Am 1. Februar haben einzelne Staatliche Schulämter des Landes Hessen den Schulen ihres Zuständigkeitsbereichs die weitere Nutzung von Padlet.com Anwendungen mit sofortiger Wirkung untersagt. Dabei wurde auf eine Aussage des Hessischen Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HBDI) verwiesen, demnach die Nutzung der digitalen Anwendung „Padlet“ mit privaten Endgeräten im schulischen Bereich nicht datenschutzkonform genutzt werden kann.1

Eine Woche später ergänzte die Behörde:

Unabhängig davon, dass der HBDI in seiner Stellungnahme keine zeitlichen Vorgaben hinsichtlich der Einstellung der Nutzung gemacht hat, kann in vielen Fällen ein sofortiger Ausstieg für Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte problematisch sein, weil wesentliche Inhalte des Distanzunterrichts im Lockdown mit Padlet bestritten werden. Deshalb räumt der HBDI den Schulen bzw. Lehrkräften eine Zeit des Übergangs ein, um eine Belastung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Distanzunterrichts möglichst zu vermeiden. Der Ausstieg soll zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen, spätestens jedoch mit Ablauf des aktuellen Schuljahres abgeschlossen sein.

Damit ist klar, die hessischen Lehrkräfte müssen sich nach einer Alternative umschauen. Über kurz oder lang werden die anderen Länder nachziehen bzw. sind es schon, z. B. Thüringen. Und ausgerechnet aus diesem Land kommt Licht aus dem Ende des Tunnels: dSign Systems GmbH hat eine Betaversion entwickelt, die eine Vielzahl der beliebten Funktionen der US- Version abbildet. Und darüber hinaus um weitere sehr hilfreiche Optionen ergänzt, z. B.:

  • einen Zeitstrahl als Darstellungsform
  • Abspielen von Audio & Video
  • Aufnahme von Sprache & Foto
  • ein datenschutzkonformes und ganz einfach als eigene Karte integrierbares Videokonferenz-Tool (über Sichere-Videokonferenz.de, das letztlich auf Basis einer Jitsi-Instanz läuft)
  • QR-Code mit Vorschau
  • Uploads bis 100MB
  • Liken von Einträgen

Die Firma lädt dazu ein, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen. Dazu bietet sie über die Hompepage (noch) kostenfreie Lizenzen an. Auf eine Registrierung muss man nicht lange warten, so meine Erfahrung und Beobachtung im Netz. Apropos: Die Firma nutzt das Twitternetzwerk (@TaskCards_) für einen fortlaufenden Dialog mit #twlz, #twitterlehrerzimmer. Sie wird von an Updates interessierten Lehrkräften und IT- Profis tatkräftig unterstützt: mit Hinweisen zur Priorisierung und auch mit Codierungsvorschlägen. So hat Armin Hanisch jüngst die Firma mit hilfreichen und konkreten Tipps zum Import von Padlets aus der US- Version unterstützt. Damit wird es den Lehrkräften bald möglich sein, die bereits entwickelten und im Unterrichtseinsatz befindlichen Beiträge in die deutsche Variante einzubinden. Chapeau.

Abschließend hier noch zwei Blogbeiträge, die zu TaskCards Rezensionen veröffentlicht haben:

Update (01.04.2021): Videoerläuterung durch Sebastian Eisele (@SebEisele)

Update (05.04.2021): Padlet-Alternative? TaskCards – Vorstellung & Interview mit Team. Einblick mit anschließendem Kurzinterview mit Marc und Mathias vom TaskCards-Team.

 

Bildnachweis: Screenshot Beispiel TaskCards

 

Footnotes

  1. https://datenschutz.hessen.de/datenschutz/hochschulen-schulen-und-archive/kein-ausreichender-datenschutz-bei-der-nutzung-von