Solche Fragen werden zunehmend häufiger in die Twitterszene gestellt. Mit entsprechenden „Nebengeräuschen“: Warum iPAD? Könnt Ihr Euch das nicht vorher überlegen?

Ich will mich damit nicht lange aufhalten. Denn: Nicht selten bekommen Schulen die Endgeräte vor die Schultüre gelegt und gesagt: Macht mal. Und: Hat man alles im Blick? Sicher nicht. Da kann der eine oder andere Tipp plötzlich neue Perspektiven bringen. Ich gehe zunächst auf die Apfelwelt ein. Schon zu Schulen ans Netz Zeiten zeigte sich, wie groß der Vorsprung dieses Unternehmens im Bildungsbereich ist. Ich denke zu recht. Denn die Apple-Produkte wie auch die Apps sind ausgereift, leicht bedienbar und verfügen über eine hohe Akzeptanz bei den Lehrkräften.

Natürlich habe mich auch in der Microsoft- und Google-/ Chromewelt umgeschaut. Da gibt es auch die eine oder andere tolle (Unterrichts)Idee von Kolleginnen und Kollegen. Und am Ende gibt es noch Tipps, die in allen Welten funktionieren. Doch der Reihe nach …

Kompendium

Immer wieder kommen Lehrkräfte und Schulen mit der Frage auf mich zu: „Die bestellten iPads sind da, was sollen wir jetzt damit machen?“. Zur Beratung und für Fortbildungen habe ich ein Script in Form eines BookCreator Buches erstellt, welches man online lesen kann. Darin habe ich Konzepte, Anleitungen und Beispiele zusammengetragen, welche den Einstieg in das Unterrichten mit iPads erleichtern können. Ich teile gerne, wer möchte, kann das Buch hier lesen:

Jeder kann kreativ sein

Eine Sammlung von Projekt­hand­büchern, die jedes Fach kreativer machen.

Mit den Projekten aus den Handbüchern zu „Jeder kann kreativ sein“ lernen Schüler durch Videos, Fotografie, Musik und Zeichnen, Ideen zu entwickeln und auszudrücken. Und Lehrkräfte erfahren, wie sie diese Fähigkeiten spannend und sinnvoll in Unterrichtseinheiten integrieren und so die Kreativität ihrer Schüler wecken können – in jeder Klassenstufe.

App-Curriculum

Dieses App-Curriculum spiegelt die Nutzung und Zuweisung von Apps an vier Schulen wieder. An allen Schulen sind alle Lernbegleiter mit einem iPad ausgestattet. Aussagen über die Apps und strukturelle Einbettung der Apps sind auf Grundlage der jeweiligen Schukstruktur zu sehen und erheben keinen Anspruch auf generelle Gültigkeit. Alle hier aufgeführten Apps wurden auf regulärem Weg über das VPP (Volume Purchase Program) erworben.
Alle Angaben ohne Gewähr.

Für Lehrkräfte, die sich unabhängig von schulischen Fortbildungsangeboten in die Bedienung eines iPADs einführen lassen wollen, schauen einmal in den Youtube- Kanal von Erklär-Lehrer rein.

Weitere Quellen sind

Übrigens lohnt sich für AppleOS Nutzer*innen darüber hinaus der Blick in die Bibliothek von File:Books (iOS).png Apple Books, die zahlreiche kostenfreie Bücher für den Bildungsbereich anbietet. Weitere stammen direkt aus der Feder von Lehrerinnen und Lehrern, die einfach Lust und Zeit hatten, entsprechende Bücher aufzulegen, z. B. Alemannenschule Wutöschingen von Valentin Helling und die iPAD Reihe von Viola Bauer.

Wie effektiv bzw. hilfreich sich Twitternetzwerke zeigt sich auch an diesem Beispiel:

mit einer „Konkretisierung“:

Windows

 

Ich habe in meinen Blogbeiträgen schon häufiger erkennen lassen, dass ich mich in beiden Welten tummle. Das hat zuallererst damit zu tun, dass meine Behörde das ganze Portfolio rund um MS-Office einsetzt. Das hat auch damit zu tun, dass ich bei meinen Fortbildungsangeboten eher auf Kolleginnen und Kollegen treffe, die in der MS- Office Welt zu Hause sind.  Ich schaue allerdings bei meiner Auswahl schon darauf, ob die MS- Produkte auch in der Apple- Welt einen Platz gefunden haben, wenn auch in abgespeckter Form.

OneNote

Fangen wir gleich mit der ersten App an: OneNote. Hier ein in vielen Aspekten bemerkenswerter Schüler-Tweet:

Es gibt eine Reihe von Blogbeiträgen und Videos, die in die Arbeit mit diesem Tool einführen. Hier eine kleine Auswahl

Ich habe übrigens die Desktopvariante im Einsatz, da ich aus Datenschutzgründen nichts in der MS-Cloud liegen haben möchte. Nachteil: Ich muss meine Notizbücher gut pflegen (mache ich in meiner eigenen Cloud) und umständlich teilen. Ist für mich aber vernachlässigbar …

 

PowerPoint

Von mir vor allem beruflich häufig genutzt: PowerPoint. Ist nun wirklich nicht schwer, zu ersten Erfolgen zu kommen. Zumal viele Templates zur Verfügung stehen. Und dennoch kann man immer wieder Neues erfahren:

Tobias hat übrigens angekündigt, seine tollen Tipps aus dem mit drei Kolleginnen entwickelten Adventskalender peu à peu in diesen Downloadbereich zu legen, z. B. auch den zum 1.12.: Das Glücksrad

14 englischsprachige Spieltemplates

MS- Teams

Tja, nun fehlen eigentlich nur noch Tipps & Tricks zu einem Produkt, das zumindest bei den Lehrkräften sehr gut ankommt: MS- Teams. Es gibt sicher aus Usabilitysicht viele gute Argumente für die Nutzung dieser cloudbasierten Software. Solange aber die Datenschutzbehörden kein grünes Licht geben, käme für mich persönlich ein Einsatz nicht infrage. Da ich vermute, dass es – wie in der Schweiz – zur Klärung zwischen Datenschutzbehörden und Microsoft kommen wird, will ich einige Links bekannt machen, die eine Nutzung von MS- Teams erleichtern helfen:

Microsoft-EDU hat eine Broschüre mit vielen Hinweisen zum „Lehren und Lernen in einer Online-Umgebung“ entwickelt.

Markus Egger (@Egger_edu) hat als Adventskalender 2020 eine Videoreihe mit 24 Tipps rund um Office und MS Teams erstellt. Man muss schon einige Vorkenntnisse haben, um den Kurzvideos zu folgen …

 

Freie Software

 

Manche werden sicher die eine oder andere wirklich freie Software vermissen. Da gibt es tatsächlich sehr, sehr viel im Netz. Allerdings sehr unstrukturiert. Man muss sich sehr mühsam den Weg bereiten. Allerdings empfehle ich die folgende Anlaufstelle:

 

 

 

Eine Fundgrube. Mit vielen, vielen Tipps. Wer’s mag, auch im E-Book-Format.

Eine weitere Quelle: @ml_liftenegger hat ein Padlet „Virtueller Medienkoffer – DSGVO konforme Online Tools“ erstellt.

 

Oder, für flipped classroom- Produktionen ein Tipp von Jens Lindsträm (@KaeptnKeks):

 Update, 9.1.2021:

 

Schlussbemerkung

Wie angekündigt und statt vieler Worte, noch einmal der Nachweis der Power eines #twlz- Netzwerkes, die immer wieder Lösungen suchen, die unabhängig von Betriebssystemen funktionieren:

 

und, erst als Tipp für die Windowswelt gedacht, dann – im Thread – auch eine Lösung für Mac: