Das S A M R Modell  (nach Ruben Puentedura)

Das SAMR- Modell ist ein guter Weg, um selbst zu bewerten, wie effektiv die Technik auf Lehren und Lernen ist. Was macht SAMR so toll? Es ist seine Einfachheit: Es ist leicht zu verstehen und zu folgen. Es ist dann am effektivsten, wenn man es mit dem eigenen pädagogischen Verständnis abgleicht.1
James Gibbons

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Das SAMR Modell kann der einzelnen Schule, aber auch der einzelnen Lehrkraft als Skala dienen, um den eigenen Einsatz digitaler Medien zu reflektieren und beurteilen zu können, ob durch diesen Einsatz eine Veränderung der Unterrichtspraxis erreicht wurde. Dabei muss es nicht zwangsläufig Ziel sein, immer die höchste Ausprägungsstufe (Redefinition) zu erreichen. Zu fragen ist immer, auf welcher Ebene das gewählte Lernszenario angesiedelt wäre und ob damit die Potenziale digitaler Medien in der gegebenen Lernsituation ausgeschöpft werden.2

Die Umsetzung eines solchen Modells in den konkreten Unterricht kann nicht nach festen Schablonen erfolgen. Es wird vielmehr erkennbar, dass digitale Medien von Stufe zu Stufe mehr zu Werkzeugen werden, die durch den Lernenden gesteuert und eingesetzt werden (sollten). Wichtig ist es, dass man sich beim dem Anreichern von Unterichtssequenzen mit digitalen Medien immer der Frage bewusst ist, wo ein Mehrwert erzielt wird. Genau hier bietet das SAMR-Modell Unterstützung an. Die erste Stufe, Substitution, ist schnell erreicht und man ist dann verleitet anzunehmen, schon wirklich digital unterwegs zu sein. Mindestens auf der zweiten Stufe, Erweiterung, sollte man sich immer bewegen, damit der Einsatz auch gerechtfertigt ist. Oftmals kommt es nun auch schon vor, dass Lernende die digitalen Medien (z.B. Tablets) für den Unterricht benutzen möchten, aber der Unterricht hierzu nicht ausgelegt ist. Genau hier sollten also die Lehrpersonen mit diesem SAMR sensibilisiert werden und die sich neu ergebenden Möglichkeiten entsprechend berücksichtigen.  3

Praxisbeispiele zum SAMR Modelle

Eigene Zuordnung:

Diskussionsgrundlage mit Hilfe einer Learninapp:

  • Beschreibungen zuordnen, abschließend auf Überprüfungshaken tippen (blau, unten rechts) und ggfs. nachsteuern…gut geeignet für schulinterne Fortbildung(en)
  • Entscheidungsdiagramm von Nina Anna Brendel (Uni Potsdam)

Weiterführendes Material

Blogbeitrag zu SAMR im Unterricht

Learningsnack zum Thema … im (Über)Prüfungs- und Ergänzungsstyle…etwas für den eigenen Unterricht?

Kritik am SAMR-Modell (Blogbeitrag von M. Schöngarth)

Arbeitsblatt, z.B. für schulinterne Fortbildung(en)

Und was sagt die Hirnforschung dazu? (Link dazu folgt am Ende der einführenden Erläuterungen)

Ein TwitterThread zum Thema (aus dem auch die beiden letztgenannten Anwendungen stammen)

Vergleich SAMR – 4K – MiFd (Blogbeitrag)

SAMR in Latein-Griechisch Digitale Medien im Fachunterricht, S. 4

SAMR in Mathematik (in Englisch)

Footnotes

  1. frei übersetzte “Conclusion” aus https://thatedtechguy.wordpress.com/2015/03/09/guide-using-the-samr-model-to-guide-learning/
  2. ebda. S. 22
  3. https://cyp.ch/Blog/samr-modell