

Buch- und Lesetipps

Im ersten Quartal diesen Jahres sind wieder eine Reihe von Veröffentlichungen entstanden, die sich mit dem Thema Schule in der digitalen Welt unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen. Online wie Print. Einige Publikationen sind erst jetzt im Open Access verfügbar. Gleichwohl lohnt sich ein Studium. Die Auswahl richtet sich an diejenigen, die sich für die Weiterentwicklung von Lernkultur interessieren, insbesondere an:

  • Schulleitung,
  • Lehrkräfte,
  • Hochschullehrende und last but not least:
  • Bildungspolitiker*innen.

 

Schule in der digitalen Welt: Fortbildung

 

Aus dem Vorwort:

Schulen sind kontinuierlich gefordert, sich weiterzuentwickeln. Dies gilt für die digitale Transformation, die Inklusion und den Ganztagsausbau. Ob schulpolitische Reformen sich positiv auf das Lernen von Schülerinnen und Schülern auswirken, hängt letztlich auch davon ab, inwiefern Lehrkräfte ihre professionellen Kompetenzen durch wirksame Fortbildungsangebote erweitern können. Als Richtschnur für die Entwicklung von Fortbildungen kann der von Professor Frank Lipowsky und Daniela Rzejak von der Universität Kassel entwickelte Leitfaden dienen, der Forschungsbefunde praxisorientiert zusammenfasst. Er richtet sich an all diejenigen, die für die Professionalisierung von Lehrkräften und Fortbildnerinnen und Fortbildnern verantwortlich sind und die selbst Fortbildungen für Lehrpersonen planen und gestalten.

 

     

    Schule in der digitalen Welt: Weiterbildung

    Aus der Ankündigung:

    Dieser Kurs richtet sich an Pädagog*innen, die in der Filmbildung oder Medienpädagogik tätig sind und ihr Wissen und ihre Kompetenz erweitern, neue Ideen ausprobieren oder einfach tolle Arbeitsmethoden kennenlernen möchten. Es werden unter anderem folgende Themen behandelt:

    • Was verstehen wir unter den Begriffen „Film“ und „Filmbildung“?
    • Warum sollten wir Filme zum Unterrichtsthema machen?
    • Was sind die wichtigsten Ziele der Filmbildung und wie werden sie erreicht?
    • Wie verbinden wir die kritische und die kreative Arbeit, und welche Methoden funktionieren?
    • Wo findet Filmbildung statt?
    • Wie evaluieren und bewerten wir die Wirkung von Filmbildung?

    Sehen Sie sich die Website in aller Ruhe an. Vielleicht kann sie den einen oder anderen Anstoß zu lebhaften Debatten und Diskussionen zwischen Ihnen und Ihren Kolleg*innen geben. Gerne möchten wir Sie auch dazu anregen, die eigenen Ideen zur Filmbildung zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

     

    Schule in der digitalen Welt: Schulleitung

    Das Onlinetool PROFILehrkraft kann in der Lehrerbildung eingesetzt werden:

    • als Orientierungsrahmen für Studienberechtigte bei der Studienwahlentscheidung
    • zur Überprüfung der Berufswahl
    • als Orientierungshilfe für die zweite Phase der Lehrerbildung
    • als Orientierungshilfe für die Berufseingangsphase
    • als Hilfe bei der fortlaufenden systematischen Selbstreflexion

    … kann im Beruf in der Schule dienen:

    • zur Unterstützung der fortlaufenden systematischen Selbstreflexion
    • als Grundlage der eigenen Entwicklung z. B. bei Zielvereinbarungsgesprächen
    • zur Feststellung von Fortbildungsbedarf
    • zum Erkennen des eigenen Potenzials für weitere, auch für Leitungsaufgaben

     

    … kann für Lehrkräfte mit Personalverantwortung in der Schule dienen:

    • als Instrument zur Personalgewinnung und -entwicklung
    • als Orientierungshilfe für Einstellungs- und Einstiegsgespräche
    • als Grundlage für Personalplanung, Aufgabenverteilung und Organisationsentwicklung
    • zum Erkennen zukünftiger Führungskräfte

     

     

    Schule in der digitalen Welt: Forschungsstand

    Intelligenztests werden häufig im Rahmen sonderpädagogischer Begutachtungen durchgeführt. Die empirische Studie untersucht, unter welchen Arbeitsbedingungen Intelligenztests angewendet werden und welche Problematiken daraus resultieren. Ergänzt wird die Studie durch die Analyse von 248 Intelligenztests auf Auswertungsfehler. Zusammengefasst belegen die Ergebnisse vielfältige Schwierigkeiten im Umgang mit den Tests, aber auch einen unterschiedlichen Umgang in den Bundesländern. Aus den Studienergebnissen resultierende Verbesserungsvorschläge für die Praxis werden abschließend vorgestellt.

    Mit Online-Materialien!

     

    Schülerinnen und Schüler nach ihrem individuellen Potenzial zu fördern, stellt eine zentrale Aufgabe des Bildungssystems dar. Die Notwendigkeit, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler bei der Förderung zu berücksichtigen, rückte dabei in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus. Damit stellt sich für Lehrkräfte wie auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Frage, wie diese Förderung bestmöglich gelingen kann und welche Schwierigkeiten dabei aktuell zu bewältigen sind.

    Die Broschüre trägt den aktuellen Stand der Forschung zusammen und gibt damit einen Überblick über Befunde zur Wirksamkeit von Differenzierungsmaßnahmen für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler im Regelunterricht. Des Weiteren werden Hindernisse und Unterstützungsmöglichkeiten für den Einsatz von Differenzierungsmaßnahmen aufgezeigt und die Häufigkeit der Verwendung sowie die eingeschätzte Nützlichkeit dieser Maßnahmen analysiert. Neben den Forschungsbefunden werden weitere Fördermaßnahmen vorgestellt sowie Informationsquellen und Fortbildungsmöglichkeiten zum Thema bereitgestellt. Die Broschüre richtet sich an alle mit beruflichem und persönlichem Interesse an der Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler und bietet dabei Impulse aus Bildungsforschung und Bildungspraxis.

    Das digitale Zusatzmaterial können Sie hier herunterladen: Download

     

    In der PISA-Studie 2018 wurde als innovative Domäne erstmals Global Competence bei fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schülern erfasst. In dieser Zusatzerhebung werden das selbsteingeschätzte Wissen von Schülerinnen und Schülern zu Themen mit lokaler und globaler Bedeutung (z. B. Klimawandel, Armut, Pandemien) sowie ihre Einstellungen zu globalen und interkulturellen Themen in den Blick genommen. Dabei geht es beispielsweise um den respektvollen Umgang mit Menschen unterschiedlicher nationaler Herkunft und entsprechendem ethnischen, religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrund.

    Diese Broschüre stellt die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler in Deutschland aus der Zusatzauswertung Global Competence bei der PISA-Studie 2018 vor und betrachtet diese im internationalen Vergleich. Zusätzlich werden die Sicht der Schulleitungen und Lehrkräfte in den verschiedenen Schularten sowie die Sicht der Eltern einbezogen.

    Woran sollen wir unser Handeln orientieren? Worin besteht ein gutes und gelingendes Leben und wie können wir ein solches Leben führen? Diese und andere Fragen sind unbestritten wichtige (ethische) Fragestellungen – doch kann die Ethik auf sie befriedigend antworten? Ziel des Open Access-Lehrbuchs ist es, ein grundlegendes, historisch und methodisch reflektiertes Verständnis ethischer Probleme, Argumente und Ansätze zu vermitteln und damit zur eigenen ethischen Urteilsbildung beizutragen. In 2-farbiger Gestaltung mit Abbildungen, Definitionen und Vertiefungen sowie einem Personen- und Sachregister zur schnellen Orientierung.

     

     

    Globales Paradigma, nationale Normen und lokale Praxen. Das Handbuch Inklusion international verbindet theoretische Entwicklungslinien und vielfältige vergleichende Perspektiven der Inklusiven Bildung in ihrer globalen Verbreitung. Die Beiträge bieten einen umfassenden Zugang zu internationalen Diskursen, vergleichenden Forschungsergebnissen und ‚inspiring practices‘ aus diversen Weltregionen – Europa, Afrika, Asien und Nordamerika. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Relevanz komparativer Studien gewidmet.

    Das folgende Buch richtet sich an Hochschullehrende. Dennoch lohnt sich ein Blick in die Beiträge, helfen sie uns meines Erachtens stärkerer Schülerinnen und Schüler auf das Hochschulleben vorzubereiten. Übrigens ist im Schweizer Abitur (Matura) die Prüfung des Umgangs mit wissenschaftlichen Instrumenten enthalten. Dabei entstehen ganz außergewöhnliche Abschlussarbeiten, wie ich einmal selbst evaluieren durfte.

     

     

    • Swantje Lahm, Frank Meyhöfer, Friederike Neumann (Hg.): Schreiblehrkonzepte an Hochschulen. Fallstudien und Reflexionen zum fachspezifischen Schreibenlehren und -lernen

    In dem Sammelband werden verschiedene Schreiblehrkonzepte vorgestellt, um Studierende in das fachspezifische wissenschaftliche Schreiben einzuführen. Die Methoden, Übungen und Zugänge wurden im Qualitätspakt Lehre entwickelt und erprobt. Der Schwerpunkt liegt auf den Herausforderungen des fachspezifischen wissenschaftlichen Schreibens. Die Autorinnen und Autoren präsentieren Lehransätze und evaluieren Maßnahmen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit. Außerdem wird diskutiert, wie Lehrende für die Vermittlung fachspezifischen Schreibens vom Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) profitieren können.

    Übrigens hat Studis- Online kürzlich einen Blogbeitrag zur Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten geschrieben. Ebenfalls eine Empfehlung wert!

     

     

    Schule in der digitalen Welt: Externe Evaluation

    Die landesweiten Schulschließungen im vergangenen Schuljahr stellten alle am Schulleben Beteiligten vor Herausforderungen, die einmalig in der langen „Schulgeschichte“ des Landes sind. In diesem Vortrag werden Ergebnisse der CUNITAS-Studie vorgestellt, die im Juni/Juli 2020 die konkrete Umsetzung des digitalen Unterrichts an Schulen untersucht hat. Dabei wird gezeigt, dass sich in den unterschiedlichen Fächern Methoden und Tools, die eine persönliche Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, in einer höheren Unterrichtsqualität und einem höheren Lernnutzen widerspiegeln. Ein Vortrag von Prof. Dr. Richard Göllner.

     

    Mit dem Projekt „Informatische Bildung und Technik in der Grundschule“ fördert das Land Niedersachsen auf der Grundlage des Landeskonzepts „Medienbildung“ innovative Entwicklungsvorhaben in 30 Grundschulklassen. Dabei liegt der Fokus auf der Förderung grundlegender Kompetenzen der Informatik mit Hilfe des Einsatzes von Micro-Controllern wie z.B. dem Calliope Mini sowie grafischen Entwicklungsumgebungen und ggf. von Robotern. Dies soll ab der 3. Klasse spielerisch und experimentell vermittelt werden. Die Implementation der Module soll im Sachunterricht sowie in Mathematik und Deutsch erfolgen. Die Schulen verfügen seit November 2017 über einen Calliope-Klassensatz. Ziele des Projektes sind 1. die Erprobung eines didaktischen Konzeptes für die informatische Bildung und Maker Education in der Grundschule, 2. die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die breite Implementierung ab Klasse 3 sowie 3. die Erarbeitung und Verbreitung von Unterrichtsmaterialien als offene Bildungsressourcen.

     

     

    Kultur der Digitalität: Berufsbildung

     

    Auch Schüler:innen mit Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung (ESE) können den Übergang von der Schule ins Berufsleben meistern. Der Band stellt die wissenschaftliche Evaluation eines erfolgreichen Förderschulprojektes aus Gütersloh vor.

    Im Projekt wurden Bausteine zur schulischen Berufsorientierung, Mentoringkonzepte sowie ein Case-Management eingesetzt. Nach der Einführung in Projekt und Forschungs-stand skizzieren die Autoren und Autorinnen Methodik, Vorgehen sowie Ergebnisse der wissenschaftlichen Projektevaluation des Lehrstuhls Pädagogik bei Verhaltensstörungen der Universität Würzburg. Forschungsdesiderata und Impulse zur Weiterentwicklung des Themas bilden den Abschluss des Bandes.

    Das Projekt wurde von der Hermann-Hesse-Schule (Gütersloh), der Universität Würzburg, dem Kreis Gütersloh sowie mit inhaltlicher und finanzieller Unterstützung der Reinhard-Mohn-Stiftung umgesetzt.

     

    Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für die Aus- und Fortbildung in den elektro-, informations-, metall- und fahrzeugtechnischen Berufen? Der Einsatz digitaler Technik führt hier zu starken Veränderungen der Tätigkeiten und Arbeitsabläufe. Gleichzeitig sind die Beschäftigten dieser Berufe durch die Verwendung und Herstellung digital innovativer Produkte im besonderen Maße Mitgestaltende dieser Veränderungen.

    Der vorliegende Sammelband ist in drei Teile gegliedert. Im Abschnitt zur ressourcenfokussierten Facharbeit geht es um die Gestaltung nachhaltiger Produktions-, Service- und Reparaturprozesse: Wie kann digitale Technik genutzt werden, um ressourcenschonend und -effizient zu arbeiten? Unter dem Stichwort “Smartes Lernen” diskutieren die Autorinnen und Autoren das Gelingen der didaktischen Transformation und neue Unterrichtsmethoden für gewerblich-technische Schulen. Im Weiterem beschäftigt sich der Band mit der Informatik als Querschnittsdisziplin sämtlicher Digitalisierungsprozesse: Wie kann informatische Bildung in der beruflichen Aus- und Fortbildung gestaltet werden, obwohl Informatik kein verbindliches Schulfach ist?

     

    Berufliche Förderung in Zeiten von Digitalisierung und Berufsbildung 4.0 war ein Schwerpunktthema der Hochschultage Berufliche Bildung 2019 in Siegen. Die Beiträge des Sammelbandes geben einen Überblick über die diskutierten Konzepte und Handlungsansätze. 

    Der erste Teil befasst sich mit Fragen zum digitalen Kompetenzerwerb in verschiedenen Arbeitsdomänen, von den Auswirkungen der Digitalisierung auf industrieller Arbeit und Landwirtschaft bis zur Entwicklung von Medienkompetenz als Aufgabe der Berufsbildung. Im zweiten Teil stehen Fragen zur beruflichen Förderung in Zeiten der Digitalisierung im Mittelpunkt. Themen sind u.a. Lernortkooperationen, digitale Transformation in der Ausbildungsvorbereitung an Berufskollegs sowie Benachteiligtenförderung in digitalen Kontexten.

    Anlässlich des Ausscheidens des Universitätsprofessors und Ingenieurpädagogen Klaus Jenewein aus dem universitären Regelbetrieb reflektieren und bilanzieren langjährige wissenschaftliche Weggefährt:innen und Schüler:innen wichtige Entwicklungen in der Berufsbildungswissenschaft, beruflichen Ausbildung und Bildungspolitik. Ihre Texte zur Ingenieurpädagogik, Lehrkräftebildung und betrieblichen Praxis knüpfen an die Arbeiten von Klaus Jenewein an und stellen darüber hinaus eigene Forschungsergebnisse vor. 

    Die Themenfelder des Bandes umfassen aus unterschiedlichen disziplinären und interdisziplinären Perspektiven die Berufsausbildung und Berufliche Bildung in gewerblich-technischen Domänen, Ausbildung und Professionalisierung von Berufsschullehrkräften und Lehrerbildung, Berufliche Schulen und berufsschulisches Lernen, (Fach-)Didaktik und betriebliches Lehren und Lernen. Dabei werden die regionalen Bezüge von Klaus Jenewein ebenso sichtbar wie seine Nähe zur Modellversuchsforschung, zu Ansätzen responsiver Begleitforschung, zur Wissenschaft-Praxis-Kommunikation und zum Design-Based-Research.

     

    Kultur der Digitalität: Nun als Open Access freigegeben

    • Alexander Tillmann, Ingo Antony (Hrsg.): Tablet-Klassen. Begleituntersuchung, Unterrichtskonzepte und Erfahrungen aus dem Pilotprojekt „Mobiles Lernen in Hessen – MOLE“

    Dieses Buch beschreibt Ergebnisse, Erfahrungen und erprobte Unterrichtskonzepte aus dem Pilotprojekt „Mobiles Lernen in Hessen – MOLE“, das die Hessische Lehrkräfteakademie in Kooperation mit studiumdigitale, der zentralen eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums in den Jahren 2013 bis 2016 durchgeführt hat. Ziel des Projektes war es herauszufinden, welchen Einfluss der Einsatz von Tabletcomputern in der Grund­- und Unterstufe auf das Lernen und die Entwicklung der Medienkompetenz der Lernenden hat. Dabei konnten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Unterrichtskonzepte zielführend sind und damit eine positive Auswirkung auf das individuelle sowie das gemeinsame Lernen haben. Ebenso wurde deutlich, unter welchen Rahmenbedingungen die erfolgreiche Einbindung von Tablets in den Unterricht gelingen kann.

    Die Bruchrechnung gilt als schwieriger Teilbereich der mathematischen Grundbildung. Insbesondere die Entwicklung eines Bruchzahlbegriffs zu Beginn der Sekundarstufe kann für Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Problemen verbunden sein. Vor dem Hintergrund lernpsychologischer Theorien erscheint hier der Einsatz interaktiver Lernumgebungen vielversprechend. Auch Ergebnisse empirischer Studien lassen vermuten, dass Kinder vom Lernen mit multimedialen Inhalten gerade im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht profitieren können. Im Forschungsprojekt ALICE:Bruchrechnen wurde eine empirische Studie im Kontext des Anfangsunterrichts der Bruchrechnung durchgeführt. Dazu wurde ein interaktives Lehrbuch für Tablet-PCs entwickelt, das mit Bildern und Animationen arbeitet und Schülerinnen und Schüler zum Ausprobieren einlädt.

    Diese Broschüre fasst den Beitrag des Projektes zur Digitalisierung des Mathematikunterrichts zusammen. Insgesamt lassen die aufgezeigten Erkenntnisse den Schluss zu, dass der Einsatz digitaler Medien im Mathematikunterricht sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte eine gewinnbringende Ergänzung zu traditionellen Schulbüchern und papierbasierten Lernumgebungen darstellt.

    Diese Ausgabe des Journals der Schreibberatung widmet sich dem Thema „Peer-Learning in Writing – von- und miteinander akademisch schreiben lernen“ und beleuchtet sehr unterschiedliche Aspekte. Direkt im ersten Beitrag widmen sich Anke Beyer und Anne von Gunten der Form der Rückmeldung, die im universitären Kontext häufig kritisch zu betrachten ist, da sie von Dozierenden bei Hausarbeiten häufig zu generell und damit zu wenig gewinnbringend für die Angesprochenen verwendet wird: der schriftlichen Textrückmeldung. Der Begriff ist noch sehr unscharf definiert und wird häufig entweder als Feedback oder als Beurteilung verstanden, selten als eine Kombination. Die Autorinnen versuchen, diese Lücke zu schließen, indem sie die Textkommentarprozesse von sechs Studierenden in unterschiedlichen Situationen analysieren: im Peerfeedback im Studium, in der Schreibberatung, in Review-Verfahren im wissenschaftlichen Kontext sowie in der schriftlichen Textrückmeldung in der Schule.

    (…) Caroline Scherer, Nadja Sennewald, Christiane Golombeck und Katrin B. Klingsieck stellen eine Studie der Universität Frankfurt am Main vor, für die 825 Studierende der Geisteswissenschaften zu den Themen eigene Schreibkompetenz und Selbstwirksamkeit zur Selbstregulation des akademischen Schreibens befragt wurden. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass es einen starken Widerspruch zwischen der (eher positiven) Selbsteinschätzung der Studierenden und der (eher negativen) Kompetenzeinschätzungen der Studierenden durch die Lehrenden gab. Die Studie belegt deutlich, dass die immer noch herrschende stiefmütterliche Behandlung von Lehr- und Lernbarkeit des Schreibens an deutschen Universitäten zu schlechteren Leistungen aufseiten der Studierenden und negativen Gefühlen aufseiten der Lehrenden führt.

    Das abschließende Interview mit Maike Wiethoff und Gabriela Ruhmann über die Entwicklung des Schreibzentrums der Universität Bochum macht noch einmal deutlich, wie wichtig und vielfältig die Arbeit der Schreiblehre und Schreibberatung ist. Wiethoff und Ruhmann ist es gelungen, viel Verständnisarbeit zu leisten, was auch dazu führte, dass das Bochumer Schreibzentrum mittlerweile eine zentrale Stellung innerhalb der Universität eingenommen hat. Es besteht ein breites Angebot an fachübergreifenden und fachlichen Schreiblehr- und -lernszenarien, bei denen die Peerberatung ebenfalls eine wichtige Stellung einnimmt. Voneinander und miteinander lernen sind die zentralen Dinge für die Schreiblehre, die im Idealfall in allen Situationen stattfinden und erhalten werden.

     

     

    Bildung in der digitalen Welt

    • Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH (Hg.): chancen denken – Impulse für eine offene und mutige Gesellschaft im 21. Jahrhundert.

    Wie durch eine Lupe hat uns die Coronakrise in den vergangenen zwölf Monaten Missstände und Ungleichheiten unserer Gesellschaft im vollen Ausmaß sichtbar gemacht. Dazu gehört auch und vor allem der Bildungsbereich: die mangelnde Digitalisierung der Schulen oder fehlende digitale Kompetenzen der Lehrkräfte, aber auch der wachsende “digital gap” in Familien. Wieder einmal hängt Bildung – effektives Homeschooling und Distanzlernen – viel zu stark von der sozioökonomischen Herkunft der Schüler:innen ab. Die Krise ist aber auch ein Test für die Demokratie und Beteiligung im öffentlichen Raum. Desinformation in den Online- und sozialen Medien untergräbt in einigen Bevölkerungsteilen das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse und damit auch in die Politik, die bemüht ist, evidenzbasiert zu handeln.

    Aus diesem Grund hat die Vodafone Stiftung Ende 2020 den Dialog mit ihrem Beirat und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gesucht. Entstanden sind dabei viele spannende Denkanstöße, die in der Publikation „Chancen denken“ zusammengefasst wurden. Die Beiträge werfen einen geschärften Blick auf die Spannungen, Ungleichheiten und Missstände, die durch die Pandemie in den Bereichen Bildung und politische Teilhabe verstärkt wurden. Lassen nachvollziehen, welche Veränderungen die Krise katalysiert hat. Heben hervor, welche Chancen und neuen Handlungsräume sich aus diesen Veränderungsprozessen abzeichnen und ergeben können. Und zeigen auf, wie Verantwortliche in Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft diese Chancen so unterstützen können, dass daraus nachhaltige, positive gesellschaftliche Veränderungen Fuss fassen können.

    Mit Denkanstößen von Hannes Ametsreiter, Julius de Gruyter, Udo Di Fabio,Birgit Eickelmann, Thomas Gegenhuber, Verena Knoblauch, Ricarda Lang,Kai Lanz, Andreas Lebert, Johanna Mair, Moritz Müller-Wirth, Quang Paasch,Verena Pausder, Eva Schulz, Christian Stöcker und Monika Wulf-Mathies

    Aus dem Vorwort:

    Ein gutes Bildungsangebot bereitstellen zu können, erfordert die gemeinschaftliche Anstrengung verschiedenster Akteure: der Schulen mit allen an der Schulgemeinschaft beteiligten Personen, der Schulträger, der Schulaufsicht und speziell im Kontext von Digitalisierung auch der Medienbildungszentren, der Medienberater:innen, der IT-Abteilungen in der Kommunalverwaltung, von Bildungsbüros, Fortbildungseinrichtungen, weiteren Beratungs- und Unterstützungszentren und vielen weiteren mehr.

    Ziel (dieser Broschüre) ist es, Ihnen als Vertreter:innen von Schulen, Schulträgern und weiteren Bildungsakteuren Materialien und Leitlinien an die Hand zu geben, die Sie dazu befähigen, Ihre Prozesse im Rahmen des digitalen Wandels vor Ort selbstbestimmt und angepasst an die eigenen und regionalen Bedürfnisse gestalten zu können.

    • TU Graz: TELucatio

    TELucation ist eine Neuschöpfung, welche sich aus den Wörtern TEL (technology enhanced learning) und education zusammensetzt. Die OE Lehr- und Lerntechnologien der TU Graz hat im Jahre 2019 eine Sammelmappe mit Themen aus dem TELucation-Bereich veröffentlicht. Bei der TELucation-Sammelmappe handelt es sich um ein analoges Kompendium, welches Unterstützung zur Virtualisierung der Lehre bietet. Sie umfasst:

    • Didaktik: Beiträge zu didaktischen Einsatzszenarien von Tools bzw. Systemen oder Tipps zu Blended-Learning-Konzepten
    • Hochschule: Beiträge zu Regularien im Bereich virtuelle Lehre oder allgemeine Services
    • TeachCenter: Beiträge zum Einsatz des Lernmanagementsystems an der TU Graz (unser „TeachCenter“ basiert auf Moodle)
    • Tools: Beiträge zu „Wie funktioniert…?“
    • Video und Animation: Beiträge zur Videoproduktion an der TU Graz

    Die TU Graz will sowohl digital als auch analog Wissen zu Themen rund um technologiegestütztes Lehren und Lernen regelmäßig veröffentlichen und zum Nachlesen bereitstellen. Für alle externen Nutzer*innen der Sammelmappe werden die Beiträge als Downloads angeboten.

     

    Das wars für heute. Wer die alten Ausgaben nachlesen möchte:

    Ich halte die Augen weiterhin offen …

     Stay tuned 

     Titelbild: Erik Lindstrom @pixabay

     

    Tutorials, E-Books und Broschüren

    Nach meinen Buch- und Lesetipps im September und Ende Dezember sind eine Reihe weiterer Veröffentlichungen entstanden, die sich mit dem Thema Schule in der digitalen Welt unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen. Online wie Print. Die Auswahl richtet sich an diejenigen, die sich für die Weiterentwicklung von Lernkultur interessieren, insbesondere an:

    • Schulleitung,
    • Lehrkräfte,
    • Hochschullehrende und last but not least:
    • BildungspolitikerInnen.

    Der Blogpost wird zweiteilig ausfallen. Dieser erste Teil stellt Tutorials, E-Books und Broschüren für einen praxisnahen Einsatz im Unterricht vor.

     

     

    Kultur der Digitalität – Schule in der digitalen Welt: Tutorial

     

    • Franziska Stahl: Buchtrailer – Eine Anleitung zur kindgerechten Buchrezension

    Das E-Book stammt von Franziska Stahl (@stahlfranz) und lädt Grundschulschüler*innen dazu ein, via eines Buchtrailers ein Buch vorzustellen, mit allen Tipps & Tricks. Tolle und motivierende Umsetzung.

    Die „Sprache“ und Anmutung des Buchs ist sicher eher etwas für den Primarbereich, die Ideen jedoch auch für Lehrkräfte aus weiterführenden Schulen sehr geeignet.

     

    In diesem Buch möchte ich meine Ideen und Anregungen für hybrides und selbstgesteuertes Lernen, umgesetzt mit Moodle™, vorstellen und mit konkreten praxisnahen Beispielen veranschaulichen. Im Kapitel 9 stelle ich weitere Ideen für die Zusammenarbeit im Kollegium vor. Auch zeige ich, was man sonst noch alles mit Moodle™ machen kann. Dabei ist mir das Konzept des selbstgesteuerten Lernens sehr wichtig.

    Die Ideen eignen sich natürlich auch für Logineo NRW LMS oder andere auf Moodle™ basierende Lernmanagementsysteme. Da ich selbst in Nordrhein-Westfalen arbeite, werde ich versuchen, mich an einigen Stellen auf Logineo NRW LMS zu beziehen.

     

    Ich habe dieses Buch für Menschen geschrieben, die mit BigBlueButton als Werkzeug Konferenzen, Lehrveranstaltungen, Seminare und Besprechungen leiten oder dabei unterstützen.

    Als Teilnehmer an solchen Veranstaltungen wird Ihnen das Buch helfen, die Möglichkeiten und Abläufe in dieser Online-Umgebung besser zu verstehen und optimal für sich zu nutzen.

    Update 22.04.2021: Selbstlernmaterial zu Kollaborationstools von Nele Hirsch

     

     

    Kultur der Digitalität – Schule in der digitalen Welt: E-Book

    In einer Zusammenarbeit mit der Abteilung Bildung und Vermittlung des Deutschen Historischen Museums entstanden in einer mehrmonatigen Zusammenarbeit vier E-Books mit interaktiven Arbeitsblättern, welche für den Unterricht, aber auch für das Distanzlernen herangezogen werden können. Es geht vornehmlich um die Rolle der Frauen in der modernen Geschichte. Daher auch der Titel: Herstory.

    Die E-Books setzen sich in jeweils einem separaten Band kritisch mit einem Thema der Frauen- und Geschlechtergeschichte auseinander und stellen darüber hinaus immer einen Bezug zur Gegenwart her. Band 1 thematisiert hierbei die Rolle der Frau im 19. Jahrhundert und geht speziell auf das Thema „Crossdressing“ ein, während in Band 2 die Frau in der Weimarer Republik sowie das Wahlrecht der Frauen im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus wird die Frage erörtert, inwiefern Frauen sich als Politikerinnen in der heutigen Gesellschaft etabliert haben. Abschließen tut die Reihe mit dem Band über die Frauenbewegung der Nachkriegszeit. Hierbei wird sowohl die DDR als auch die BRD beleuchtet und das Thema der sexuellen Selbstbestimmung der Frau in den Vordergrund gerückt. Darüber hinaus findet aber auch die Einführung der Anti-Baby-Pille sowie die Diskussion um dieses Verhütungsmittel in der heutigen Gesellschaft ihren Platz im E-Book.

    Ready für das 21. Jahrhundert? So fragen die Herausgeber und mit ihnen 34 weitere ExpertInnen. Das im Rahmen eines agilen Book Sprints mit 34 ExpertInnen entwickelte „Agilität und Bildung“ gibt einen Überblick, warum und wie Agilität in der Bildung funktioniert.

    Die Herausgeber im Vorwort:

    Wir leben in einer wilden Zeit und das wird auch so bleiben: „the new normal“. Zeit für eine Bildung mit Raum für Abenteuer: Praxisstark. Theorieklar. Kollaborativ. Leidenschaftlich. Beim dem Lesen des Buches direkt loslegen und agile Methoden in der Praxis einsetzen!

     

     

    Kultur der Digitalität – Schule in der digitalen Welt: Broschüren

    Die Broschüre „Meet – join – connect! Digitale Tools für die Praxis Internationaler Jugendarbeit“ dient als Orientierungshilfe bei der Konzeption, Durchführung und Nachbereitung von digitalen internationalen Jugendprojekten. Anhand von Empfehlungen und Praxisbeiträgen zeigt der Leitfaden, wie ein sinnvoller Einsatz digitaler Tools bei einer Online-Begegnung aussehen kann.

    Der Medienpädagogik – Praxisblog hat sich die Broschüre näher angeschaut und schreibt1:

    Der Leitfaden mit dem Namen „Meet – join – connect!“ konzentriert sich, so steht es im Untertitel, auf „Digitale Tools für die Praxis Internationaler Jugendarbeit“. (…) So erschien schon im Jahr 2013 ein Leitfaden zu Social Media, der nun komplett überarbeitet und im Dezember 2020 neu veröffentlicht wurde. (…)

    Die Publikation erstreckt sich über 64 DIN-A4-Seiten und ist somit weit mehr als nur eine Broschüre, sondern ein gut recherchierter und detailliert ausgearbeiteter Überblick über digitale Tools für den pädagogischen Alltag. Es ist eine Art Standardwerk, das in keinem medienpädagogischen Bücherregal fehlen sollte – egal, ob in gedruckter oder digitaler Form.

    Ob Schulferien oder vorübergehende Schulschließungen – auf dieser Seite haben wir Experimente und wissenschaftliche Angebote zusammengestellt, die Kinder und Jugendliche ganz einfach zu Hause nutzen können. In Videos, Comics und Broschüren erklären wir komplexe Zusammenhänge und zeigen Nachwuchswissenschaftlern, wie sie ihr Zuhause kurzerhand zum Forschungslabor machen können.

    Darüber hinaus ist kürzlich eine neue Broschüre “Experimente für zu Hause” erschienen. Sie bietet kleinen und großen Forscherinnen und Forschern viele spannende und faszinierende Versuche zum Experimentieren.

    Die Hauptintention der vorliegenden Handreichung besteht darin, den Fokus auf zentrale Schlüsselstellen zu richten, um das Auftreten von Rechenschwierigkeiten weniger wahrscheinlich werden zu lassen.

    Toni hat 12 + 3 + 4 statt 12 + 34 gerechnet, also nicht berücksichtigt, dass die 3 an der Zehnerstelle steht. Es könnte durchaus sein, dass Toni im Unterricht nicht genügend Lerngelegenheiten erhalten hat, um ein gesichertes Stellenwertverständnis aufbauen zu können. In diesem Fall wäre der Unterricht dann für Tonis Schwierigkeiten mitverantwortlich.

    Positiv formuliert: Ein Unterricht, in dem die potenziellen stofflichen Hürden bei der Planung, Durchführung sowie Auswertung des Unterrichts angemessen berücksichtigt werden, kann die Wahrscheinlichkeit deutlich senken, dass Schülerinnen und Schüler Rechenschwierigkeiten entwickeln (…). Vollständig verhindern können werden Lehrpersonen sie allerdings vermutlich nicht. Bei der Umsetzung eines solchen Unterrichts soll Sie die vorliegende Handreichung unterstützen, die wichtiges Hintergrundwissen zu zentralen Inhalten des arithmetischen Anfangsunterrichts darstellt (Was sollte man wissen?) und durch konkrete Anregungen.

    Die Handreichung wurde im Projekt PIKAS von einem Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität Dortmund und Grundschullehrkräften aus Nordrhein-Westfalen entwickelt.

     

    So viel für heute. Es sind in den letzten beiden Monaten noch eine ganze Reihe weiterer E-Books mit Schwerpunkt Fort- und Weiterbildung sowie zur Berufsorientierung veröffentlicht worden. Dazu im März mehr …

    Stay tuned 

     

    Titelbild: coyot @pixabay

    Feedback revisited

    Wer hat nicht von ihr gehört, von der Hattie- Studie „Visible learning“. Noch immer werden die Aussagen bzw. Ergebnisse kritisch gestellt. Vor allem wegen der unterschiedlichen Settings (aka Nichtvergleichbarkeit) der ausgewerteten Studien.

    Die jüngste Veröffentlichung The Power of Feedback Revisited setzt sich mit dieser Kritik auseinander und beschäftigt sich vor allem mit der Frage: Welche Form eines Feedbacks sorgt bei den Schülerinnen und Schülern für positive Effekte bezüglich der anzustrebenden Lernziele (Outcomes)? Wie unterscheiden sich Feedbacks auf

    • Schülerleistung, Wissenspeicherung, Testleistung (Kognition)
    • Selbstwirksamkeit und Ausdauer (Motivation),
    • Entwicklung motorischer Fähigkeiten (Physis) und
    • Schülerverhalten im Unterricht, Disziplin (Behaviorismus)?

    Es wurde zwischen verschiedenen Arten von Feedback unterschieden:

    • Verstärkung/Bestrafung,
    • korrigierendes Feedback und
    • umfänglich Informationen bereitstellendes Feedback.

    Schließlich wurde noch unterschieden, wer wem ein Feedback gibt:

    • von Lehrkraft an Schüler*innen
    • von Schüler*innen an Lehrkraft und
    • von Lernende an Lernende.

     

    Ergebnisse

    Lehrkraft –> Schüler*in

    • Feedback ist für kognitive und physische Leistungsrückmeldungen effektiver als für Motivations- und Verhaltenskriterien.
    • Feedback ist umso effektiver, je mehr Informationen es enthält.

    Feedback mit umfänglichen Informationen zu Aufgaben, Prozessen und Selbstregulierung entfalten eine große Wirkung. Schüler*innen profitieren offensichtlich in hohem Maße von Rückmeldungen, wenn sie nicht nur verstehen, welche Fehler sie gemacht haben, sondern auch, warum sie diese Fehler gemacht haben und was sie tun können, um sie beim nächsten Mal zu vermeiden. Dass schriftliches Feedback effektiver ist als mündliches Feedback, konnte nicht bestätigt werden. 

    Schüler*in–> Lehrkraft

    Effekte waren hauptsächlich in Studien zu finden, die sich mit der Hochschulbildung befassten, d. h. mit Rückmeldungen von Universitäts- oder College-Student*innen an ihre Professor*innen. Folglich lassen die Daten keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit des Feedbacks von Schüler*innen an Lehrkräfte im schulischen Kontext zu. Im Allgemeinen ist das Feedback von Lehrkaft zu Schüler*innen effektiver als das von den Lernenden zur Lehrkraft. Gleichwohl verweist die hohe Varianz beim letztgenannten Feedbackformat auf positive Erfahrungen. Es fehlen allerdings (noch) Kennzeichnungen von Gelingensbedingungen.

    Schüler*innen –> Schüler*innen

    In Bezug auf die Richtung des Feedbacks ist das Peer-Feedback die effektivste Form. Andererseits: Es ist Vorsicht geboten, da diese Einschätzung auf einer sehr kleinen Stichprobe von nur acht Studien basiert!

    In einem Interview setzen sich zwei der Autoren, Benedikt Wisniewski  und John Hattie, mit besonders effektiven Methoden auseinander, die nun im Folgenden näher beschrieben werden. 

    Feedback lebt von Fehlern

    Aber nur dann, wenn man damit geeignet umgeht. Hattie verweist auf eine Studie, die Folgendes beschreibt:

    Schüler*in macht einen Fehler. In 50 % der Fälle korrigiert die Lehrkraft selbst. Oder, zweite Möglichkeit, ebenso häufig: Die Lehrkraft fragt einen anderen Schüler*in. Lerngewinn für die Lernenden: nahezu Null. Die Lernenden melden zurück, dass sie sich peinlich berührt sehen, sich in der Folge verschließen und hoffen, nicht aufgerufen zu werden.

    Was erwarten die Schüler*innen gemäß dieser Studie?

    Sie wollen wissen, wie andere auf die richtige Antwort gekommen sind.

    Auch wenn die Lernenden zur Klausur, zur Klassenarbeit  eine Vielzahl von Korrekturkommentaren erhalten haben, werden sie angeben, sie hätten nie eine Rückmeldung erhalten. Eben, weil die Hinweise nichts dazu beigetragen haben zu verstehen, wie man auf das richtige Ergebnis kommt.

    Hattie schlägt ein „Turn it in“– Verfahren vor: Die Schüler*innen erhalten ein Feedback der Lehrkraft oder von einem Computersystem. Anschließend überarbeiteten die Lernenden ihren schriftlichen Leistungsnachweis und reichen ihn noch einmal ein. Die sich wiederum anschließende Korrektur liefert dann die Endnote mit dem zusätzlichen Effekt, etwas über den Lernzuwachs zwischen dem Zeitpunkt der Klausurabgabe und der anschließenden Überarbeitung zu erfahren.

    Feedback ist prozess-, nicht faktenorientiert

    Wenn sich Unterricht auf Inhalte konzentriert, auf Fakten und Konzepte zu einem Thema, dann ist der Wert eines Feedbacks sehr gering. Es gewinnt an Wirkmächtigkeit, wenn die Lernenden in den Anforderungsbereich II/ III kommen (Anwendung/ Vernetzung) und dort ein Peer Feedback erhalten. Lehrkräfte sollen, so Hattie, mehr Schüler*innen gesteuerte Diskussionen zulassen und weniger selbst steuernd auftreten.

    Hattie berichtet von einer Lehrkraft, von der die Lernenden berichtet haben, wie ermüdend ihr Unterricht sei. Sie erbat eine Unterrichtshospitation. Es wurde eine App („Visible classroom“) eingesetzt, mit der Möglichkeit einer Transkription der Redeanteile.

    Mithilfe der App gelang es, den Unterschied zwischen Selbst- und „Fremd“bild deutlich zu machen: Sie musste einen nahezu 100 % Redeanteil konstatieren. Und: den 55- fachen Einsatz des Zischlauts „Ssshhh“.

     

    Die nächste Stunde war dann komplett befreit vom Zischlaut sowie mit einem 60 % Redeanteil gestaltet. Und natürlich fragten die Schüler*innen die App- Entwickler, was denn hier geschehen sei. Die einfache Antwort war und ist:

    Erst mit der Einsichtnahme in die Aufzeichnung bzw. der Analyse des Transkript kam die Lehrkraft zum Schluss: „Nun, vielleicht muss ich hier etwas ändern.“

    Hattie: Die App- Entwickler fanden das natürlich toll und waren selbst verblüfft, dass man den Unterricht über Nacht so verändern kann. Käme selten vor, war aber in diesem Fall so

    Zusammenfassung

    Als Quintessenz formuliert Hattie am Ende des Interviews: Lehrende sollten sich selbst durch die Augen der Schüler*innen sehen. Und nicht ständig durch die eigenen Augen sehen:

    Kenne Deinen Einfluss. Verstehe Deine Wirkung auf Deine Schüler*innen.

    Das wirft drei Fragen auf:

    • Wirkung auf was?
    • Wirkung durch wen?
    • Wirkung, wie stark?

    Das geht nur, wenn ich offen für eine Rückmeldung durch die Schüler*innen bin.

    Feedback ist ein komplexes und differenziertes Konstrukt, das viele verschiedene Formate besitzt und unterschiedliche Auswirkungen auf das Lernen der Schüler*innen aufweisen. Feedback ist umso effektiver, je mehr Informationen damit verknüpft sind. Feedback ist im Durchschnitt leistungsfähig, aber einige Formate zeichnen sich besonders aus. Wie im Interview ausgeführt, sind dies: Umgang mit Fehlern und  Prozess(=Peer)feedback!

    Bildnachweis: Twitter @VisibleLearning

    Online-Unterricht planen – wie anfangen?

    In ein paar Tagen beginnt das nächste Schulhalbjahr. Lehrkräfte bekommen neue Lerngruppen zugeteilt (z. B. im Epochalunterricht), neue Lehrkräfte kommen an die Schule – und das alles mitten in Pandemiezeiten. So wie jele77:

     

    Wie kann Schule die neuen Lehrkräfte, die neuen Schüler*innen darauf vorbereiten? Wie kann ich als Lehrkraft meine Lerngruppe darauf vorbereiten? Doch der Reihe nach …

     

    Vorstart: Onboarding

    Wer neu zur Schule stößt, der/ dem hilft am besten ein sogenannter „Onboarding Prozess“. Im Rahmen unserer uni-ol@schule – Projekts ist eine eindrucksvolle Anleitung zum Kennenlernen der digitalen Kommunikations- und Lernplattform entstanden. Zur Nachahmung auch für andere Onlinesysteme empfohlen!

    Onboarding meint auch: Verteilung der Dienst- und Leihgeräte, damit mit höherer Sicherheit eine zuverlässige Inbetriebnahme gewährleistet werden kann.

     

    Start: Kontaktaufnahme mit der Lerngruppe

    Eines vorneweg: Ich orientiere mich an wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, hier aus UK. Warum gerade UK? Nun, das Land hat bereits in den 90er- Jahren begonnen, Schulen mit verlässlicher Infrastruktur auszustatten und Lehrkräfte aus- und fortzubilden. Ich war und bin immer wieder beeindruckt, wie Industrie und Staat die jährlichen BETT- Konferenzen nutzen, um Bildungsexpert*innen und Lehrkräfte in einen Austausch zu bringen. Besuchen Sie einmal die Ausstellung (im Januar, London). Sie werden mit vielen Anregungen und natürlich auch neidisch aus UK zurückkommen …

    Die folgenden Überlegungen orientieren sich am Kurs How to Teach Online: Providing Continuity for Students. Ich stelle im folgenden einen ganz kleinen Ausschnitt vor: den Einstieg in die Lerngruppe.

    Wie bei uns in Deutschland „regiert“ auch in UK der Lehrplan. Er ist gekennzeichnet durch eine sehr deutliche Lernziel- und Outputorientierung. Daher enden in der Praxis viele Unterrichtseinheiten und -stunden (fast) immer mit Assessments, die die Erreichung der angekündigten Lernziele überprüfen. Ich habe einmal eine International Baccalaureate Diploma anbietende Schule extern evaluieren dürfen: Lernzielmitteilung und korrespondierendes Assessment habe ich nur in dieser Schule und in jeder (!) Unterrichtsdoppelstunde so konsequent umgesetzt gesehen.

    Wer mehr über diesen Ansatz nachlesen möchte: Ich habe im Rahmen des uni-ol@schule- Projekts einen Werkstattbericht mit dem Titel Lerntypen und Methoden verfasst.

     

     Die Empfehlungen der Pädagog*innen aus UK lauten nun:

    Entwerfen Sie wöchentlich einen Unterrichts- und Aufgabenplan mit wichtigen Daten und Zeiten, der immer wiederkehrend einem festen Format folgt, etwa: Thema, Beschreibung, Ziele, Ergebnisse, Lehr- und Lernaktivitäten. Nutzen Sie diese Vorlage bereits für die erste Woche, etwa so:

    Kontext: Organisation

    Thema: Vorbereitung

    Beschreibung: Erstes Kennenlernen von System und Lehrkraft. Verabredungen.

    Ziele:

    • SuS sind mit ersten Routinen der Lehr- und Lernplattform vertraut
    • SuS können Beiträge ins Netz stellen und kommentieren
    • SuS wissen sich bei Systemausfall zu helfen

    Ergebnisse

    • Zugang funktioniert
    • Individuelle Planung gelingt
    • Telefonkette funktioniert
    • Lernumgebung findet Akzeptanz

    Lehr- und Lernaktivitäten (nach D. Laurillard)

    • Wissensaneignung
    • Üben
    • Diskussion
    • Produktion
    • Kollaboration
    • Recherche 
    Wissensaneignung

    Stellen Sie Ihren Unterrichts- und Aufgabenplan vor und kündigen Sie an, dass eine Veröffentlichung immer am Anfang der Woche geplant ist.

    • Teilen Sie den zentralen Ort für Ankündigungen mit (z. B. Schwarzes Brett der Lerngruppe im Lernmanagementsystem).
    • Teilen Sie eine Person/ Kontakt mit, der für Support genutzt werden kann (Sekretariat der Schule. Sysadmin der Schule, sofern vorhanden)
    • Organisieren Sie eine klassische Telefonkette für den Fall, wenn systemseitig nichts geht („Plan B“).
    • Widerstehen Sie dem Drang, Ihre Schüler*innen mit E-Mails, automatisierten Nachrichten zu informieren. Es wird sie verwirren.
    Üben
    • Testen Sie Zugang und Telefonkette.
    • Senden Sie sich gegenseitig wichtige Links, Anleitungen und Dokumente.
    • Probieren Sie verschiedene Möglichkeiten aus, wichtige Informationen zu zentralisieren.
    Diskussion

    Beziehen Sie Schüler*innen in die Entscheidung ein, welche der Optionen am einfachsten oder praktischsten zu verwenden ist. Nutzen Sie dazu Break-out Rooms.

    • Erläutern Sie, wie die Schüler*innen zusammenarbeiten sollen. Leiten Sie die Gruppenarbeit an, indem Sie

      • explizite Hinweise auf Rollen (Moderation, Zeitwächter, Präsentation) geben,
      • eine Zeitvorgabe machen und 
      • formulieren, welches Ziel mit der Diskussion verfolgt werden soll.
    Produktion

    Nutzen Sie bereits in der ersten Woche die Tools, die Sie im weiteren Unterrichtsverlauf einsetzen werden. Neben LMS, Video- und Chatkonferenz sind das z. B. Tools zu Umfragen und Feedback:

    • Erstellen Sie eine schnelle Umfrage, um mehr über Ihre Lernenden zu erfahren – wer sie sind, Barrieren, Zugänglichkeit usw.
      Sie können Umfragetools nutzen (z. B. Mentimeter) oder die Schüler*innen bitten, per E-Mail zu antworten.
    • Führen Sie eine Umfrage zur digitalen Alphabetisierung durch: Was müssen die Schüler*innen tun, um Ihnen im weiteren Unterrichtsverlauf folgen zu können? Lassen Sie die Schüler*innen eine Selbsteinschätzung im Sinne von „kann ich“ geben.
    • Verabreden Sie nun, welche Systemumgebung sich am ehesten für eine Zusammenarbeit mit den Schüler*innen eignet (Blog, Audio- und/ oder Videochat). Fragen Sie Ihre Schüler*innen, was sie brauchen: Dies könnte aus Bedarfsanalyse oder Diagnosebewertung stammen – oder erstellen Sie eine Liste von Ressourcen und bitten Sie Ihre Schüler*innen,  Sie darüber zu informieren, was nützlich ist oder nicht.
    • Ermöglichen Sie den Schüler*innen, einen eigenen, individuellen Unterrichts- und Aufgabenplan zu entwickeln, z. B. durch Weitergabe Ihrer Vorlage (Template).
    • Modellieren Sie eine Sharing-Aufgabe: Bitten Sie die Schüler*innen,
      • ein Foto von ihrem Schreibtisch/ von ihrem Haustier zu teilen,
      • eine „Ich sehe was, was Du nicht siehst“- Runde (andere können erraten, was es ist),
      • eine Aufzeichnung der Umgebung….
    Kollaboration

    Bitten Sie Ihre Schüler*innen, Wege vorzuschlagen, um eine „Lerngemeinschaft“ aufzubauen und stimmen Sie sich dann darauf ein.

    Recherche

    Webquest: Bitten Sie Ihre Schüler*innen, diese Woche eine gute Nachricht oder Ähnliches zu teilen.

     

    Routinen

    Und immer wieder an Kurzweilphasen denken bzw. einbauen. Entweder als Sport- und/ oder als Spielaktivität. Hier einige Anregungen aus dem Netz: 

    Schlussbemerkung

    Schülerinnen und Schüler wie auch Eltern erwarten eine belastbare Strategie und Umsetzung von hybriden Lernsettings. Mangels geeigneter massenkompatibler Konzeptvorlagen wird vermutlich jede Schule ihre eigene Lösung suchen müssen. Zur Unterstützung bietet sich möglicherweise ein Beitrag an, den ich im Nachgang des ersten Lockdowns veröffentlicht habe. Er basiert auf meine Übersetzung des Blogbeitrags 9 Ways Online Teaching Should be Different from Face-to-Face. Die in Hybride Lernsettings – wie führe ich die ein? beschriebenen neun Tipps bieten aufgrund ihrer Niederschwelligkeit den Vorteil, schnell umgesetzt werden zu können. 

    Und schließlich hier noch ein Tipp des LMZ BW zum Umgang mit Videokonferenzen.

    Update 16.04.2021: Die Welt von zuhause aus entdecken, ein Padlet von Corinna Lammert

     

    Bildnachweis:

    Titelbild: Michael Fisher (@fisher1000)