Eines DER Aufregerthemen in 2020: die (vermeintlichen) Datenschutzhindernisse im Umgang mit COVID-19:
#twlz #bayernedu: Datenschutz in Schulen
via @sz https://t.co/dW2TzyV2yC
Die Diskussion zeigt, dass eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen notwendig ist: Wenn LuL ausprobieren, dann gehen sie Risiken ein. Verbesserter Unterricht ist ein Plus für die Allgemeinheit,— Ulrich Oberender – BY (@obucate) June 7, 2020
Ulrich Oberender (@obucate) kommentiert:
Wir brauchen nicht nur ein rechtliches Korsett, sondern auch zeitgemäßen und vor allem rechtssicheren Raum, um den Unterricht nachhaltig weiterzuentwickeln. Kreativität erfordert Freiraum und einen sicheren Boden.
Ich denke, die zwei Praxisleitfaden sorgen für eine erste Orientierung:
- Informationen zum digitalen Lernen und der digitalen Kommunikation zur Unterstützung hessischer Schulen im Zeichen der Covid-19-Pandemie (Landesschutzbeauftragter des Landes Hessen).
- Warum Schulen Threema nutzen sollten, Auskünfte des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg (LfDI BW)
Darüber hinaus helfen auch in Pandemie freien Zeiträumen die folgenden Beiträge:
- Schulischer Datenschutz: Fragen und Antworten für Lehrkräfte in Rheinland Pfalz
- Datensicherheit und Datenschutz. Eine Themenseite der Medienberatung NRW
- Datenschutz an Schulen. 10-seitiger Flyer zum Thema von digitalcourage e. V. (mit Bestell- und Downloadalternative)
Ein vorbildliches, weil auch für Datenschutzfragen Verantwortung zeigend (vgl. die entsprechenden KMK- Vereinbarungen), ist die videobasierte Einführung von Padlets in Grundschulen. Ich nehme dazu den Thread auf, da er noch auf weitere Tipps hinweist:
Alle Padlet-Filme sind nun komplett.
– Einführung
– Bewerten & Kommentieren
– Einen Post erstellen
– Ein Foto hochladen
– Datenschutz
Kindgerecht für GS erklärt, unter CC-BY 4.0
Langsam genug für wenig affine KuK.
Mein Ostergeschenk für euch #twlz #PrimarEdu #NRWEdu https://t.co/8vPVh5xl96— Stefanie Maurer • NRW (@MaurerStef) April 11, 2020
Michael Koh (@sacredMetal) fragte kürzlich:
Muss für die Nutzung von Padlet eine Einverständniserklärung der Eltern eingeholt werden?
Ich denke: ja. Auch gestützt durch die Eckpunkte für einen datenschutzkonformen Einsatz von Tablets im Schulunterricht der Landesbeauftragten des Landes Niedersachsen.
Generell sollten die Lehrkräfte vor einer Nutzung von Padlet wie auch anderen online Tools, welche eine aktive Beteiligung von Schülerinnen und Schülern einschließt, die Genehmigung der Schulleitung einholen oder sie zumindest informieren, wie der Datenschutzbeauftragten für die Schulen im Kreis Olpe, NRW in seinem Beitrag Padlet mit Einwilligung nutzen empfiehlt. Darüber hinaus stellt er eine vorformulierte Einverständniserklärung zum Download bereit. Ich würde ergänzend noch die Beteiligung des schulischen Datenschutzbeauftragten aufnehmen.
Was passiert eigentlich, wenn Elternteile keine Genehmigung geben? Ich bin kein Jurist, bin aber (fast) sicher, dass die Schule dennoch Tablets & Co. einführen kann (vgl. auch ein Gerichtsurteil vom Verwaltungsgericht Hannover). Es hilft, wenn auf ein Schulkonferenzbeschluss verwiesen werden kann. Für eine weitergehende Klärung empfiehlt sich sicher die Kontaktaufnahme mit den Jurist*innen der Schulaufsichtsbehörden.