Blended Learning – Ein Leitfaden

Tim Kantereit, Lehrer und Seminarleiter (Ausbilder von angehenden Lehrkräften) aus Bremen, hatte nach Ausbruch der Pandemie die Idee, einen Leitfaden zu entwickeln, der den Präsenzunterricht in der Schule in Kombination mit online gestützten Lehr- und Lernkonzepten beschreibt (sogenannte blended learning Ansätze).

So reifte in mir die Idee, dazu ein Buch zu schreiben. (…) Seit März ist das Netz und Twitter voll von großartigen Ideen, wie man auf Distanz Unterricht gestalten kann, wie sich Videokonferenzen methodisch gestalten lassen oder welche Tools sich für welche Zwecke anbieten. Ich wollte daher diese Multiperspektivität im Buch abbilden, (eingebracht von) Personen, die in einzelnen Bereichen der Leitwerte eine viel größere Expertise haben als ich. (…)

Ich sammelte zunächst Fragen und Eindrücke zur Situation „Corona und Schule“ über eine MentimeterUmfrage:

 

Diese Fragen sollten als Impulse dienen, die einzelnen Kapitel inhaltlich auszufüllen. Es fanden sich 33 bemerkenswerte Persönlichkeiten aus dem #twitterlehrerzimmer und #fl_seminar auf Twitter und im #Instalehrerzimmer, die sich als Autorinnen und Autoren für dieses Gemeinschaftswerk zusammengeschlossen haben.

(…) Das Buch ist nicht linear aufgebaut. Du kannst also im Inhaltsverzeichnis und/oder im Buch stöbern und die für dich interessanten Artikel lesen. Manchmal gibt es zu einem Thema mehrere Artikel, die die unterschiedlichen Möglichkeiten aufzeigen. Wie es für digitale Arbeit typisch ist, findest auch immer wieder Verlinkungen und Beiträge digitaler Art, wie z. B. Videos, Blogs und Podcasts. Es gibt auch Downloadmaterial, das du für deinen Unterricht nutzen kannst. Das Buch ist also ein Ausgangspunkt, die digitale Welt zu ergründen und eine Einladung sich in bestimmte Themen vertieft einzuarbeiten.

Als Ausbildungs- und Seminarleiter hatte er eher die angehenden Lehrkräfte im Blick. Durch die von ihm dann gewählte Autorinnen- und Autorensuche ist nun eine Handreichung für alle entstanden, also auch für ausgebildete Lehrkräfte, Schulleitung, Elternteil, Studentinnen  und Studenten.

Ich selbst habe mich mit dem Beitrag „4.2 Hybrides Lernen – Blended Learning: Blaupausen an diesem Leitfaden beteiligt. Das vorgestellte Modell hat Eingang in sämtliche Kerncurricula des Landes Hessen gefunden und hat sich – zumindest analog – vielfach und in unterschiedlichen Umsetzungen bewährt. Meine Ausführungen beschäftigen sich vornehmlich mit der Adaption im blended learning Setting. Wie Tim hoffe auch ich, dass mein Input zum Nachdenken und vor allem Tun anregt.

Das eBook liegt in einer Windows-Variante und in einer Apple-Variante vor und steht als OER Material (CC-BY-SA 4.0) zur Verfügung. Darüber hinaus wird zurzeit eine Printversion vorbereitet.

 

 

Mit diesem Blogbeitrag verabschiede auch ich mich in die Sommerferien. Ich wünsche allen Bildungs- und Schulengagierten zunächst einmal Entspannung, Entspannung und noch einmal: Entspannung.

 

Das Schuljahr 2020/21 wird – so ist zu befürchten – so beginnen, wie das letzte geendet hat. Der oben vorgestellte Leitfaden möge die Wiederaufnahme erleichtern helfen.

 

Titelbild: Little Girl taking online classes, verändert mit Effects Art. URL: https://www.canva.com/media/MAD865IKO8A

Sommerferien: Ulrike Mai @pixabay

Schulentwicklung – Empfehlungen und Orientierungshilfen

Verfolgt man die aktuellen Interviews in den Print- und Onlinemedien über anstehende Schulentwicklungsthemen zeigt sich die ganze Bandbreite von Forderungen und Wünschen. Der “Lehrerpräsident” Meidinger sieht in einem RND Interview zuvörderst die Politikerinnen und Politiker in der Pflicht: Er fordert von ihnen einen Hygieneplan, Änderungen der auch online zu ermöglichenden Prüfungsmodalitäten, Gebäudesanierung (“warmes Wasser”)1. Keine Hinweise sind zu finden auf seinen eigenen Verantwortungsbereich: die Schule.

Fast gleichzeitig wird ein weiteres Interview zum Thema veröffentlicht. Die WELT befragt die GEW Vorsitzende Marlis Tepe und im Gegensatz zu Meidinger schaut sie nach innen. Hier Auszüge aus den letzten beiden Fragen und Antworten2:

WELT: Längst spricht man von Millionen abgehängten Kindern. Wie kann man ihnen helfen?

Tepe: Die Lehrkräfte und die Institute für Lehrerfortbildung werden die Sommerferien sehr stark nutzen müssen, um zu überlegen, wie man gerade die Schülerinnen und Schüler, die viel versäumt haben, zusätzlich unterstützt. Sie müssen anders mit dem Lernen umgehen. Es geht natürlich nicht, dass die Lehrkräfte im neuen Schuljahr einfach inhaltlich weitermachen, als wäre nichts gewesen. Sie müssen ihren Unterricht sehr viel stärker individualisieren und die Schülerinnen und Schüler da abholen, wo sie stehen.

Lehrkräfte brauchen Zeit für gemeinsame Fortbildung, um Konzepte für ihre Schule zu entwickeln, damit sie die digitalen Medien noch besser als Hilfsmittel für bessere Differenzierung einsetzen können.

WELT: Nun kommen die Schüler nach Monaten, in denen sie notgedrungen individuell gearbeitet haben, wieder in den Unterricht und haben alle ganz unterschiedliche Lernstände. Zeigt das nicht, dass es mit mehr Individualisierung gerade nicht geht?

Tepe: (…) Auch das Lernen mit digitalen Werkzeugen braucht die Anleitung und Motivation durch die Lehrkraft. Jetzt muss die Zeit genutzt werden, um pädagogische Konzepte zu entwickeln und die technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit nach den Sommerferien mit einem Mix aus Präsenz- und Fernunterricht ein qualitativ hochwertiger Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler angeboten werden kann.

Konsequenzen aus Sicht der Bildungsforschung

Dem stimmt die Bildungsforscherin Prof.’ Anne Sliwka (Uni Heidelberg) in einem ZDFheute- Interview3 zu und fordert mehr formative Feedbackprozesse:

ZDFheute: Ist die Zukunft eine Kombination aus Lernen in der Schule und Zuhause?

Sliwka: Ja, das ist das Zukunftsmodell. Das bedeutet nicht, dass die Kinder Zuhause lernen werden auf Dauer. Das ist jetzt der Fall wegen Corona, aber was bleibt von dieser Zeit? Wird es tatsächlich das “blended learning” sein in dem Sinne, dass Lehrkräfte die digitalen Möglichkeiten viel stärker nutzen werden, um Kindern und Jugendlichen Erklärvideos oder Arbeitsmaterialien zur Verfügung zu stellen? (…)

ZDFheute: Was hat Schule denn aus der Corona-Zeit Positives mitgenommen?

Sliwka: Dass Feedback enorm an Bedeutung gewinnt und das ist auch eine große Chance jetzt für das Bildungssystem, denn wir könnten jetzt diesen Wandel vollziehen, der Ziffernote etwas weniger Gewicht zu geben und dem formativen Feedback, also dem verbalen Feedback, etwas mehr Gewicht zu geben.

Das haben wir ja jetzt in der digitalen Lernsituation schon gemerkt, das war für die Lehrkräfte gar nicht mehr so einfach, einfach eine schlechte Note zurückzumelden, denn was hilft die schlechte Note?

Also der Schüler, die Schülerin sitzt alleine vor dem PC und bekommt eine schlechte Note und soll sich jetzt motivieren weiter zu lernen? Das funktioniert so nicht, also um Lernen anzuleiten braucht man Feedback und zwar konstruktives Feedback, das auch Freude macht weiter zu lernen, weiter zu arbeiten.

Was wird benötigt? Schulpädagogin Prof.’in Eickelmann fordert die Corona-Krise berücksichtigende pädagogische Konzepte4:

Grundsätzlich sollte das kommende Schuljahr unter den Bedingungen dreier möglicher Szenarien konzipiert werden:

  • Präsenzunterricht als Regelfall,
  • eine Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht sowie
  • Fernunterricht als Regelfall.

Dabei ist das Schuljahr so zu planen, dass in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen möglichst reibungslose Wechsel zwischen den Szenarien vollzogen werden können. (…) Wichtig wäre, dass das bevorzugte Szenario den Schulen rechtzeitig vorher mitgeteilt wird, um sich bezüglich der Schulorganisation und Hygienemaßnahmen entsprechend vorbereiten zu können. Ein früh vorgelegtes Konzept hätte den Vorteil, dass Schulen Unterstützungsbedarfe rechtzeitig erkennen und anschließend nachbessern können.

Schulprogramm - reloaded

Für systematische Schulentwicklung sind entsprechende schulinterne Arbeits- und Organisationsstrukturen notwendig (z. B. Steuer-, Evaluations-, Projekt- oder Arbeitsgruppen). Gut geklärte und in der Schulgemeinde transparente Strukturen sind eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Entwicklungsprozesse. Das Schulprogramm vereint die hervorgehobenen Merkmale. Gleichwohl, dieser Begriff ist leider in der Schulwelt häufig negativ konnotiert:

  • Ein Papier für die Tonne …
  • … steht im Regal und kennt keiner …
  • … schade, um die kostbare Zeit …
  • … kam von oben, mussten wir machen …

Warum will ich diesem Begriff aus den Schulgesetzen wieder Leben einhauchen? Die Antwort gibt die vorbildliche Wikipedia- Definition:

Ein Schulprogramm ist ein schriftliches Dokument, in dem eine Schule ihr Leitbild konkretisiert und mittel- bis langfristige Schwerpunkte der Qualitätsentwicklung setzt. Es wirkt als Orientierungshilfe im Prozess der Schulentwicklung und hat verbindlichen Charakter für die Schulgemeinschaft. (…) Alle an Schule Beteiligten (Schulleitung, Lehrerkollegium, Eltern, Schüler, externe Partner) bündeln im Rahmen der Erarbeitung des Schulprogramms ihre Kräfte und geben ihrem Handeln systematisch und transparent eine Leitlinie und Arbeitsgrundlage vor dem Hintergrund der konkreten Bedingungen an der Bildungseinrichtung. Das Schulprogramm dient neben der innerschulischen Verständigung und Teambildung auch der konkreten Ausgestaltung der Vorgaben und Freiräume, die im Schulgesetz des jeweiligen Bundeslandes festgelegt sind. Dabei wird Unterricht als Kern der schulischen Arbeit betrachtet5.

Vielfach wird das Schulprogramm mit dem Schulprofil verwechselt. Das Schulprofil ist das, was die Mitglieder der Schule, aber auch die Außenstehenden als das Besondere an der jeweiligen Schule wahrnehmen, z. B. MINT-Schule, Musikschule, Sportschule. Es bildet sich durch die besonderen Bedingungen an der einzelnen Schule heraus (Aktivitäten, Umfeld, Personal und Ausstattung) und führen keine Schwerpunkte der schulischen Arbeit für die nächsten ein bis drei Jahre auf. Diese werden in einem konkreten Schul(arbeits)programm festgeschrieben.

Wie kommt man nun zu einem Schulprogramm? Über einen 4- Phasenplan6:

1. Phase: Schulprogramm erarbeiten (PLAN)

Der Schweizer Erziehungswissenschaftler und Entwickler von Q2E- Strategien Norbert Landwehr schlägt vor, die Frage „Was wollen wir erreichen?“ ins Zentrum zu rücken (statt der Frage „Was müssen wir tun?“). Er stellt vier wirkungsorientierte Leitfragen:

  1. Was braucht die Lehrperson, damit sie die Stärken und Schwächen ihres Unterrichts erkennen und als Impulse für den Kreislauf der kontinuierlichen Optimierung des eigenen Handelns nutzen kann?
  2. Was braucht die Schule (Kollegium & Schulleitung), damit die schuleigenen Stärken und Schwächen erkennbar werden und als Impulse für den Kreislauf der kontinuierlichen Optimierung der institutionellen
    Qualität genutzt werden können?
  3. Was braucht die Schulleitung, um sich einen glaubwürdigen Einblick in die Qualität der individuell verantworteten Praxis (Unterrichtsqualität) und der institutionellen Qualität (Schulqualität) zu verschaffen – um Positives zu verstärken und bei Defiziten wirksam zu intervenieren?
  4. Was braucht die Schulaufsicht, um einen glaubwürdigen Einblick in die institutionelle Qualität der Schule zu erhalten und bei gravierenden Defiziten wirksam zu intervenieren?

Besonders wichtig: Die Ziele SMART definieren. Dabei meint:

  • S pezifisch: Ziele nicht vage, sondern so konkret wie möglich formulieren
  • M essbar: Ziele müssen messbar sein (Messbarkeitskriterien)
  • A ktivierend: Ziele sollen Lust auf Umsetzung machen
  • R ealistisch: Die Ziele (Aufgaben) müssen innerhalb des gesetzten Zeitrahmens umsetzbar sein
  • T erminiert: Die Ziele (Aufgaben) sind mit einem Zeitrahmen auszustatten: Was ist bis wann zu erledigen?
2. Phase: Schulprogramm(modul) umsetzen (DO)

Ein weiterer Erziehungswissenschaftler, Prof. Rolff (Uni Dortmund) hat drei Dimensionen der Schulentwicklung definiert, die für diese 2. Phase strukturbildend ist:

  1. Unterrichtsentwicklung
  2. Personalentwicklung sowie
  3. Organisationsentwicklung.

Diese drei Dimensionen gehen auf unterschiedliche Aspekte der Schulentwicklung ein, sind aber in hohem Maße miteinander verbunden. Sie sollten daher gemeinsam bedacht und in einer integrierten Form berücksichtigt werden: So braucht es für Entwicklungen im Unterricht oft vorbereitend oder begleitend Maßnahmen der Personalentwicklung (z. B. Fortbildungen, Austausch im Team) oder auch Organisationsentwicklung (z. B. Schaffung von Schulstufen-Teams). Dieser Verwobenheit der drei Dimensionen wird auch in den Arbeitsplänen Rechnung getragen, in denen Ziele und Maßnahmen für Unterrichts- und Organisationsentwicklung dargestellt und mit Maßnahmen der Personalentwicklung und Fortbildungsplanung verknüpft werden.

 

3. Phase: Schulprogramm(modul) evaluieren (CHECK)

Ohne Evaluation und Feedback ist keine systematische Qualitätsentwicklung möglich. Für diese Phase sind die folgenden vier Schritte denkbar:

  1. Welche Fragestellung soll untersucht werden? Hier ist besonders hilfreich, wenn die Ziele SMART definiert waren (s. 1. Phase)
  2. Methoden/ Instrumente auswählen und Ablauf planen
  3. Daten sammeln, aufbereiten
  4. Daten analysieren und interpretieren
4. Phase: Schulprogramm(modul) modifizieren, abschließen und nächstes Schulprogramm(modul) vorbereiten (ACT)

Leitfrage für diese Phase ist: Was nun?

Sie macht deutlich, dass nach einer Umsetzungs- und Evaluationsphase (Zwischen)Bilanz gezogen werden muss, bevor man mit einem Projekt weitermacht oder sich neue Dinge vornimmt. Und sie steht auch für die aktive Umsetzung von Veränderungsimpulsen aus der vorangegangen Evaluationsphase. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. So kann sich aus der Evaluation oft direkt ein Handlungsbedarf ergeben, dies ist insbesondere dann der Fall, wenn man formativ vorgeht, das eigene Vorgehen also noch anpassen und verbessern will. Dies kann man direkt an die Evaluationsphase anschließen – wozu auch auf das nächste Schuljahr warten?
  2. Wenn sich das Entwicklungsvorhaben so gut bewährt hat, dass es Sinn macht, es weiterzuführen und sozusagen „auf Dauer“ zu setzen, dann kann man auch dies gleich beschließen (summative Entscheidung). Es verliert dann sozusagen seinen „Projektstatus“ und wird zum „Standard“ bzw. zur gängigen Praxis (=Überführung in das Schulprofil)
  3. Wenn eine Erprobung eines neuen Vorgehens in kleinerem Umfang („Pilotprojekt“) stattgefunden hat, sieht man oft relativ rasch, ob es noch weitere Probeläufe braucht (formativ) oder ob man das Projekt auch auf andere Teams, Fächer, Aktivitäten etc. ausdehnen möchte (summativ). Auch darüber kann man sich im Anschluss an die Evaluation gleich Gedanken machen und eventuell erste Aktivitäten setzen.

Wichtig ist in allen Fällen, dass es eine bewusste, möglichst datenbasierte Entscheidung gibt, bestimmte Maßnahmen zu setzen. Auch eine kreative Phase zur Entwicklung von Handlungsalternativen (Fall 1) oder der Planung einer etwaigen Einführung in der ganzen Schule (Fälle 2 und 3) kann dem noch vorausgehen.

Werkzeuge aus Digitalien

Im Folgenden werden für drei Bereiche, die bei der Schulprogrammarbeit eine zentrale Rolle einnehmen, geeignete Instrumentarien ausgewiesen.

  • Beim Projektmanagement handelt es sich um ein Handbuch, das neben strategischen Überlegungen eine Reihe von Printvorlagen enthält. Wer sich noch intensiver einlesen möchte, dem empfehle ich meine gleichnamige Themenseite mit zahlreichen Literaturtipps am Ende der Ausführungen.
  • Die Slideshow Feedback weist eine Reihe von Tools aus, die neben einer Kurzbeschreibung Vor- und Nachteile ausweist sowie Handlingshinweise gibt. Auch hier habe ich eine Themenseite mit ergänzenden Informationen entwickelt, auch zum Zwecke einer schulinternen Fortbildung.
  • Die Slideshow Evaluation ist aus einer in unserer Abteilung durchgeführten Softwareanalyse entstanden. Dabei haben wir ein Pflichtenheft aufgestellt und die Tools intern von Zweierteams evaluieren lassen. In Ergänzung dazu haben wir die Anbieter um eine Eigeneinschätzung gebeten. Am Ende stand IQESonline als kostenpflichtiges Produkt und LimeSurvey als „kostenfreies“ Produkt auf den ersten Plätzen. Die unten stehende Übersicht ist nicht vollständig, sie dient einer Vorauswahl. Für SCHILF- Überlegungen stehen Materialien und weitergehende Informationen auf der gleichnamigen Themenseite zur Verfügung.

bittefeedback

Mit BitteFeedback.de kann man einfach und unkompliziert Feedback geben oder erfragen. Wenn man eine Umfrage erstellt hat, erhält man auf der letzten Seite (nach Eingabe der gewünschten Fragen) sowohl den Link zum Teilen mit den TN, als auch den Link, unter dem dann später die Ergebnisse abrufbar sein werden. Diesen Link muss man sich abspeichern, um später auf die Ergebnisse zugreifen zu können. Man kann selbst entscheiden, mit wem man den Link teilen möchte.
  • Einfache Benutzerführung.
  • Es werden keine persönlichen Daten erhoben.
  • Eine Registrierung ist nicht erforderlich. 
  • Es gibt lediglich zwei Antwortformate: Bewertung durch bis zu fünf Sternen, Eingabe von Text. Für viele Feedbackfragestellungen reichen diese Formate in der Regel.
  • Nur im Webinterface aufrufbar.
  • Alle Eintragungen werden nach 14 Tagen gelöscht. Nähere Informationen findest Du im Impressum und den Hinweisen zum Datenschutz
  • Mentimeter

    Mit dem in der Schulwelt sehr verbreiteten,  webbasierten Tool Mentimeter lassen sich schnell anonyme Umfragen erstellen. Mit ihm lassen sich ohne viel Aufwand Einzel- und Multiple Choice- Fragen erstellen. Außerdem sind freie Antwortformate in Textform möglich. Die Auswertung gestaltet sich in diesem Fall als Wortwolke.

    • Fragen lassen sich schnell generieren
    • Viele unterschiedliche Fragetypen: Neben Multiple Choice, offenen Fragen, auch Bewertung auf einer Skala (100 Punkte, die entsprechend der Anzahl der Items diese Obergrenze rechnerisch berücksichtigt!)
    • Videoeinbettung (allerdings nur in Google Chrome)
    • Keine Begrenzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
    • sehr einfach in der Bedienung
    • Vorlagen helfen bei der Erstellung des Feedbacks 
    • keine App notwendig, da im Browser nutzbar 
    • kostenlose Standard-Version, die sehr viele Funktionalitäten aufweist
    • Englischsprachige Benutzerführung
    • Es können in der kostenfreien Variante nur maximal zwei Fragen gestellt werden.

    Oncoo

    Oncoo ist ein digitaler Werkzeugkasten zur Strukturierung von einigen Methoden im Unterricht. Unterstützt werden bisher eine digitale Kartenabfrage, ein Helfersystem, ein Lerntempoduett, Placemat sowie eine Zielscheibe zur Meinungsumfrage.

    • Die meisten Tools sind auch auf allen Endgeräten (PC, Laptop, Tablet, Smartphone) nutzbar.
    • Keine Registrierung oder Installation, weder für Lehrkräfte noch für Schüler: Nach der Auswahl eines Werkzeuges wird ein einmaliger Code erstellt, der die Anwender entsprechend zuordnet.
    • Nutzungsstatistik und Feedbacksystem
    • Keine Apps für iOS, Android

    Classroomscreen

    ExitPoll ist ein digitales Werkzeug, um ein schnelles Feedback zu einer zentralen Frage zu erhalten. Zum einen können SuS zu Beginn der Stunde auf die Frage vorbereitet werden (summative Abfrage) oder während es Unterrichtsprozesses, um eine ganz schnelle Einschätzung zu erhalten (formative Abfrage).

    • Das Tools ist auf allen Endgeräten (PC, Laptop, Tablet, Smartphone) nutzbar.
    • Keine Registrierung oder Installation, weder für Lehrkräfte noch für Schülerinnen und Schüler.
    • Sofortige Auswertung und Darstellung der Rückmeldung
    • Nur quantitative Rückmeldung. Für eine qualitative Einschätzung benötigt es ein anschließendes Gespräch im Plenum. Vielfach wird der ExitPoll am Ende der Stunde durchgeführt. Dann kann der Abstand zur nächsten Unterrichtsstunde möglicherweise zu groß geworden sein. 

    Edkimo

    Edkimo ist eine digitale Kommunikationsplattform, die Feedback, Partizipation und Evaluation im Lernprozess ermöglicht. Mit Edkimo können Lehrkräfte, Schulen und Bildungseinrichtungen mühelos ein konstruktives und anonymes Feedback der Lerngruppe und des Kollegiums einholen, auswerten und besprechen. Diese Rückmeldungen fließen unmittelbar in Partizipations- und Evaluationsprozesse ein und können direkt für die Schul- und Unterrichtsentwicklung genutzt werden, so die Einführung des Anbieters

    • Das Tool ist auf allen Endgeräten (PC, Laptop, Tablet, Smartphone) nutzbar.
    • Apps für iOS, Android
    • Sofortige Auswertung und Darstellung der Rückmeldung
    • Entwickler / Gründer ist Lehrer an einer Berliner Schule.
    • Nur für einige Bundesländer kostenfrei.

    Linzer Diagnosebogen zur Klassenführung (LDK)

    Der Linzer Fragebogen zu Klassenführung” (LDK) ist ein Fragebogen zum Führungshandeln von Lehrkräften. Er ist aus Forschungen zur Klassenführung und aus praktischen Erfahrungen in der Lehrerbildung hervorgegangen. Der LDK ist für Lehramtsstudierende und Lehrer/innen gedacht, die sich Klarheit über ihr pädagogisches Handeln sowie dessen Rahmenbedingungen und Auswirkungen verschaffen möchten, um ihr Handeln weiter zu entwickeln. Der LDK eignet sich auch als Forschungsinstrument.

    • Der Dienst ist kostenlos.
    • Kein eigener Webserver nötig.
    • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
    • viele Fragenbogenitems stehen zur Verfügung
    • ausgereiftes und bewährtes Evaluationstool
    • Die Auswahl der Fragen ist nicht veränderbar.
    • Es können keine eigene Fragen gestellt werden.

    SEP-Klassik

    Das klassische Selbstevaluationsportal (SEP-Klassik) bietet Lehrkräften, dem Leitungspersonal an Schulen sowie Haupt- und Fachseminarleitungen die Möglichkeit, Instrumente zur Selbstevaluation online zu nutzen und dadurch schnell und unkompliziert eine Rückmeldung zu zahlreichen Facetten des eigenen Handeln zu erfahren. Berlin und Brandeburg erhalten Unterstützung durch das das Institut für Schulqualität (ISQ).
    • Der Dienst ist kostenlos.
    • Kein eigener Webserver nötig.
    • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
    • viele Fragenbogenitems stehen zur Verfügung
    • ausgereiftes und bewährtes Evaluationstool
    • keine Apps verfügbar

    Grafstat

    Grafstat ist eines der ältesten im Schulbereich bekannten Befragungsprogramme. Es wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Für Bildungseinrichtungen ist es kostenlos. Die Bedieneroberfläche verdeutlicht noch die Herkunft, sie folgt nicht dem Windows-Standard mit aufklappbaren Menüs. Die einzelnen Aktionen werden durch Klick auf die Buttons aufgerufen. An diese Bedienung muss man sich erst gewöhnen, jedoch findet man sich nach der Eingewöhnungszeit oder nach einer kurzen Anleitung durch einen Kundigen in den Grundfunktionen schnell zurecht.
    • Der Dienst ist kostenlos.
    • Kein eigener Webserver nötig.
    • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
    • Druckvorlage kann aus dem Programm schnell erzeugt werden (falls Internet ausfällt bzw. nicht vorhanden)
    • wegen HTML – Seitenstruktur vielfältige Möglichkeiten, den Seitenaufbau selbst zu gestalten
    • Daten können durch Gruppieren verdichtet und durch Filter eingeschränkt werden. Unterschiedliche Diagramme können selbständig gestaltet werden.
    • Es stehen keine vorgefertigten Fragebogen zur Verfügung.
    • Auswertung: Wenig intutiver Ablauf beim Abruf der Daten
    • Benutzeroberfläche nicht mehr zeitgemäß
    • keine Apps verfügbar
  • Informationsseite des Anbieters, Handbuch des Anbieters (aus 2008)
  • Youtube Channel des Anbieters
  • Video-Tutorial von Herrn Lockermann
  • Anleitung desLF-Portals (Baden Württemberg)
  • Einsatzbeschreibung von Grafstat im Rahmen einer Selbstevaluation (Landesprogramm Bildung und Gesundheit NRW): Grafstat Hinweise in den grün hinterlegten Textboxen
  • Limesurvey

    LimeSurvey™ ist eine Software, mit deren Hilfe Web-Umfragen durchgeführt werden können. In einigen Ländern (Baden Württemberg, Sachsen) und Städten (München) werden die Erstellung von Web-Umfragen dadurch erleichtert, dass die Software auf eigenen Servern gemäß DSGVO datenschutzkonform läuft. Schulseitig werden zur Nutzung von LimeSurvey™ folgendes benötigt:

    • einen Computer (z. B. Windows-PC, Mac oder Tablet) mit Internetanschluss
    • einen beliebigen, modernen Web-Browser
    • eine E-Mail-Adresse, um über eine E-Mail eine Einladung zugestellt zu bekommen.
    • Die Software ist kostenfrei (Open Source)
    • Community unterstützt zeitnah
    • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
    • Export für individuelle Aufbereitung der daten
    • Ergebnisabruf direkt möglich
    • Import externer Fragebögen (sofern im LS-Format)
    • Benutzerführung gewöhnungsbedürftig
    • Update häufig nötig und umständlich (kompletter Upload per ftp-Server). Sehr nützliches Tool “comfortupdate” ist kostenpflichtig und recht teuer (100€ / Jahr).
    • Unterstützung der Landesinstitute nur auf das Notwendigste beschränkt (Einrichtung der Schule), (in der Regel) kein Support bei individuellen Fragestellungen
  • Onlineumfragen erstellen – eine Anleitung des Medienzentrums München(pdf von Dr. Christian Lorenz), eine Anleitung für Fortgeschrittene vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
  • Tutorial zum Anlegen einer neuen Umfrage
  • Tutorial zum Anlegen einer neuen Fragengruppe
  • Kostenpflichtige Tools

    • ist in manchen Ländern kostenfrei,
    • verfügt über übersichtliche Einführungen/Handbücher zum Einsatz von Feedback- und Evaluationsverfahren,
    • Anbieter (Gründer) ist Lehrer in Berlin.

    -> Zum Anbieter

    Das Tool ist sehr zu empfehlen, da es wissenschaftlich begründet ist und technischen Support anbietet. Darüber hinaus besticht der Onlineauftritt mit

    • einer Bibliothek (z. B. Auszüge aus  PÄDAGOGIK – Publikationen, © Verlagsgruppe Beltz, Hans-Günter Rolff (Hrsg.): Handbuch Unterrichtsentwicklung. © Beltz Verlag u.v.m.)
    • Praxisberichten aus Schulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
    • einem in SElbstpublikationen deutlich wahrnehmbaren pädagogischen Verständnis, die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt des Lehrkräftehandels zu setzen

    -> Zum Anbieter

    Das Tool ist sehr zu empfehlen, da es wissenschaftlich begründet ist und technischen Support anbietet. Die Kosten sind im Vergleich zu den beiden anderen hier vorgestellten Wettbewerbern deutlich niedriger. Es ist keine Verschlüsselung (https) implementiert.

    -> Zum Anbieter

    Weitere Empfehlungen aus #twitterlehrerzimmer (ohne eigene Testerfahrungen)

    Schlussbemerkungen

     

    Patrick Bronner (Aus- und Fortbildner, MINT-Lehrer in einem Freiburger Gymnasium) in einem Tweet: 

    Heute hat sich an der Schule die AG “Fernunterricht 2.0” getroffen. Zunächst wurden die Erfahrungen der letzten Wochen reflektiert. Damit wird ein einheitliches Konzept mit Verbindlichkeiten & päd. Freiheiten für eine evtl. 2. Corona-Welle erarbeitet. 

    Vorbildlich, wie ich finde. Jede Schule muss sich aktuell Gedanken machen, wie es mit/ ohne Corona weitergeht. Gütersloh (Tönnies & Co.) und die Entwicklungen in Israel (Inzwischen sind etwa 200 von 5000 Schulen im Land wieder geschlossen, weil sich dort Hotspots gebildet hatten7) haben gezeigt, wie schnell Schulen eines Kreises in einen Lockdown versetzt werden können. Jede Schule ist verpflichtet für solche Fälle einen Plan B in der Tasche zu haben. Vielleicht hilft dieser Artikel mit neun Tipps, in Kombination mit einer Übersicht Digitalisierung und Schule?!

    Vielleicht fördert der Umgang mit den zeitweisen Schulschließungen noch etwas zutage: Die Diskussion über

    und vieles mehr. Das geht nur mit Planung und Einverständnis der Schulgemeinde. Eine digitale Transformation kann sinnvollerweise durch eine geeignete Schulentwicklung initiiert werden. Auch hier steht für interne Diskussionen eine Themenseite bereit. Da man schnell die Übersicht verlieren kann, empfehle ich die aufgebauten Unterstützungssysteme der Länder, wie z. B. in Hessen mit der Einrichtung eines Schulberatungssystems. Ich durfte lange Zeit als Teil dieses Systems Schulen unterstützen. Nicht zuletzt aus diesen Erfahrungen sind die Beiträge der letzten Monate und natürlich die für den analogen Zugang erstellten Praxisbände entstanden.

    In den letzten Wochen gab es eine Vielzahl von online organisierten Austauschformaten (Barcamps, Hackathons, mobile.schule). Es ist nun an der Zeit, zu konsolidieren und schulindividuell nach Lösungen im Umgang mit möglicherweise bevorstehenden Schulschließungen zu suchen. Die Lösungen, die Vorschläge müssen eine belastbare Zustimmung innerhalb der Schulgemeinde finden. Das ist gewiss nicht einfach und angesichts der bevorstehenden Sommerferien eine Herausforderung. Gleichwohl, die Schulgemeinde erwartet belastbare Planungen, die unterschiedliche Szenarien berücksichtigen.

    Dazu wünsche ich den Verantwortlichen vor Ort eine erfolgreiche Arbeit in und außerhalb der Schulmauern!

    Bleiben Sie gesund.

     

    Titelbild, PM: Bild von Pete Linforth @pixabay

    Feedback Gerd Altmann

    Evaluation: Andreas Breitling

    Evaluation. Evaluation. Evaluation. Ein Plädoyer

    Viele Schulen, viele Lehrkräfte experimentieren zurzeit mit den unterschiedlichsten Ansätzen hybrider Lernformen. Meine beiden letzten Beiträge haben eine Reihe von Szenarien vorgestellt. Dr. Persike fordert mit Blick auf die Einführung von Apps & Tools im Blended Learning Umfeld: „Evaluieren, evaluieren, evaluieren!“ In meiner Berufspraxis bin ich keiner Schulleitung begegnet, die eine Evaluation per se ablehnt. Ich habe dagegen vielfach in Steuergruppen- Schulleitungsbefragungen gehört: „Ist sinnvoll, ja, aber: keine Zeit.“ Dieser Beitrag wird zeigen, wie wichtig und zugleich hilfreich die Überprüfung einer Einführung von neuen Lehr-und Lernmethoden ist.

    Beispiele aus der Praxis

    Individuelle Evaluation

    Der Mathe- Seminarleiter Tim Kantereit beschreibt sich in seinem Blog so:

    Während des eigenen Referendariats vor knapp elf Jahren habe ich versucht, Lernplattformen im Unterricht zu etablieren. Seitdem konnte ich mit diversen Plattformen Erfahrungen sammeln. Darüber hinaus habe ich im Unterricht viel Erfahrung mit Portfolios und Lerntagebüchern gesammelt. Meine aktuellen Interessen liegen im Bereich Nutzung digitaler Medien, formative Assessment, agiler Didaktik und Feedback.

    Es verwundert nicht, dass er sich in seinen Lerngruppen vergewissern wollte, wie seine Konzepte ankommen. Er hat eine Umfrage konzipiert, die folgende Hypothesen untersuchen sollte:

    1. SuS setzen vor allem in der Oberstufe bevorzugt auf traditionelle Lernmedien (Tafel, Stift, Papier, Buch) und Methoden (z.B. Lehrervortrag, Einzelarbeit, Partnerarbeit)
    2. Es sind vor allem jüngere Jahrgänge, die sich verstärkt den Einsatz digitaler Medien im Unterricht wünschen und für lernwirksam erachten.
    3. SuS sehen vor allem motivationale Aspekte im Umgang mit digitalen Medien im Unterricht.
    4. Ein Verbot von Smartphones lehnen sie ab.
    5. Das Erstellen von PowerPoint-Präsentationen ist den SuS bekannt und wird daher als Lernform akzeptiert. Podcasts und weitere Formate sind weitgehend unbekannt und werden weniger als lernförderlich angesehen.
    6. Die Nutzung digitaler Medien verändert das Denken und Schreiben und führt zu mangelhafter Konzentration.

    Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen stellt der Seminarleiter in einem Blogbeitrag vor. Sie zeigen: Er verfügt nun über ein Hintergrundwissen, das seinen Unterricht anpassen bzw. neu organisieren lässt.  

     

    schulinterne Evaluation

    Ein Schulleitungsmitglied einer Schweizer Schule berichtet über deren Evaluationserfahrungen bei Einführung eines Lernens in einer Lernlandschaft (LiLO) 1. Was versteht die Oberstufenschule Wädenswil unter einer Lernlandschaft?

    In einer Lernlandschaft arbeiten und lernen bis zu drei Klassen (alters- und stufengemischt) gemeinsam. Alle Lernenden verfügen über einen persönlichen Arbeitsplatz. Dieser kann selber gestaltet werden und bietet einen Ort der Ruhe, wo konzentriertes Arbeiten möglich ist. In den Lernlandschaften arbeiten die Schüler in mindestens einem Drittel der Lektionen vermehrt selbstständig und übernehmen mehr Verantwortung für ihr Lernen. Sie setzen sich mit auf sie individuell angepassten Aufgaben auseinander. Lehrpersonen agieren häufiger in der Rolle der Lernbegleiterin und führen Lernende zu mehr Eigenverantwortung. In regelmäßigen Gesprächen mit den Lehrpersonen wird das Lernen reflektiert, die Arbeitsorganisation thematisiert und Unterstützung gegeben. Die Schüler führen ein Lernbuch (vgl. Abb. 1), in dem sie die Wochenplanung festhalten, persönliche Lernziele formulieren und überprüfen, wo sie in ihrem Lernen stehen. Dies erfordert Eigenverantwortung, die Fähigkeit, eigenes Handeln zu reflektieren, wird dadurch gestärkt. Zudem geben sie den Lehrpersonen regelmäßig Feedback zum Unterricht und zum System LiLO. Natürlich finden neben den Lernlandschaften weiterhin auch ›konventioneller‹ Unterricht statt, in dem die Lehrperson Teile des Schulstoffs vermittelt (Inputlektionen, lehrpersonengesteuert). Lernende, die bereits ein hohes Leistungsniveau aufweisen, erhalten zusätzliche Lernaufgaben und können sich vertiefter mit Inhalten auseinandersetzen. Sie übernehmen auch Aufgaben als Coaches für andere (peer-to-peer-learning). Dadurch können sie auch überprüfen, ob sie selber sattelfest sind, ihre Sozialkompetenz wird geschult. Die soziale Interaktion unter den Jugendlichen wird verstärkt und damit auch der gegenseitige respektvolle Umgang. Den Schülern ist es möglich, den größten Teil ihrer Aufgaben in der Schule zu erledigen, Hausaufgaben im engeren Sinne gibt es nicht mehr2.

    Warum evaluiert die Schule? In dem Beitrag führt die Autorin i. W. die folgenden fünf Gründe an:

    • Ausgangspunkte und Ziele zu klären
    • Hinweise für die Planung zu gewinnen
    • die Entwicklung zu verfolgen und gegebenenfalls zu korrigieren
    • Ergebnisse zu erheben und zu werten
    • nach innen und außen Rechenschaft über unsere Projektarbeit vorzulegen.

    Startpunkt der Schul- und Unterrichtsentwicklung bildete eine Evaluation über die Wahrnehmung der Schule bei den Schüler(inne)n, Eltern und Lehrpersonen. Mit einer großen anonymen Umfrage wurden die Befindlichkeit und das bisherige Schulgeschehen hinterfragt. Die Resultate wurden in einer Klausurtagung der ganzen Schule analysiert und schließlich Schlüsse für die weitere Schulentwicklung und Etablierung von Innovationen gezogen. Dieser Schulentwicklungsprozess wurde fortan jährlich an Planungs- und Evaluationstagungen fortgesetzt, bei denen alle Beteiligte den Fokus gemeinsam auf das Schulprogramm mit den Entwicklungsprojekten legten.

    Das Projekt LILO wurde nicht von allen Lehrkräften durchgeführt. Es hatte somit Projektcharakter und das Ziel, die Lernlandschaften bei Erfolg verbindlich einzuführen. Fasst man die Ergebnisse der unterschiedlichen Evaluationen (IQESonline, Auswertungen, Interviews, Rückmeldungen, Lernbücher) zusammen, lassen sich daraus folgende Gelingensfaktoren für erfolgreiches eigenverantwortliches und individualisierendes Lernen festhalten:

    • Die Verantwortung für das Lernen liegt bei den Schüler(inne)n.
    • Durch Coachinggespräche und schriftliche Rückmeldungen findet individualisierte Lernbegleitung statt.
    • Jede Schülerin, jeder Schüler und alle Lehrpersonen verfügen über einen persönlichen Arbeitsplatz in der Lernlandschaft.
    • Klassen- und/oder Gruppenunterricht und selbstorganisiertes Lernen werden in ausgewogenem Verhältnis angeboten.
    • Das Lernen geschieht weitestgehend individualisiert.
    • Soziales und kooperatives Lernen findet regelmäßig statt (altersdurchmischtes und stufenübergreifendes Lernen sind niederschwellig möglich).
    • Das soziale Zusammenleben und die Räumlichkeiten werden gemeinsam durch die Schüler(innen) sowie deren Lehrpersonen gestaltet.
    • Nachhaltiges Lernen wird durch sorgfältig gestaltete Aufgabenstellungen ermöglicht.
    • Zusätzliche individuelle Lernzeiten werden außerhalb des Stundenplans angeboten.
    • Institutionalisierte Lehrpersonenteams zur Reflexion und Sensibilisierung von Abläufen und Situationen sind installiert.

    Interessant: Die Autorin hebt hervor, dass diese Gelingenbedingungen im übrigen auch für andere Unterrichtsformate festgestellt wurden, mithin man also Indikatoren an die Hand bekam, Unterricht zu evaluieren!

    Resumee der Autorin:

    Es hat sich sehr bewährt, dass solch komplexe Vorhaben durch eine systematische Herangehensweise betrachtet und untersucht werden können, so dass weiterführende Entscheide darauf abstützen können. Es war eine Bestätigung der sorgfältigen Planung und Durchführung des Projekts, dass die Ziele im Bereich selbsttätiges Lernen, aktive Lernbegleitung und engere Zusammenarbeit der Lehrpersonen sehr gut erreicht wurden. Bei der Einbettung von sozialen und kooperativen Lernarrangements sowie der Nachhaltigkeit der Lernaufgaben haben wir die Ziele bisher nur teilweise erreicht, was Ansporn für weitere Entwicklungen und Verbesserungen ist. Innerhalb der OSW wird nun sorgfältig abgewogen, wie die Strukturen der Lernlandschaften aussehen sollten und wie die Teams zusammengesetzt werden. Für eine solch wegweisende Evaluation verantwortlich zu zeichnen, ist auch mit Erwartungsdruck und mit viel Verantwortung verbunden. Die Wichtigkeit eines transparenten Führungsverhaltens und einer sorgfältigen Informationspolitik wurde uns immer wieder vor Augen geführt.

    Weitere Praxisbeispiele:

    • Praxisbeispiele Selbstevaluation. Die Pilotschulen der Selbstevaluation berichten von ihren Erfahrungen im Umgang mit Selbstevaluation und den dabei eingesetzten Instrumenten.
    Externe Evaluation eines Schulträgers

    Regelmäßige Leserinnen und Leser meines Blogs wissen, dass ich meine Medieneinsatzerfahrungen in einem Gymnasium des Wetteraukreises gesammelt habe. Der Kreis zeichnet sich seit Jahren durch eine professionelle Strategie in Implementationsfragen aus. Beeindruckt hat mich immer wieder die Bereitschaft der Lokalpolitikerinnen und -politiker, den Vorschlägen der IT-Gremien zu folgen:

    • Die IT-Abteilung des Kreises sorgte im regelmäßigen Fünfjahresrhythmus mit einem Roll-out neuer PCs, Laptops. Für diese Initiative mussten die Schulen ein Medienkonzept vorlegen.
    • Das Medienzentrum organisierte und unterstützte ab 2008 die Nutzung eines Lernmanagementsystems (wtkedu) mit Fortbildung und technischer Unterstützung.
    • Die Einführung von Tablet-Computern in Grundschulen wurde über den Aufbau einer Modellschule initiiert.

    Die Professionalität der IT-Abteilung zeigt sich nicht zuletzt durch deren Bereitschaft, ihre Umsetzungen immer auf den Prüfstand zu stellen. Dazu nutzte sie einen externen Dienstleister (ifib Bremen). Es entstanden die folgenden beiden Berichte:

    Mit diesen Evaluationen erhält der Schulträger wertvolles Hintergrundwissen, auch im Umgang mit der Kommunikationsplattform wtkedu.

    Blaupause Evaluation

    Orientiert man sich an der Herkunft des Wortes (frz., zu évaluer «abschätzen», «berechnen», von lat. valere «stark sein», «wert sein»), so wird deutlich, dass Evaluation etwas mit «Wert schätzen» zu tun hat, den Wert, die «Stärke» eines Produktes oder Prozesses anhand von nachvollziehbaren Kriterien einzuschätzen. Gute Evaluation hat viel mit einer «wertschätzenden» Grundhaltung zu tun, mit dem Bemühen, die Qualität von Schule und Unterricht zu verstehen, in der Absicht, sie weiterzuentwickeln.
    Interne Schulevaluation basiert auf der Überzeugung, dass Schulqualität erhalten und gefördert werden kann, wenn die Lehrkräfte vor Ort ihre Erfahrungen und ihr Wissen austauschen und für Entwicklungen fruchtbar machen. Sie sind es, welche die Schulqualität hervorbringen und die umfassendsten Kenntnisse über die lokale Schule und ihr Umfeld besitzen.

     

    Gute Evaluationen folgen transparenten Schritten, die Vertrauen und Verlässlichkeit für die Beteiligten schaffen. Wer eine Evaluation plant und durchführt, kann sich an den neun bewährten Schritten orientieren, wie sie in Schulen des Schweizer Kantons Zug vermittelt werden.

    Kleine Schritte und verschiedene Zugänge sind möglich, der Einsatz auch einfacher Evaluationsformen ist realistisch: Mit all dem kann eine tragfähige Evaluationskultur in der Schule längerfristig aufgebaut werden.

    Werkzeuge aus Digitalien

    Evaluationsmaßnahmen können natürlich in Papierform durchgeführt werden. Effizienter scheint mir jedoch, digital unterstützende Instrumente einzusetzen. Der “Markt” ist unübersichtlich. Nach welchen Kriterien sollte man auswählen? Ich würde zuvörderst nach Landeslösungen suchen, denn diese sind in der Regel mit einem Service und Support seitens (nachgeordneter) Landesinstitute verbunden.

    Falls eine eigene Marktrecherche durchgeführt werden soll, empfehlen sich folgende Kriterien:

    • Das Tool sollte webbasiert und weder flash- noch javabasiert sein
    • Mit dem Tool müssen sich Fragebögen online erstellen, beantworten und automatisch auswerten lassen. Fragebögen-Vorlagen müssen kopiert und verändert werden können.
    • Das Tool muss leicht zu bedienen sein.
    • Wenn Apps angeboten werden, müssen sie leicht zu installieren sein und über ein adaptives Design für Smartphone- Nutzung verfügen.
    • Der Anbieter weist eine DSGVO konforme Implementation nach, um die Schulgemeinde (Schulleitung, Eltern, Schülerinnen und Schüler) eine entsprechende Sicherheit zu geben

    Wir haben 2016 in unserer Abteilung eine Softwareanalyse durchgeführt. Dabei haben wir ein Pflichtenheft aufgestellt und die Tools intern von Zweierteams evaluieren lassen. In Ergänzung dazu haben wir die Anbieter um eine Eigeneinschätzung gebeten. Am Ende stand IQESonline als kostenpflichtiges Produkt und LimeSurvey als „kostenfreies“ Produkt auf den ersten Plätzen. Die Anführungszeichen sind berechtigt: Denn im Unterschied zum kommerziellen Produkt muss das Land personell den Service und Support sicherstellen und das geht in der Regel zulasten der Unterrichtsversorgung, da Lehrkräfte mit Entlastungsstunden freigestellt werden.

    Die folgende Übersicht ist nicht vollständig, sie dient einer Vorauswahl.

    Linzer Diagnosebogen zur Klassenführung (LDK)

    Der Linzer Fragebogen zu Klassenführung” (LDK) ist ein Fragebogen zum Führungshandeln von Lehrkräften. Er ist aus Forschungen zur Klassenführung und aus praktischen Erfahrungen in der Lehrerbildung hervorgegangen. Der LDK ist für Lehramtsstudierende und Lehrer/innen gedacht, die sich Klarheit über ihr pädagogisches Handeln sowie dessen Rahmenbedingungen und Auswirkungen verschaffen möchten, um ihr Handeln weiter zu entwickeln. Der LDK eignet sich auch als Forschungsinstrument.

    • Der Dienst ist kostenlos.
    • Kein eigener Webserver nötig.
    • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
    • viele Fragenbogenitems stehen zur Verfügung
    • ausgereiftes und bewährtes Evaluationstool
    • Die Auswahl der Fragen ist nicht veränderbar.
    • Es können keine eigene Fragen gestellt werden.

    SEP-Klassik

    Das klassische Selbstevaluationsportal (SEP-Klassik) bietet Lehrkräften, dem Leitungspersonal an Schulen sowie Haupt- und Fachseminarleitungen die Möglichkeit, Instrumente zur Selbstevaluation online zu nutzen und dadurch schnell und unkompliziert eine Rückmeldung zu zahlreichen Facetten des eigenen Handeln zu erfahren. Berlin und Brandeburg erhalten Unterstützung durch das das Institut für Schulqualität (ISQ).
    • Der Dienst ist kostenlos.
    • Kein eigener Webserver nötig.
    • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
    • viele Fragenbogenitems stehen zur Verfügung
    • ausgereiftes und bewährtes Evaluationstool
    • keine Apps verfügbar

    Grafstat

    Grafstat ist eines der ältesten im Schulbereich bekannten Befragungsprogramme. Es wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Für Bildungseinrichtungen ist es kostenlos. Die Bedieneroberfläche verdeutlicht noch die Herkunft, sie folgt nicht dem Windows-Standard mit aufklappbaren Menüs. Die einzelnen Aktionen werden durch Klick auf die Buttons aufgerufen. An diese Bedienung muss man sich erst gewöhnen, jedoch findet man sich nach der Eingewöhnungszeit oder nach einer kurzen Anleitung durch einen Kundigen in den Grundfunktionen schnell zurecht.
    • Der Dienst ist kostenlos.
    • Kein eigener Webserver nötig.
    • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
    • Druckvorlage kann aus dem Programm schnell erzeugt werden (falls Internet ausfällt bzw. nicht vorhanden)
    • wegen HTML – Seitenstruktur vielfältige Möglichkeiten, den Seitenaufbau selbst zu gestalten
    • Daten können durch Gruppieren verdichtet und durch Filter eingeschränkt werden. Unterschiedliche Diagramme können selbständig gestaltet werden.
    • Es stehen keine vorgefertigten Fragebogen zur Verfügung.
    • Auswertung: Wenig intutiver Ablauf beim Abruf der Daten
    • Benutzeroberfläche nicht mehr zeitgemäß
    • keine Apps verfügbar
  • Informationsseite des Anbieters, Handbuch des Anbieters (aus 2008)
  • Youtube Channel des Anbieters
  • Video-Tutorial von Herrn Lockermann
  • Anleitung desLF-Portals (Baden Württemberg)
  • Einsatzbeschreibung von Grafstat im Rahmen einer Selbstevaluation (Landesprogramm Bildung und Gesundheit NRW): Grafstat Hinweise in den grün hinterlegten Textboxen
  • Limesurvey

    LimeSurvey™ ist eine Software, mit deren Hilfe Web-Umfragen durchgeführt werden können. In einigen Ländern (Baden Württemberg, Sachsen) und Städten (München) werden die Erstellung von Web-Umfragen dadurch erleichtert, dass die Software auf eigenen Servern gemäß DSGVO datenschutzkonform läuft. Schulseitig werden zur Nutzung von LimeSurvey™ folgendes benötigt:

    • einen Computer (z. B. Windows-PC, Mac oder Tablet) mit Internetanschluss
    • einen beliebigen, modernen Web-Browser
    • eine E-Mail-Adresse, um über eine E-Mail eine Einladung zugestellt zu bekommen.
    • Die Software ist kostenfrei (Open Source)
    • Community unterstützt zeitnah
    • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
    • Export für individuelle Aufbereitung der daten
    • Ergebnisabruf direkt möglich
    • Import externer Fragebögen (sofern im LS-Format)
    • Benutzerführung gewöhnungsbedürftig
    • Update häufig nötig und umständlich (kompletter Upload per ftp-Server). Sehr nützliches Tool “comfortupdate” ist kostenpflichtig und recht teuer (100€ / Jahr).
    • Unterstützung der Landesinstitute nur auf das Notwendigste beschränkt (Einrichtung der Schule), (in der Regel) kein Support bei individuellen Fragestellungen
  • Onlineumfragen erstellen – eine Anleitung des Medienzentrums München(pdf von Dr. Christian Lorenz), eine Anleitung für Fortgeschrittene vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE)
  • Tutorial zum Anlegen einer neuen Umfrage
  • Tutorial zum Anlegen einer neuen Fragengruppe
  • Kostenpflichtige Tools

    • ist in manchen Ländern kostenfrei,
    • verfügt über übersichtliche Einführungen/Handbücher zum Einsatz von Feedback- und Evaluationsverfahren,
    • Anbieter (Gründer) ist Lehrer in Berlin.

    -> Zum Anbieter

    Das Tool ist sehr zu empfehlen, da es wissenschaftlich begründet ist und technischen Support anbietet. Darüber hinaus besticht der Onlineauftritt mit

    • einer Bibliothek (z. B. Auszüge aus  PÄDAGOGIK – Publikationen, © Verlagsgruppe Beltz, Hans-Günter Rolff (Hrsg.): Handbuch Unterrichtsentwicklung. © Beltz Verlag u.v.m.)
    • Praxisberichten aus Schulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
    • einem in SElbstpublikationen deutlich wahrnehmbaren pädagogischen Verständnis, die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt des Lehrkräftehandels zu setzen

    -> Zum Anbieter

    Das Tool ist sehr zu empfehlen, da es wissenschaftlich begründet ist und technischen Support anbietet. Die Kosten sind im Vergleich zu den beiden anderen hier vorgestellten Wettbewerbern deutlich niedriger. Es ist keine Verschlüsselung (https) implementiert.

    -> Zum Anbieter

    Weitere Empfehlungen aus #twitterlehrerzimmer (ohne eigene Testerfahrungen)

    Schlussbemerkung

    Uneingeschränkt empfehlenswert ist das Tool SEP-Klassik auf der kostenfreien Seite. Die kostenpflichtigen Tools zeichnen sich durch einen umfangreichen Support und im Falle von IQESonline durch die Verfügbarkeit zahlreicher Materialien zur Schul- und Unterrichtsentwicklung aus.

    Eine weitere Empfehlung ist die Suche nach (Schul)Beratung. Es gibt in vielen Bundesländern entsprechend geschultes Personal, das Unterstützung anbietet. Ich selbst habe in einem hessischen Beratungssystem gearbeitet. Wir haben den Schulen externe Evaluationen angeboten, zu vielerlei Fragestellungen. Dabei sind u. a. auch Fragebögen zur Unterrichtsqualität (inkl. Anleitung) entstanden.

    Noch einmal zurück zu Tim Kantereit und seiner LerngruppenbefragungWarum nicht diese Ergebnisse mit Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern anderer Schulen vergleichen? Ich habe dazu eine Limesurvey- Umfrage erstellt. Das gesamte Material hat Tim für Interessierte in einem Google-Drive Ordner3 abgelegt. Dort befindet sich auch meine LimeSurvey- Vorlage zum Import in ein eigenes Limesurvey-System. 

    Abschließend eine Anregung aus aktuellem Anlass:

    Ich hoffe, dass die oben genannten Beispiele viele Schulleitungen und Steuergruppen dazu motivieren, ebenfalls  Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse zu überprüfen. Die Literaturhinweise am Ende der 9-Schritt-Methode enthalten zahlreiche weitere Tipps und Praxisbeispiele. Im Sinne von – das Rad muss ja nicht immer neu erfunden werden – sollen sie auch einer Zeitersparnis dienen.

     

    Bildnachweis: Andreas Breitling @pixabay.com