Buch- und Lesetipps (2. Quartal 2021)
Bevor sich nun mein Blog in die Sommerpause verabschiedet, gibt es einiges an Lesefutter. Denn auch in diesem zweiten Quartal des Jahres sind eine Reihe von Veröffentlichungen entstanden, die sich mit dem Thema Schule in der digitalen Welt unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen. Online wie Print, #OpenAccess wie #OER. Die Auswahl richtet sich an diejenigen, die sich für die Weiterentwicklung von Lernkultur interessieren, insbesondere an:
- Schulleitung,
- Lehrkräfte,
- Hochschullehrende und last but not least:
- Bildungspolitiker*innen.
Schule in der digitalen Welt: Broschüren
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Landesmedienzentrum Baden-Württemberg: Medienheft
Wenn auch für den Lehrplan in Baden-Württemberg vorgesehen, kann es dennoch als Vorlage für alle Grundschulen Deutschlands (und darüberhinaus) dienen. Denn: Die Vorlage kann wegen der CC0-Lizenz komplett verändert werden. Vor allem die kindgerechten Bilder laden zur einer Mehrfachverwetung ein. Das Landesmedienzentum schreibt:
(…)
Dieses Medienheft begleitet Kinder beim Erwerb der Kompetenzen, die für einen altersgemäßen verantwortungsvollen Umgang mit Medien angemessen sind. Es bietet einen differenzierten Einblick in die verschiedenen Kompetenzbereiche und hilft Ihren Kindern dabei, den eigenen Lernerfolg in einzelnen Lernschritten wahrzunehmen und zu dokumentieren.
So sehen auch Eltern zu Hause, was Ihr Kind bereits gut kann und worauf es noch besonders achten sollte.
Bleiben Sie auch als Eltern mit Ihrem Kind im Gespräch über Medien – es lohnt sich!
- Klett-MINT GmbH: MINT-Zirkel
Der MINT Zirkel ist die Plattform zum fächerverbindenden Unterricht und für Projekte mit Bezug zur Berufs- und Lebenswelt. Die Lehrerzeitung stellt Lehrkräften Unterrichtsbeispiele mit Praxisbezug vor und öffnet den Blick für neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft. Zudem bietet der MINT-Markt aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Lehrmitteln, Publikationen und Projekten. Die Lehrerzeitung erscheint vier Mal im Jahr.
Man kann kostenpflichtig eine Printversion und kostenfrei die digitale Version beziehen.
- KMK-PAD: Austausch bildet
Unter dem Motto “Das Plus für Schulen” stellt die Juniausgabe des Magazins „Austausch bildet“ das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ in den Mittelpunkt. Die Beiträge zeigen, wie allgemeinbildende Schulen und die frühkindliche Bildung von der neuen Programmgeneration Erasmus+ bis 2027 profitieren können und welche Erfahrungen Schulen und Kitas mit dem Austausch in Europa sammeln. In Interviews und Berichten geht es außerdem um die digitale Praxis im internationalen Schulaustausch, die diesjährigen „ErasmusDays“ und die Erfahrung von Studierenden im FSA-Programm.
- ICJA Freiwlligenaustausch weltweit e. V.: Globital! Globales Lernen Digital
Ich denke, so wie Alessa Rhode und Xalteva Gonzales es beschreiben, ging es vielen Lehrkräften in den Schulen:
Und dann kam Corona und plötzlich ist Begegnung in Präsenz eine Gefahr und in großen Gruppen erstmal nicht mehr möglich. In der Bildungsarbeit beim ICJA waren wir zu dem Zeitpunkt weder digital affin noch besonders fit. Unsere Schwerpunkte lagen in anderen Bereichen. Und doch erschien die einzige Alternative der digitale Raum… In den ersten Wochen haben verschiedene Kolleg*innen in Panik wild zu dem Thema gegoogelt, dann wurde das Ganze koordiniert, Bedarfe abgefragt und erste digitale Seminartools ausprobiert.
Wir haben im Rahmen des Projekts „Digitale Strategien für Globales Lernen“ (…) Workshops zur Qualifizierung besucht, uns auf Konferenzen ausgetauscht und Erkenntnisse in der Praxis erprobt. Unsere Erkenntisse, Lernerfolge und Praxiserfahrungen sind in diesem Leitfaden zusammengefasst. Er ist also keine wissenschaftliche Expert*innenstudie zu digitalem Lernen, sondern eine Erfahrungssammlung vom Sprung in die digitale Seminararbeit im Bereich Globales Lernen. Wir hoffen, dass er anderen beim Springen und Durchführen von Bildungsarbeit im Digitalen eine Hilfestellung oder Inspiration sein kann.
Der Medienpädagogik Praxisblog hat das Buch rezensiert und kommt abschließend zu folgendem Fazit1:
Der Globital Leitfaden überzeugt mit Übersichtlichkeit und einer einwandfreien Strukturierung. Zu fast allen Themen gibt es schöne Beispiele in Form von Bildern, die gerade für Einsteiger*innen eine Veranschaulichung sein können. Für jemanden, der noch nie mit Online-Tools gearbeitet hat, kann es durchaus sehr hilfreich sein, durch solche Visualisierungen ein paar Inspirationen zu gewinnen. Insgesamt ist der Leitfaden durch zahlreiche, liebevoll gestaltete Grafiken sehr ansprechend gestaltet. Was den Leitfaden auch empfehlenswert macht: Es ist für jeden etwas dabei! Viele Abschnitte können von Leuten mit vielen Vorerfahrungen im Bereich der digitalen Seminargestaltung übersprungen werden, aber einige Dinge sind sicher auch neu. Wenn es nicht die Themenblöcke zu verschiedenen technischen Grundlagen sind, dann sind es vielleicht die Themenblöcke zum Umgang mit sensiblen Themen in einem digitalen Seminarkontext, die vielleicht sogar dazu führen, auch das eigene Handeln zu reflektieren.
- Leena Simon, Jessica Wawrzyniak: digitalcourage – Bildungspaket: 10 Leitlinien
Digitale Bildung bedeutet, dass Kinder nicht nur lernen, ein einzelnes Programmsystem zu bedienen, sondern nachhaltig in die Lage versetzt werden, mit digitaler Technik mündig, ganzheitlich und kompetent umzugehen.
Politiker.innen, kommunale Entscheidungsträger.innen und Schulleitungen sind aufgefordert, die digitale Bildung in den Schulen voranzutreiben. Dies bleibt leider viel zu oft an einzelnen Lehrkräften oder Eltern hängen und kann nicht die Lösung sein. Es geht nicht darum, Digitalisierung als Allheilmittel einzusetzen. Digitalisierung bedeutet nicht, dass Lehrkräfte und Inhalte ersetzt werden. Aber Digitalisierung ist mehr als der Einsatz von Hardware und Software. Wer gute digitale Bildung will, setzt auf Medienkompetenz, Partizipation und lebenslanges Lernen mit geeigneten digitalen Werkzeugen. Dafür muss die Politik attraktive Bedingungen schaffen und fördern.
In der Basisversion (digital) enthält das Bildungspaket wichtige Informationen und Basistexte:
Digitale Bildung – 10 Leitlinien, um Schule frei und ganzheitlich zu gestalten (10 Leitlinien) (S.5)
Freie Software an Schulen (S. 14)
Geeignete Schulsoftware (Auswahl) (S. 17)
Übersicht datenschutzfreundlicher Anwendungen (S. 21)
Übersicht mit hilfreichen Infos, Links und Materialien
- Friedrich Verlag (Hrsg.): Transformation Von der Dino- zur Raketenschule
Aus dem Editorial:
(…) Wäre es nicht toll, wenn Schulen mehr einem Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt gleichen würden als einer preußischen Kaserne oder in seiner Bauweise einem Krankenhaus? Ist das nicht eine wünschenswerte Vision: Von der Dino- zur Raketenschule, in der die jungen Menschen regelmäßig gefragt werden, was sie wirklich interessiert? (…) Weil die Dinos zu träge und wenig anpassungsfähig waren, reichte ein Kometeneinschlag für ihr Aussterben. (…) Corona hat uns getroffen – wie ein Komet, der aus dem Nichts kam.
Agile Schulen gab es auch schon vor Corona, ihre Zahl langsam, aber stetig steigend. Die agilen Schulen haben sich auch vor der Pandemie nicht als Wissensfabriken, sondern als Orte der Begegnung und des Begreifens verstanden:
Die Universitätsschule Dresden (S. 28) ist ein solcher Ort. Dort verzichtet man auf kollektive Schulferien zugunsten von individuellem Urlaub, weil Lernen zwar co-kreativ stattfindet, im Kern aber als selbstorganisierter Prozess verstanden wird.
Und da die Raketenschulen neue Formen der Leistungsbewertung und des Feedbacks benötigen, forscht man dazu auch an der TU Dortmund (S. 6).
Der derzeitige Distanz- und Hybridunterricht erweitert dabei in den Raketenschulen das didaktische Portfolio und ist mehr als eine Notlösung – Impulse dazu geben
Dr. Wanda Klee: Impulse für das Lernen auf Distanz (S. 10),
Dr. Patrick Bronner: Digitaler (Fern-) Unterricht – Wirkungsvoll, kompetenzorientiert und personalisiert (S. 18) oder
die Montag Stiftung: lernlog – selbstorganisiertes Lernen fördern und digital begleiten (S. 26).
Weiterhin liefern die Studierenden der Hochschule der Medien Stuttgart mit ihren Semesterarbeiten zum Thema „Wie kann das Lernen in Schulen in Zukunft gestaltet werden?“ (S.32)
Schule in der digitalen Welt: Forschungsstand
- Uwe Hasebrink, Sascha Hölig, Leonie Wunderlich (2021): #UseTheNews – Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter – WIE INFORMIEREN SICH JUNGE MENSCHEN? (Eine Studie)
Innerhalb der Gruppe „Jugendliche“ gibt es große Unterschiede in Nachrichteninteresse und Nutzungsverhalten, fand die o.g. Studie heraus. Erstmals schlüsselt eine Studie derart präzise und differenziert auf, wie junge Menschen innerhalb der Altersgruppen der Jugendlichen (14-17 Jahre) und der jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) mit Nachrichten umgehen. #UseTheNews wurde initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien und durchgeführt vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Ergebnisse wurden am 28. April 2021 beim Mediendialog Hamburg vorgestellt und diskutiert.
Deutlich wird, dass es wenig Sinn macht, alle jungen Menschen über einen Kamm zu scheren. Denn auch, wenn Viele häufig Social Media nutzen, so muss das nicht automatisch bedeuten, dass sie nicht an Nachrichten interessiert sind. Denn einige lesen zusätzlich eine Tageszeitung oder nutzen Nachrichten-Websites. Manche haben großes Interesse an Informationen über private Interessensgebiete, andere verlangt es nach Nachrichten über die Welt oder zum Klimaschutz. Je nach Kombination von Nachrichteninteresse, der Dauer der Nutzung entsprechender Angebot und der Relevanz, die journalistische Angebote für junge Menschen haben, lassen sich innerhalb einer Alters- und Bildungsgruppe vier verschiedene Nachrichtentypen unterscheiden.
- Fridrun Freise, Mirjam Schubert, Lukas Musumeci, Mascha Jacoby (Hg.): Writing Spaces
Ich bin nicht sicher, ob sich die Erfahrungen, Ergebnisse in der Schulwelt nutzen lassen. Vielelicht als Berufsvorbereitung in Universität und Ausbildungsbetrieben? Im Teaser des Verlags heißt es:
Der Sammelband fasst die Beiträge der Tagung “Writing Spaces” in Hamburg zusammen. Schreiben an Universitäten findet in unterschiedlichen Räumen und Verortungen statt. Raum als Konzept und Methode lässt sich auf die Schreibwissenschaft und Schreibdidaktik anwenden. Unterschiedliche Schreibräume werden in den Beiträgen untersucht und zueinander in Beziehung gesetzt: disziplinär und transdisziplinär, physisch und virtuell sowie institutionalisiert und frei organisiert.
Die Autorinnen und Autoren nutzen das Raumkonzept, um gelingende Schreibzentrumsarbeit und didaktische Konzepte vorzustellen und zu diskutieren. Daraus ergeben sich neue Perspektiven und Forderungen für die Ausgestaltung von Schreibzentren und schreibdidaktischer Arbeit.
- Brigitte Berendt, Andreas Fleischmann, Niclas Schaper, Birgit Szczyrba, Matthias Wiemer, Johannes Wildt (Hrsg.): Neues Handbuch Hochschullehre mit (u.a.)
Seit gut 20 Jahren haben (Hochschul)Praktiker*innen für Praktiker*innen ihre Konzepte und Erfahrungen aufgeschrieben und damit ihr Handlungswissen und ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse öffentlich zugänglich gemacht, zur Diskussion gestellt und damit zur Nachahmung sowie Weiterentwicklung angeregt. Mit ihrer Expertise haben sich dabei auch viele Hochschuldidaktiker*innen und Angehörige anderer Berufsgruppen, deren Aufgabe es ist, zur Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre beizutragen, eingebracht.
Mit dieser Jubiläumsausgabe, einerseits eine Standortbestimmung nach 100 Ausgaben, andererseits ein Ausblick auf (mindestens!) 100 weitere, hoffen wir, anregende Impulse zu vermitteln und gerade auch Neueinsteiger*innen einen Überblick über den Stand und die Perspektiven der Hochschullehre (und des „Neuen Handbuchs Hochschullehre“) zu geben. Daher ist diese Ausgabe auch noch in einer weiteren Hinsicht eine besondere: Hier, auf www.duz-open.de, der Open-Access-Plattform des DUZ Medienhauses, steht die digitale Fassung zum kostenfreien Download bereit.
Für Schulen halte ich u.a. die beiden folgenden Beiträge für lesenswert:
– Überlegungen zur didaktischen Gestaltung von Präsenz- und Onlinelehre im Beitrag „Hochschullehre im digitalen Wandel“ (ab S. 23)
– Kompetenzorientiertes Prüfen. Grundlagen, präsenz- und onlinegestützte Formate, Bewertung und Rückmeldung kompetenzorientierter Prüfungsleistungen (ab S. 95)
- Ludger Wößmann, Vera Freundl, Elisabeth Grewenig, Philipp Lergetporer, Katharina Werner und Larissa Zierow: Bildung erneut im Lockdown – Wie verbrachten Schulkinder die Schulschließungen Anfang 2021?
Wie verbrachten Schulkinder die Schulschließungen Anfang 2021?
📢Unsere neue Umfrage unter >2000 Eltern,
mit Vergleich zur ersten Umfrage im Frühjahr 2020Ein vielschichtiges, aber insgesamt sehr ernüchterndes Bild👩💻🤷https://t.co/c9Mk7kwH37
Ein Thread🧵@ifo_Institut 1/11 pic.twitter.com/uy7JSdvkUh
— Ludger Woessmann (@Woessmann) April 20, 2021
Schule in der digitalen Welt: Externe Evaluation
- vbw (Hrsg.): Digitale Bildung an bayerischen Schulen vor und während der Corona-Pandemie
Die vbw Studie wurde vom Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München erstellt. In der Studie werden der aktuelle Stand und Entwicklungstendenzen der digitalen Bildung an den Grundschulen und weiterführenden Schulen in Bayern vor und während der Corona-Pandemie untersucht. Im Fokus stehen dabei der digital gestützte Unterricht und seine Voraussetzungen.
Handlungsempfehlungen
Digitale Medien müssen selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts sein, die Qualität der digitalen Bildung deutlich verbessert und die Medienkompetenz und digitale Souveränität der Lehrkräfte und Schüler*innen ausgebaut werden. Auf Basis der Studienergebnisse werden zwölf Handlungsempfehlungen abgeleitet. Darunter:
Eine robuste und flächendeckende digitale Grundausstattung der Schulen mit Endgeräten und digitaler Infrastruktur ist für einen anspruchsvollen Einsatz digitaler Medien auch im Präsenzunterricht vonnöten; dementsprechend sollte ihr weiterer Ausbau forciert und ihre Nachhaltigkeit sowie Weiterentwicklung gesichert werden.
Die Qualifizierung der Lehrkräfte für ihre Aufgaben in einer digitalen Schule sollte über alle Phasen der Lehrerbildung hinweg noch systematischer verankert werden. Ansätze dazu sind in der ersten Phase des Lehramtsstudiums bereits vollzogen, jetzt geht es darum, den entsprechenden Akteuren der Lehrerbildung an den Universitäten die dazu notwendigen Ressourcen nachhaltig bereitzustellen. Die Verankerung der digitalen Bildung in der zweiten Phase der Lehrerbildung (Referendariat) sollte sich auch in der entsprechenden Prüfungsordnung (LPO II) als einem maßgeblichen Instrument der Output-Steuerung niederschlagen.
Im digitalen Unterricht können sich soziale Benachteiligungen aufgrund der medien-technischen Ausstattung der Schüler*innen sowie ihrer Lernsituation zuhause einstellen und verschärfen; diese Benachteiligungen müssen gezielt ausgeglichen werden.
Schule in der digitalen Welt: Schulleitung
- Forum Bildung Digitalisierung: Impulspapier Datenschutz und Digitale Schule
Das Thema Datenschutz an Schulen ist durch die Corona-Pandemie deutlicher denn je in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Vor allem der pandemiebedingte Fernunterricht und die damit einhergehende Nutzung digitaler Anwendungen wie Lernplattformen und Lernapps führt unweigerlich zu zahlreichen datenschutzrechtlichen Fragen und Herausforderungen für Schulleitungen und Lehrkräfte: Welche Software darf wie genutzt werden? Welche Endgeräte können eingesetzt werden und was muss bei der Einrichtung beachtet werden? Welche Einverständniserklärungen der Eltern müssen wofür vorliegen? (…)
Im Auftrag des Forum Bildung Digitalisierung hat der Think Tank iRights.Lab Impulse zur Entlastung und Unterstützung von Schulen in Datenschutz-Fragen erarbeitet. Das Impulspapier „Datenschutz und digitale Schule“ stellt die aktuelle Ausgangslage sowie datenschutzrechtlichen Herausforderungen dar, skizziert mögliche Lösungsansätze und gibt Empfehlungen, wie Schulen im Bereich des Datenschutzes entlastet, aber auch als zukunftsfähige Bildungseinrichtungen in einer Kultur der Digitalität gestärkt werden können.
Schule in der digitalen Welt: Berufsorientierung
- Bundesagentur für Arbeit, SchuleWirtschaft Deutschland: Handicap … na und? Berufs- und Studienorientierung inklusiv gestalten. Ein Leitfaden
Aus dem Vorwort:
Berufs- und Studienorientierung ist für alle Jugendlichen eine wichtige Vorbereitung, damit der individuelle Übergang von der Schule in den Beruf gut gelingt. Der vorliegende Leitfaden will dazu beitragen, dass dieser Übergang erfolgreich gestaltet werden kann. Die 2009 in Deutschland ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention eröffnet allen Kindern und Jugendlichen das Recht auf gemeinsame Bildung – unabhängig davon, ob sie ein Handicap haben oder nicht. Berufsorientierung ist ein entscheidender Bestandteil dieses Bildungsanspruchs.
Entwickelt aus der Praxis für die Praxis ist dieser Leitfaden kein Handbuch zum Umgang mit jungen Menschen mit Behinderung: Vielmehr will er allen Beteiligten Mut machen, junge Menschen mit und ohne Handicap auf ihrem Weg in das Berufsleben zu unterstützen und sie zu begleiten. Handlungsleitend ist dabei die Grundidee, allen Jugendlichen in gleicher Qualität eine stärkenorientierte, auf den individuellen Unterstützungsbedarf des Einzelnen ausgerichtete Berufsorientierung anzubieten. Dieser Anspruch ist hoch und trifft alle Partner am Übergang von der Schule in den Beruf. Es entlastet zu wissen, dass bei jedem Einzelfall immer auch die Expertise von Fachleuten hinzugezogen werden kann und zum Teil sogar in Anspruch genommen werden muss, um eine gezielte, individuelle und damit erfolgreiche Gestaltung inklusiver berufl icher Orientierung zu erreichen.
(…) Einfache Rezepte gibt es dabei nicht, aber es gibt gute Praxisbeispiele, Tipps, Checklisten sowie hilfreiche Weblinks, Arbeitshilfen und Materialien zur inklusiven Berufsorientierung. (…) Dabei haben wir uns auf den Übergang in Ausbildung und Arbeit konzentriert. Alle Beispiele lassen sich jedoch auch auf den Sekundarbereich II übertragen. Ausgewählte Beiträge sollen Sie zum Nachahmen und Weiterentwickeln anregen.
Bildung in der digitalen Welt
- Forum Bildung Digitalisierung: Fast Forward
Die Corona-Pandemie beschleunigte im Jahr 2020 die digitale Transformation unseres Bildungssystems ungemein. Gemeinsam mussten alle Akteure im Bildungssystem mit beeindruckender Schnelligkeit an neuen und innovativen Lösungen arbeiten, um die Schulen gut durch diese Zeit zu bringen. In der dritten Ausgabe von Plan BD laden wir dazu ein, über die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie zu reflektieren und Visionen und Ideen für die Zukunft zu entwickeln. In vier Dossiers widmen sich die Beiträge den zentralen Themen, die unser Bildungssystem derzeit umtreibt: Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe, Inklusion und Lehrkräftebildung. Dabei entstanden ist ein inspirierender, facettenreicher und multiperspektivischer Blick auf die digitale Transformation des Bildungssystems – auch für die Zeit nach der Pandemie.
Zu guter Letzt …
Abschließend noch ein Thread, der (Lese)Tipps zum Thema #Achtsamkeit ausweist, einem Aspekt mit ganz sicher hoher Relevanz für den Beginn des kommenden Schuljahres (einfach auf das Twittericon klicken):
Moin #twlz. #Achtsamkeit in Schule und Unterricht. Was kennt ihr, könnt ihr empfehlen? 1,2,3 und los!! 😘
— Tim Kantereit 🇪🇺 (he|him) (@Herr_Ka_Punkt) June 21, 2021
Mit diesem Blogbeitrag verabschiede ich mich in die Sommerferien. Ich wünsche allen Bildungs- und Schulengagierten zunächst einmal Entspannung, Entspannung und noch einmal: Entspannung.
Wer zurückliegende Ausgaben nachlesen möchte:
- 29.05.2021: Vorstellung Brägger/ Rolff (Hrsg.): Handbuch Lernen mit digitalen Medien
- 22.05.2021: Vorstellung Pfliegel: Digitale Bildungsformate
- 13.03.2021: Buch- und Lesetipps Q1 – 2021
- 27.02.2021: Der erste Teil mit Tutorials, E-Books und Broschüren
- 30.12.2020: Buch- und Lesetipps Q4 – 2020
- 18.09.2020: Buch- und Lesetipps Q3 – 2020
Ich halte die Augen weiterhin offen …
Stay tuned …
Titelbild: Erik Lindstrom @pixabay

Dieser Kurs richtet sich an Pädagog*innen, die in der Filmbildung oder Medienpädagogik tätig sind und ihr Wissen und ihre Kompetenz erweitern, neue Ideen ausprobieren oder einfach tolle Arbeitsmethoden kennenlernen möchten. Es werden unter anderem folgende Themen behandelt:
Intelligenztests werden häufig im Rahmen sonderpädagogischer Begutachtungen durchgeführt. Die empirische Studie untersucht, unter welchen Arbeitsbedingungen Intelligenztests angewendet werden und welche Problematiken daraus resultieren. Ergänzt wird die Studie durch die Analyse von 248 Intelligenztests auf Auswertungsfehler. Zusammengefasst belegen die Ergebnisse vielfältige Schwierigkeiten im Umgang mit den Tests, aber auch einen unterschiedlichen Umgang in den Bundesländern. Aus den Studienergebnissen resultierende Verbesserungsvorschläge für die Praxis werden abschließend vorgestellt.
Schülerinnen und Schüler nach ihrem individuellen Potenzial zu fördern, stellt eine zentrale Aufgabe des Bildungssystems dar. Die Notwendigkeit, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler bei der Förderung zu berücksichtigen, rückte dabei in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus. Damit stellt sich für Lehrkräfte wie auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Frage, wie diese Förderung bestmöglich gelingen kann und welche Schwierigkeiten dabei aktuell zu bewältigen sind.
In der PISA-Studie 2018 wurde als innovative Domäne erstmals Global Competence bei fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schülern erfasst. In dieser Zusatzerhebung werden das selbsteingeschätzte Wissen von Schülerinnen und Schülern zu Themen mit lokaler und globaler Bedeutung (z. B. Klimawandel, Armut, Pandemien) sowie ihre Einstellungen zu globalen und interkulturellen Themen in den Blick genommen. Dabei geht es beispielsweise um den respektvollen Umgang mit Menschen unterschiedlicher nationaler Herkunft und entsprechendem ethnischen, religiösen, sozialen oder kulturellen Hintergrund.
Globales Paradigma, nationale Normen und lokale Praxen. Das Handbuch Inklusion international verbindet theoretische Entwicklungslinien und vielfältige vergleichende Perspektiven der Inklusiven Bildung in ihrer globalen Verbreitung. Die Beiträge bieten einen umfassenden Zugang zu internationalen Diskursen, vergleichenden Forschungsergebnissen und ‚inspiring practices‘ aus diversen Weltregionen – Europa, Afrika, Asien und Nordamerika. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Relevanz komparativer Studien gewidmet.
In dem Sammelband werden verschiedene Schreiblehrkonzepte vorgestellt, um Studierende in das fachspezifische wissenschaftliche Schreiben einzuführen. Die Methoden, Übungen und Zugänge wurden im Qualitätspakt Lehre entwickelt und erprobt. Der Schwerpunkt liegt auf den Herausforderungen des fachspezifischen wissenschaftlichen Schreibens. Die Autorinnen und Autoren präsentieren Lehransätze und evaluieren Maßnahmen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit. Außerdem wird diskutiert, wie Lehrende für die Vermittlung fachspezifischen Schreibens vom Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) profitieren können.
Die landesweiten Schulschließungen im vergangenen Schuljahr stellten alle am Schulleben Beteiligten vor Herausforderungen, die einmalig in der langen „Schulgeschichte“ des Landes sind. In diesem Vortrag werden Ergebnisse der CUNITAS-Studie vorgestellt, die im Juni/Juli 2020 die konkrete Umsetzung des digitalen Unterrichts an Schulen untersucht hat. Dabei wird gezeigt, dass sich in den unterschiedlichen Fächern Methoden und Tools, die eine persönliche Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, in einer höheren Unterrichtsqualität und einem höheren Lernnutzen widerspiegeln. Ein Vortrag von Prof. Dr. Richard Göllner.
Mit dem Projekt „Informatische Bildung und Technik in der Grundschule“ fördert das Land Niedersachsen auf der Grundlage des Landeskonzepts „Medienbildung“ innovative Entwicklungsvorhaben in 30 Grundschulklassen. Dabei liegt der Fokus auf der Förderung grundlegender Kompetenzen der Informatik mit Hilfe des Einsatzes von Micro-Controllern wie z.B. dem Calliope Mini sowie grafischen Entwicklungsumgebungen und ggf. von Robotern. Dies soll ab der 3. Klasse spielerisch und experimentell vermittelt werden. Die Implementation der Module soll im Sachunterricht sowie in Mathematik und Deutsch erfolgen. Die Schulen verfügen seit November 2017 über einen Calliope-Klassensatz. Ziele des Projektes sind 1. die Erprobung eines didaktischen Konzeptes für die informatische Bildung und Maker Education in der Grundschule, 2. die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die breite Implementierung ab Klasse 3 sowie 3. die Erarbeitung und Verbreitung von Unterrichtsmaterialien als offene Bildungsressourcen.
Welche Bedeutung hat die Digitalisierung für die Aus- und Fortbildung in den elektro-, informations-, metall- und fahrzeugtechnischen Berufen? Der Einsatz digitaler Technik führt hier zu starken Veränderungen der Tätigkeiten und Arbeitsabläufe. Gleichzeitig sind die Beschäftigten dieser Berufe durch die Verwendung und Herstellung digital innovativer Produkte im besonderen Maße Mitgestaltende dieser Veränderungen.
Berufliche Förderung in Zeiten von Digitalisierung und Berufsbildung 4.0 war ein Schwerpunktthema der Hochschultage Berufliche Bildung 2019 in Siegen. Die Beiträge des Sammelbandes geben einen Überblick über die diskutierten Konzepte und Handlungsansätze.
Anlässlich des Ausscheidens des Universitätsprofessors und Ingenieurpädagogen Klaus Jenewein aus dem universitären Regelbetrieb reflektieren und bilanzieren langjährige wissenschaftliche Weggefährt:innen und Schüler:innen wichtige Entwicklungen in der Berufsbildungswissenschaft, beruflichen Ausbildung und Bildungspolitik. Ihre Texte zur Ingenieurpädagogik, Lehrkräftebildung und betrieblichen Praxis knüpfen an die Arbeiten von Klaus Jenewein an und stellen darüber hinaus eigene Forschungsergebnisse vor.
Dieses Buch beschreibt Ergebnisse, Erfahrungen und erprobte Unterrichtskonzepte aus dem Pilotprojekt „Mobiles Lernen in Hessen – MOLE“, das die Hessische Lehrkräfteakademie in Kooperation mit studiumdigitale, der zentralen eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums in den Jahren 2013 bis 2016 durchgeführt hat. Ziel des Projektes war es herauszufinden, welchen Einfluss der Einsatz von Tabletcomputern in der Grund- und Unterstufe auf das Lernen und die Entwicklung der Medienkompetenz der Lernenden hat. Dabei konnten Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Unterrichtskonzepte zielführend sind und damit eine positive Auswirkung auf das individuelle sowie das gemeinsame Lernen haben. Ebenso wurde deutlich, unter welchen Rahmenbedingungen die erfolgreiche Einbindung von Tablets in den Unterricht gelingen kann.
Die Bruchrechnung gilt als schwieriger Teilbereich der mathematischen Grundbildung. Insbesondere die Entwicklung eines Bruchzahlbegriffs zu Beginn der Sekundarstufe kann für Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Problemen verbunden sein. Vor dem Hintergrund lernpsychologischer Theorien erscheint hier der Einsatz interaktiver Lernumgebungen vielversprechend. Auch Ergebnisse empirischer Studien lassen vermuten, dass Kinder vom Lernen mit multimedialen Inhalten gerade im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht profitieren können. Im Forschungsprojekt ALICE:Bruchrechnen wurde eine empirische Studie im Kontext des Anfangsunterrichts der Bruchrechnung durchgeführt. Dazu wurde ein interaktives Lehrbuch für Tablet-PCs entwickelt, das mit Bildern und Animationen arbeitet und Schülerinnen und Schüler zum Ausprobieren einlädt.
Diese Ausgabe des Journals der Schreibberatung widmet sich dem Thema „Peer-Learning in Writing – von- und miteinander akademisch schreiben lernen“ und beleuchtet sehr unterschiedliche Aspekte. Direkt im ersten Beitrag widmen sich Anke Beyer und Anne von Gunten der Form der Rückmeldung, die im universitären Kontext häufig kritisch zu betrachten ist, da sie von Dozierenden bei Hausarbeiten häufig zu generell und damit zu wenig gewinnbringend für die Angesprochenen verwendet wird: der schriftlichen Textrückmeldung. Der Begriff ist noch sehr unscharf definiert und wird häufig entweder als Feedback oder als Beurteilung verstanden, selten als eine Kombination. Die Autorinnen versuchen, diese Lücke zu schließen, indem sie die Textkommentarprozesse von sechs Studierenden in unterschiedlichen Situationen analysieren: im Peerfeedback im Studium, in der Schreibberatung, in Review-Verfahren im wissenschaftlichen Kontext sowie in der schriftlichen Textrückmeldung in der Schule.
Wie durch eine Lupe hat uns die Coronakrise in den vergangenen zwölf Monaten Missstände und Ungleichheiten unserer Gesellschaft im vollen Ausmaß sichtbar gemacht. Dazu gehört auch und vor allem der Bildungsbereich: die mangelnde Digitalisierung der Schulen oder fehlende digitale Kompetenzen der Lehrkräfte, aber auch der wachsende “digital gap” in Familien. Wieder einmal hängt Bildung – effektives Homeschooling und Distanzlernen – viel zu stark von der sozioökonomischen Herkunft der Schüler:innen ab. Die Krise ist aber auch ein Test für die Demokratie und Beteiligung im öffentlichen Raum. Desinformation in den Online- und sozialen Medien untergräbt in einigen Bevölkerungsteilen das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse und damit auch in die Politik, die bemüht ist, evidenzbasiert zu handeln.
Ein gutes Bildungsangebot bereitstellen zu können, erfordert die gemeinschaftliche Anstrengung verschiedenster Akteure: der Schulen mit allen an der Schulgemeinschaft beteiligten Personen, der Schulträger, der Schulaufsicht und speziell im Kontext von Digitalisierung auch der Medienbildungszentren, der Medienberater:innen, der IT-Abteilungen in der Kommunalverwaltung, von Bildungsbüros, Fortbildungseinrichtungen, weiteren Beratungs- und Unterstützungszentren und vielen weiteren mehr.
TELucation ist eine Neuschöpfung, welche sich aus den Wörtern TEL (technology enhanced learning) und education zusammensetzt. Die OE Lehr- und Lerntechnologien der TU Graz hat im Jahre 2019 eine Sammelmappe mit Themen aus dem TELucation-Bereich veröffentlicht. Bei der TELucation-Sammelmappe handelt es sich um ein analoges Kompendium, welches Unterstützung zur Virtualisierung der Lehre bietet. Sie umfasst:
Das E-Book stammt von Franziska Stahl (@stahlfranz) und lädt Grundschulschüler*innen dazu ein, via eines Buchtrailers ein Buch vorzustellen, mit allen Tipps & Tricks. Tolle und motivierende Umsetzung.
In diesem Buch möchte ich meine Ideen und Anregungen für hybrides und selbstgesteuertes Lernen, umgesetzt mit Moodle™, vorstellen und mit konkreten praxisnahen Beispielen veranschaulichen. Im Kapitel 9 stelle ich weitere Ideen für die Zusammenarbeit im Kollegium vor. Auch zeige ich, was man sonst noch alles mit Moodle™ machen kann. Dabei ist mir das Konzept des selbstgesteuerten Lernens sehr wichtig.
Ich habe dieses Buch für Menschen geschrieben, die mit BigBlueButton als Werkzeug Konferenzen, Lehrveranstaltungen, Seminare und Besprechungen leiten oder dabei unterstützen.
In einer Zusammenarbeit mit der Abteilung Bildung und Vermittlung des Deutschen Historischen Museums entstanden in einer mehrmonatigen Zusammenarbeit vier E-Books mit interaktiven Arbeitsblättern, welche für den Unterricht, aber auch für das Distanzlernen herangezogen werden können. Es geht vornehmlich um die Rolle der Frauen in der modernen Geschichte. Daher auch der Titel: Herstory.
Ready für das 21. Jahrhundert? So fragen die Herausgeber und mit ihnen 34 weitere ExpertInnen. Das im Rahmen eines agilen Book Sprints mit 34 ExpertInnen entwickelte „Agilität und Bildung“ gibt einen Überblick, warum und wie Agilität in der Bildung funktioniert.
Die Broschüre „Meet – join – connect! Digitale Tools für die Praxis Internationaler Jugendarbeit“ dient als Orientierungshilfe bei der Konzeption, Durchführung und Nachbereitung von digitalen internationalen Jugendprojekten. Anhand von Empfehlungen und Praxisbeiträgen zeigt der Leitfaden, wie ein sinnvoller Einsatz digitaler Tools bei einer Online-Begegnung aussehen kann.
Toni hat 12 + 3 + 4 statt 12 + 34 gerechnet, also nicht berücksichtigt, dass die 3 an der Zehnerstelle steht. Es könnte durchaus sein, dass Toni im Unterricht nicht genügend Lerngelegenheiten erhalten hat, um ein gesichertes Stellenwertverständnis aufbauen zu können. In diesem Fall wäre der Unterricht dann für Tonis Schwierigkeiten mitverantwortlich.

Dieser Sammelband bündelt über 70 Beiträge zum Themenbereich „Bildung, Schule, Digitalisierung“. Ein zentrales Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu den vielfältigen Aspekten, Perspektiven und Fragen zur Digitalisierung im Kontext schulischer Bildung und Lehrer*innenbildung abzubilden und kritisch zu reflektieren. Thematisiert werden programmatische Vorstellungen zu Digitalisierung und Digitalität, Medienkonzepte und Einsatzszenarien digitaler Medien sowie Fragen ihrer Wirksamkeit. Versammelt sind empirische Originalarbeiten zum Einsatz digitaler Medien, Beispiele guter Praxis, Beschreibungen geplanter Studien sowie theoretische Beiträge zum Themenbereich.
Mit der IEA-Studie ICILS 2018 (International Computer and Information Literacy Study) werden zum zweiten Mal nach 2013 computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Achtklässlerinnen und Achtklässlern im internationalen Vergleich gemessen. Die Studie liefert damit ein aktuelles Bild über den Stand der digitalen Bildung in Deutschland. In diesem Band werden zudem erstmals empirisch basiert Aussagen zu Entwicklungen über einen mehrjährigen Zeitraum präsentiert. Ebenfalls erstmalig werden im Rahmen eines internationalen Zusatzmoduls Befunde zum Kompetenzbereich ‚Computational Thinking‘ vorgelegt, der das Lösen von Problemen und den kompetenten Umgang mit algorithmischen Strukturen anspricht.
Durch die über eine Stichprobenerweiterung ermöglichte Teilnahme an ICILS 2018 (International Computer and Information Literacy Study) als sogenannter Benchmark-Teilnehmer werden erstmals für Nordrhein-Westfalen im nationalen und internationalen Vergleich die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen sowie Kompetenzen im Bereich ‚Computational Thinking‘ von Achtklässlerinnen und Achtklässlern untersucht. Diese Publikation stellt erste Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen zu den vorgenannten Kompetenzbereichen dar, differenziert hier vertiefend nach Schulformen und individuellen Schülermerkmalen. Weiterhin werden erste Analysen zu den Rahmenbedingungen des Kompetenzerwerbes für Nordrhein-Westfalen im nationalen und internationalen Vergleich zur Verfügung gestellt. Dazu gehören als schulische Voraussetzungen Befunde zur IT-Ausstattung sowie zum technischen und pädagogischen IT-Support. Weitere Schwerpunkte der hier vorgelegten ersten Ergebnisse von ICILS 2018-NRW liegen auf Befunden zu schulischen Prozessen wie den Erwartungen der Schulleitungen, den Einschätzungen der Lehrkräfte sowie Befunde zur Teilnahme an Lehrerfortbildungen. Ferner werden Ergebnisse zur schulischen Nutzung digitaler Medien durch verschiedene Akteure vorgestellt. Die Broschüre wendet sich im Kontext aktueller Digitalisierungsprozesse an eine an der Entwicklung von Schule und Unterricht interessierte Leserschaft in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.
Die neue Studie „Digitales Potenzial“ von Prof. Dr. Birgit Eickelmann und PD Dr. Kerstin Drossel (Universität Paderborn) im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland untersucht nicht-gymnasiale Schulen, deren Schülerinnen und Schüler überdurchschnittlich hohe Digitalkompetenzen aufweisen – sogenannte digitale Optimalschulen. Anhand ICILS-2018-Daten analysiert die Studie Erfolgsfaktoren digitaler Optimalschulen und zeigt auf, welche Aspekte andere nicht-gymnasiale Schulen für eine bessere Förderung von Digitalkompetenzen aller Schülerinnen und Schüler aufgreifen können.
Für die Vorbereitung von zukünftigen Lehrkräften auf das Unterrichten mit digitalen Medien sind Lehrende in Lehramtsstudiengängen und Mentorinnen und Mentoren in Schulen von großer Bedeutung. Wer wissen möchte, was die internationale Forschung zu diesen Akteuren herausgefunden hat, sollte einen Blick in ein soeben erschienenes Review werfen: Neben Kompetenzen werden die Bedeutung individueller Einflussfaktoren und die institutionelle Unterstützung von Lehrerausbildenden im Kontext der Digitalisierung thematisiert. Folgende Themenschwerpunkte werden behandelt:
Die vorliegende Buchpublikation geht zurück auf einen interdisziplinären Workshop, der von den Herausgeber*innen am 25. und 26. Februar 2019 im „Kokskohlenbunker“ des Ruhr Museums auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen organisiert wurde. Die Veranstaltung brachte 55 Vertreter*innen aus Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften und Zentren für Lehrerbildung aus bundesdeutschen Hochschulen zusammen, um über digitale Innovationen und Kompetenzen in Lehramtsstudiengängen zu diskutieren. Die Grundlage für die Veranstaltung bildeten Konzepte und Erfahrungen aus 47 Lehrprojekten der Beteiligten, die im Vorfeld der Veranstaltung von den Teilnehmenden als Diskussionsgrundlage dokumentiert und allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wurden. Eine Besonderheit des Workshops bestand darin, dass keine Vorträge gehalten wurden, sondern dass ausgehend von den dokumentierten Lehr-Lern-Innovationen in mehreren moderierten Gruppenphasen mit wechselnden Beteiligtenkonstellationen fächerübergreifend Themen gemeinsamen Interesses identifziert und konkretisiert wurden. Die intensiven Gruppenphasen mündeten in die gemeinsame Konzeption der vorliegenden Buchpublikation, in der einerseits Best Practices aus unterschiedlichen Fächern für Interessierte anderer Fächer aufbereitet und dargestellt sowie fächerübergreifende Querschnittsthemen adressiert werden sollten, die aus dem während der Veranstaltung geführten Dialog entwickelt wurden.
Die Lehrkräftefortbildung führte lange bildungspolitisch ein Schattendasein, ist zuletzt aber angesichts der zum Teil unzureichenden Qualifizierung der Lehrkräfte für die Nutzung digitaler Technologien in den Fokus von Bildungspolitik und Öffentlichkeit gerückt. Das Netzwerk Bildung der Friedrich- Ebert-Stiftung spricht Empfehlungen für eine grundlegende Reform der Lehrkräftefortbildung aus.
Aus dem Vorwort: Es sind nicht wenige, die sich Gedanken machen, welche Zukunft eine so nützliche und so wirkungsvolle menschliche Erfindung wie das Lesen von Büchern noch hat, seit Computer und Internet in alle Bereiche des Lebens vordringen, auch in die der Bücher und des Lesens. Das Lesen von gedruckten Büchern scheint altmodisch zu sein. Ein Unbehagen in der Lesekultur beschleicht uns daher nicht von ungefähr, als wäre alles längst nur noch eine Frage der Zeit, wann das Lesen nicht mehr als ein Nischendasein führen werde. Diese Entwicklung beklagen viele. Doch dieses Buch ist kein Buch der Klage. Davon gibt es mehr als genug, deren populärste Exemplare ich wiederholt hier bespreche. Es ist vielmehr ein Sachstandsbericht mit einer hohen Sympathie für das neue Lesen. (…) Gerade die digitale Welt braucht das Innehalten, Nachdenken und Abwägen der Argumente. Dazu lädt dieses Buch ein. (…) Einem solchen Thema hätte ich wohl nicht so viel Zeit zugewendet, wenn ich nicht drei Kinder hätte, die mir täglich vor Augen führen, warum Erziehung notwendig ist, auch wenn das Ergebnis dann ein ganz anderes ist, als es sich Professoren ausdenken mögen. Elisabeth, Nathan und Alban ist diese Abhandlung gewidmet.
Mit dieser Veröffentlichung wird ein darüber hinaus gehendes Ziel verfolgt:
In seiner Dissertation entwickelt, erprobt und evaluiert der Autor ein wissenschaftliches Fortbildungskonzept für Berufsschullehrende zum Unterrichtsthema nachhaltiges Handeln im Beruf. Um die Leitidee der Nachhaltigkeit in der Berufsbildung strukturell zu verankern, brauchen Lehrkräfte konkrete Weiterbildungsangebote und praktischen Input für ihre Schulpraxis. Auf Basis von zwei eigenen Studien ermittelt der Autor zunächst die professionelle Kompetenz der Berufsschullehrenden im Bereich Nachhaltigkeit, um daraus Ansatzpunkte für Lehr- und Lernarrangements abzuleiten. Anschließend entwirft er ein Fortbildungskonzept, das er in einer dreistufigen begleitenden Evaluation testet und weiterentwickelt.
Als Ergebnis lässt sich zusammenfassen:
Die Digitalisierung findet in Zeiten der Corona-Pandemie rasant Eingang in die schulische Bildung. Wie können wir diesen Wandel hin zu digitalem Lernen gestalten? Den Schulleitungen kommt bei dieser digitalen Transformation eine besondere Rolle zu, aber auch Lehrkräften, Eltern, Schüler/innen, Politik und Zivilgesellschaft können den Wandel hin zu zeitgemäßem Lernen voranbringen. Gemeinsam wollen wir unsere Schulen zu starken öffentlichen Orten des Lernens und der Teilhabe entwickeln.
Aus der Praxis für die Praxis – in der Werkstatt schulentwicklung.digital 2018/19 haben Schulleitungen und Lehrkräfte aus 26 Schulen bundesweit ihre Praxiserfahrungen für gute Schule in der digitalen Welt zusammengetragen. Im Mittelpunkt standen konkrete Entwicklungsschritte für die Digitalisierung an Schulen, vom kollaborativen Arbeiten im Klassenzimmer bis hin zum digital gestützten Stationenlernen. Der Austausch zeigte deutlich: Ein gelungener Schulentwicklungsprozess scheitert nicht an technischen Herausforderungen. Vielmehr sind Haltungsfragen aufseiten der Lehrkräfte und die Unterstützung durch Schulleitungen entscheidend.
Schulleitungen nehmen für das Gelingen des digitalen Wandels an Schulen eine Schlüsselrolle ein. Um ihrer Leadership-Rolle gerecht gerecht zu werden, benötigen sie ausreichend Qualifizierung und Unterstützungsangebote und müssen gute Rahmenbedingungen vorfinden, damit sie ihre Schule erfolgreich durch die digitale Transformation führen können. Die zweite Ausgabe von Plan BD widmet sich unter dem Themenschwerpunkt Leadership den veränderten Anforderungen an die Rolle von Schulleitungen in der digitalen Welt. Die Beiträge bieten neue Perspektiven auf die Rolle, Aufgaben und Kompetenzen von Schulleitungen in der digitalen Welt und setzen Impulse für die Gestaltung geeigneter Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen.
(…) Das Netzwerk Digitale Bildung gibt in diesem Buch Orientierung und liefert wichtiges Rüstzeug, um Digitale Bildung in den Schulen zu gestalten. Beschrieben werden, welche Voraussetzung zur finanziellen Förderung geschaffen werden müssen, wie ein pädagogisches Konzept in einen nachhaltigen Medienentwicklungsplan eingearbeitet wird und welche Technik und Infrastruktur auf dem Weg zu einem zeitgemäßen Unterricht mit digitalen Werkzeugen wichtig sind. Expertinnen und Experten verschaffen den Entscheidungsträgern in Schulbehörden, Schulleitungen, Pädagogen und IT- Beauftragten an Schulen sowie IT-Verantwortlichen in Städten, Gemeinden und Kommunen einen Überblick zu den relevanten Themen und Fragestellungen. Sie teilen ihre Erfahrung und geben Tipps, welche Chancen Digitale Bildung bietet.
Das Trendence Institut befragt im Schülerbarometer jährlich bundesweit repräsentativ über 20.000 Schüler*innen nach ihren Berufsplänen, Werten und Karrierepräferenzen. Ein Anlass für die Broschüre ist eine Aussage, die bestätigt, dass (die Eltern) bei der beruflichen Entscheidungsfindung eine extrem wichtige Rolle (spielen): 63% der Schüler*innen sagen, dass ihnen die Eltern bei der Berufs- und Studienwahl geholfen haben; deutlich mehr als Freunde, Lehrer*innen oder Berufsberater*innen. (…) Die Broschüre richtet sich an alle, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit in die Berufliche Orientierung eingebunden sind und Eltern ins Boot holen wollen, wie z. B. Lehrkräfte, Berater*innen der Agentur für Arbeit und anderer Organisationen, wie auch Verantwortliche in Unternehmen. Viele werden dabei in einer Doppelrolle sein und können zugleich auf eigene Erfahrungen als Elternteil zurückgreifen.