Buch- und Lesetipps

Nach meinem gleichnamigen Beitrag im September sind eine Reihe weiterer Veröffentlichungen entstanden, die sich mit dem Thema Schule in der digitalen Welt unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen. Online wie Print. Die Auswahl richtet sich an diejenigen, die sich für die Weiterentwicklung von Lernkultur interessieren, insbesondere an:

  • Schulleitung,
  • Lehrkräfte,
  • Hochschullehrende und last but not least:
  • Bildungspolitiker*innen.

 

Kultur der Digitalität – Schule in der digitalen Welt: E-Book

 

Das linke E-Book stammt von Axel Krommer, Martin Lindner, Dejan Mihajlović, Jöran Muuß-Merholz, Philippe Wampfler mit Beiträgen von Lisa Rosa und Kathrin Passig. Es ist seit Oktober kostenfrei verfügbar.

Die Autoren gehören zur Spitze der Vordenker in Deutschland, wie zeitgemäße Bildung aussehen kann. Kurzweilig und nah an der Praxis können sie perfekt aufzeigen, warum Digitalisierung nicht ‘Fluch’ oder ‘Segen’ ist, sondern ein Paradigmenwechsel, auf den man gut pragmatisch reagieren kann. Ein wichtiger Wegweiser zu einer der wichtigsten Fragen unserer Zeit und unverzichtbar für alle, die sich für Bildung oder für Menschen interessieren. Marina Weisband, Autorin und Expertin für digitale Bildung und Beteiligung

Das rechte E-Book kommt von der OECD und liegt seit Kurzem in Übersetzung von Jöran Muuß-Merholz vor:

Wie sollen wir unsere Kinder auf morgen vorbereiten? Welches Wissen werden sie brauchen in einer Welt, die angesichts der rasanten technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre weniger vorhersehbar denn je ist? Mit dem „Lernkompass 2030“ (engl.: „Learning Compass 2030“) will die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Antworten auf diese Fragen geben. Das Rahmenkonzept, das von den Mitgliedsstaaten gemeinschaftlich erarbeitet und im Mai 2019 in Vancouver vorgestellt wurde, fasst die Kompetenzen zusammen, die junge Menschen für eine erfolgreiche Entwicklung benötigen. Im Zentrum steht der Gedanke, dass Schülerinnen und Schüler mehr Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Durch die Stärkung ihrer Handlungskompetenz werden sie befähigt, ihr eigenes Leben und die Welt um sie herum positiv zu beeinflussen.

 

Routenplaner Digitale Bildung

Für Lehrende an Schulen und Hochschulen, Studierende und andere an Transformationsprozessen in der Bildung Interessierte.

OECD Lernkompass 2030

Wie sollen wir unsere Kinder auf morgen vorbereiten? Welches Wissen werden sie brauchen in einer Welt, die angesichts der rasanten technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre weniger vorhersehbar denn je ist?

 

Kultur der Digitalität – Schule in der digitalen Welt: Forschungsstand

 

Dieser Sammelband bündelt über 70 Beiträge zum Themenbereich „Bildung, Schule, Digitalisierung“. Ein zentrales Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu den vielfältigen Aspekten, Perspektiven und Fragen zur Digitalisierung im Kontext schulischer Bildung und Lehrer*innenbildung abzubilden und kritisch zu reflektieren. Thematisiert werden programmatische Vorstellungen zu Digitalisierung und Digitalität, Medienkonzepte und Einsatzszenarien digitaler Medien sowie Fragen ihrer Wirksamkeit. Versammelt sind empirische Originalarbeiten zum Einsatz digitaler Medien, Beispiele guter Praxis, Beschreibungen geplanter Studien sowie theoretische Beiträge zum Themenbereich.

 

Kultur der Digitalität – Schule in der digitalen Welt: Externe Evaluation

 

  • Birgit Eickelmann, Wilfried Bos, Julia Gerick, Frank Goldhammer, Heike Schaumburg, Knut Schwippert, Martin Senkbeil, Jan Vahrenhold (Hrsg.):  ICILS 2018 #Deutschland

Mit der IEA-Studie ICILS 2018 (International Computer and Information Literacy Study) werden zum zweiten Mal nach 2013 computer- und informationsbezogene Kompetenzen von Achtklässlerinnen und Achtklässlern im internationalen Vergleich gemessen. Die Studie liefert damit ein aktuelles Bild über den Stand der digitalen Bildung in Deutschland. In diesem Band werden zudem erstmals empirisch basiert Aussagen zu Entwicklungen über einen mehrjährigen Zeitraum präsentiert. Ebenfalls erstmalig werden im Rahmen eines internationalen Zusatzmoduls Befunde zum Kompetenzbereich ‚Computational Thinking‘ vorgelegt, der das Lösen von Problemen und den kompetenten Umgang mit algorithmischen Strukturen anspricht.

Über die detaillierte Erfassung der Rahmenbedingungen auf Schul-, Lehrer- und Schülerebene sowie aus der Perspektive der Schulleitungen und der IT-Koordinatorinnen und -Koordinatoren ergibt sich ein Gesamtbild über technologische und pädagogische Entwicklungen in Deutschland im internationalen Vergleich. Ergebnisse zu zentralen Hintergrundmerkmalen der Schülerinnen und Schüler sowie zu Schulformunterschieden ergänzen die Befunde. Der Band liefert so Informationen zur (Weiter-)Entwicklung von Schule und Unterricht sowie zur Lehrerprofessionalisierung im Kontext digitaler Transformationsprozesse.

 

Durch die über eine Stichprobenerweiterung ermöglichte Teilnahme an ICILS 2018 (International Computer and Information Literacy Study) als sogenannter Benchmark-Teilnehmer werden erstmals für Nordrhein-Westfalen im nationalen und internationalen Vergleich die computer- und informationsbezogenen Kompetenzen sowie Kompetenzen im Bereich ‚Computational Thinking‘ von Achtklässlerinnen und Achtklässlern untersucht. Diese Publikation stellt erste Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen zu den vorgenannten Kompetenzbereichen dar, differenziert hier vertiefend nach Schulformen und individuellen Schülermerkmalen. Weiterhin werden erste Analysen zu den Rahmenbedingungen des Kompetenzerwerbes für Nordrhein-Westfalen im nationalen und internationalen Vergleich zur Verfügung gestellt. Dazu gehören als schulische Voraussetzungen Befunde zur IT-Ausstattung sowie zum technischen und pädagogischen IT-Support. Weitere Schwerpunkte der hier vorgelegten ersten Ergebnisse von ICILS 2018-NRW liegen auf Befunden zu schulischen Prozessen wie den Erwartungen der Schulleitungen, den Einschätzungen der Lehrkräfte sowie Befunde zur Teilnahme an Lehrerfortbildungen. Ferner werden Ergebnisse zur schulischen Nutzung digitaler Medien durch verschiedene Akteure vorgestellt. Die Broschüre wendet sich im Kontext aktueller Digitalisierungsprozesse an eine an der Entwicklung von Schule und Unterricht interessierte Leserschaft in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

 

  • Birgit Eickelmann, Kerstin Drossel: DIGITALES POTENZIAL – Erfolgreiche Förderung digitaler Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern an nicht-gymnasialen Schulen der Sekundarstufe I

Die neue Studie „Digitales Potenzial“ von Prof. Dr. Birgit Eickelmann und PD Dr. Kerstin Drossel (Universität Paderborn) im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland untersucht nicht-gymnasiale Schulen, deren Schülerinnen und Schüler überdurchschnittlich hohe Digitalkompetenzen aufweisen – sogenannte digitale Optimalschulen. Anhand ICILS-2018-Daten analysiert die Studie Erfolgsfaktoren digitaler Optimalschulen und zeigt auf, welche Aspekte andere nicht-gymnasiale Schulen für eine bessere Förderung von Digitalkompetenzen aller Schülerinnen und Schüler aufgreifen können.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

  • Bei digitalen Optimalschulen gehen technische Ausstattung, Fortbildungen des Kollegiums sowie der reflektierte didaktische Einsatz digitaler Medien im Unterricht Hand in Hand.
  • Technisch sind diese Schulen nicht umfangreicher ausgestattet als andere Schulen, aber die Ausstattungskonzepte scheinen besser auf die pädagogischen Bedarfe zu passen und werden durch Lehrkräfte effektiver und vielfältiger genutzt.
  • Lehrkräfte an den digitalen Optimalschulen entwickeln ihre Fähigkeiten für den Einsatz von digitalen Technologien zudem besonders intensiv und mit einer fachlichen Fokussierung gezielt weiter. (…) Der direkte Bezug der Weiterbildung zum (Fach-)Unterricht ist hier ein wichtiger Erfolgsfaktor.

 

In Ergänzung dazu mag die Leserschaft noch eine weitere Veröffentlichung interessieren:

Die Autorinnen schreiben einleitend:

(…) Im Kern stand dabei die Frage, wie die Modellschulen ‚Lernen mit digitalen Medien‘ in Schleswig-Holstein Schule und Lernen (um)gestaltet haben und was aus ihren bisherigen Erfahrungen daraus für die zukünftige schulische Arbeit gelernt werden kann. Betrachtet wird, welche Entwicklungen in der bisherigen Pandemiezeit die Modellschulen als besonderes Gelungen beschreiben, welche Herausforderungen sich stellten, welche Unterstützungsstrukturen in den Schulen eine besondere Rolle spielten, wie Kooperationen genutzt werden konnten und vor allem die Frage nach den Lessons Learnt: Was hat die eigene Schule in der bisherigen Pandemiezeit gelernt, welche Erfahrungen können für die schulische Arbeit über die Pandemiezeit hinaus in einen zukünftigen Regelbetrieb übernommen werden und was können andere Schulen aus den Erfahrungen der Modellschulen in der bisherigen Pandemiezeit lernen?

 

 

Kultur der Digitalität: Lehrerkräfteaus-, -fort und -weiterbildung

 

Für die Vorbereitung von zukünftigen Lehrkräften auf das Unterrichten mit digitalen Medien sind Lehrende in Lehramtsstudiengängen und Mentorinnen und Mentoren in Schulen von großer Bedeutung. Wer wissen möchte, was die internationale Forschung zu diesen Akteuren herausgefunden hat, sollte einen Blick in ein soeben erschienenes Review werfen: Neben Kompetenzen werden die Bedeutung individueller Einflussfaktoren und die institutionelle Unterstützung von Lehrerausbildenden im Kontext der Digitalisierung thematisiert. Folgende Themenschwerpunkte werden behandelt:

  • Reviews zur Bildung im digitalen Wandel: Eine Einführung in Kontext und Methodik
  • Digitalisierung in der frühen Bildung – Der Umgang mit digitalen Medien im Spannungsfeld zwischen Schutzraum und Schlüsselkompetenz
  • Unterrichtspraktiken, Erfahrungen und Einstellungen von Lehrpersonen zu digitalen Medien in der Schule
  • Lehrerausbildende als Akteure für die Digitalisierung in der Lehrerbildung: Ein Review
  • Digitale Medien in der Berufsbildung – Eine Herausforderung für Lehrkräfte und Ausbildungspersonal?
  • Die Implikationen der Digitalisierung für das Lehrpersonal in der Erwachsenen- und Weiterbildung – Ein Review ausgewählter empirischer Ergebnisse und weiterer theoriebildender Literatur

Für das Review wurden nach einer systematischen Literaturrecherche 15 Studien ausgewählt und zusammengefasst.

 

Was mich an diesem Band besonders beeindruckt hat, ist die fächerübergreifende Konzeption bzw. Anlage sowie die Darstellung der „Best Practices“ 

Die vorliegende Buchpublikation geht zurück auf einen interdisziplinären Workshop, der von den Herausgeber*innen am 25. und 26. Februar 2019 im „Kokskohlenbunker“ des Ruhr Museums auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen organisiert wurde. Die Veranstaltung brachte 55 Vertreter*innen aus Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften und Zentren für Lehrerbildung aus bundesdeutschen Hochschulen zusammen, um über digitale Innovationen und Kompetenzen in Lehramtsstudiengängen zu diskutieren. Die Grundlage für die Veranstaltung bildeten Konzepte und Erfahrungen aus 47 Lehrprojekten der Beteiligten, die im Vorfeld der Veranstaltung von den Teilnehmenden als Diskussionsgrundlage dokumentiert und allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wurden. Eine Besonderheit des Workshops bestand darin, dass keine Vorträge gehalten wurden, sondern dass ausgehend von den dokumentierten Lehr-Lern-Innovationen in mehreren moderierten Gruppenphasen mit wechselnden Beteiligtenkonstellationen fächerübergreifend Themen gemeinsamen Interesses identifziert und konkretisiert wurden. Die intensiven Gruppenphasen mündeten in die gemeinsame Konzeption der vorliegenden Buchpublikation, in der einerseits Best Practices aus unterschiedlichen Fächern für Interessierte anderer Fächer aufbereitet und dargestellt sowie fächerübergreifende Querschnittsthemen adressiert werden sollten, die aus dem während der Veranstaltung geführten Dialog entwickelt wurden.

Die Lehrkräftefortbildung führte lange bildungspolitisch ein Schattendasein, ist zuletzt aber angesichts der zum Teil unzureichenden Qualifizierung der Lehrkräfte für die Nutzung digitaler Technologien in den Fokus von Bildungspolitik und Öffentlichkeit gerückt. Das Netzwerk Bildung der Friedrich- Ebert-Stiftung spricht Empfehlungen für eine grundlegende Reform der Lehrkräftefortbildung aus.

Sie richten sich an Schul- und Wissenschaftspolitik, Schulverwaltungen und Träger von Fortbildungsangeboten. Im Fokus stehen eine stärkere Verbindlichkeit, die systematische Ermittlung von Bedarfen, die Festlegung von Qualitätsstandards der Fortbildung, eine bessere Qualifizierung der Fortbildner_innen sowie die Verzahnung von Lehrkräfteaus- und -fortbildung.

 

 

Bildung in der digitalen Welt

 

Aus dem Vorwort: Es sind nicht wenige, die sich Gedanken machen, welche Zukunft eine so nützliche und so wirkungsvolle menschliche Erfindung wie das Lesen von Büchern noch hat, seit Computer und Internet in alle Bereiche des Lebens vordringen, auch in die der Bücher und des Lesens. Das Lesen von gedruckten Büchern scheint altmodisch zu sein. Ein Unbehagen in der Lesekultur beschleicht uns daher nicht von ungefähr, als wäre alles längst nur noch eine Frage der Zeit, wann das Lesen nicht mehr als ein Nischendasein führen werde. Diese Entwicklung beklagen viele. Doch dieses Buch ist kein Buch der Klage. Davon gibt es mehr als genug, deren populärste Exemplare ich wiederholt hier bespreche. Es ist vielmehr ein Sachstandsbericht mit einer hohen Sympathie für das neue Lesen. (…) Gerade die digitale Welt braucht das Innehalten, Nachdenken und Abwägen der Argumente. Dazu lädt dieses Buch ein. (…) Einem solchen Thema hätte ich wohl nicht so viel Zeit zugewendet, wenn ich nicht drei Kinder hätte, die mir täglich vor Augen führen, warum Erziehung notwendig ist, auch wenn das Ergebnis dann ein ganz anderes ist, als es sich Professoren ausdenken mögen. Elisabeth, Nathan und Alban ist diese Abhandlung gewidmet.

Ein Tweet von Axel Krommer (@mediendidaktik_) empfiehlt das Buch auch als Unterstützung im adäquaten Umgang mit Kritikern: 1:

Das Buch “Lesen im digitalen Zeitalter”, mit dem man in jedem Lehrerzimmer die bewahrpädagogischen Nörgler, die vom Ende des Buches und des Lesens sprechen, in die argumentativen Schranken weisen kann.

 

SINUS ist ein „Produkt“ des PISA-Schocks aus der Jahrtausendwende. Mit der Einführung der Bildungsstandards haben sich renommierte Fachdidaktiker die Frage gestellt, wie der Mathematikunterricht neu gestaltet werden kann. SINUS war als länderübergreifendes Angebot des IPTS in Kiel gedacht, das durch die Vernetzung vieler Lehrkräfte aus den Landesinstitutionen eine Neuausrichtung des Mathematikunterrichts initiieren sollte. Das gelang vor allem durch Aufgaben, die nach Problemlösungen und Modellierung fragten.

Mit dieser Veröffentlichung wird ein darüber hinaus gehendes Ziel verfolgt:

Mit dem vorliegenden Band werden praxiserprobte Materialien und Ergebnisse vorgestellt, die in der sechsten Phase des SINUS-Projekts entwickelt wurden. Die einzelnen Projektbeiträge unterstützen Kolleginnen und Kollegen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und informatisch-technischen Fächern bei der Planung und Gestaltung eines Unterrichts, der die Heterogenität der Lernenden in den Blick nimmt und individuelle Lernprozesse ermöglicht.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einem handlungsorientierten und zugleich kognitiv aktivierenden Unterricht, der Lernchancen auf unterschiedlichen Niveaustufen eröffnet – gemeinsame Zielrichtung aller Teilprojekte ist ein am Verstehen orientierter differenzierender Unterricht.

 

 

Kultur der Digitalität – Schule in der digitalen Welt: Dissertationen

 

In seiner Dissertation entwickelt, erprobt und evaluiert der Autor ein wissenschaftliches Fortbildungskonzept für Berufsschullehrende zum Unterrichtsthema nachhaltiges Handeln im Beruf. Um die Leitidee der Nachhaltigkeit in der Berufsbildung strukturell zu verankern, brauchen Lehrkräfte konkrete Weiterbildungsangebote und praktischen Input für ihre Schulpraxis. Auf Basis von zwei eigenen Studien ermittelt der Autor zunächst die professionelle Kompetenz der Berufsschullehrenden im Bereich Nachhaltigkeit, um daraus Ansatzpunkte für Lehr- und Lernarrangements abzuleiten. Anschließend entwirft er ein Fortbildungskonzept, das er in einer dreistufigen begleitenden Evaluation testet und weiterentwickelt.

Der #relichat ist der wöchentlich stattfindende Twitter-Chat zur Religionspädagogik. (…) Von 2017 bis zum Sommer 2020 fanden 89 #relichats statt, an denen sich etwa 220 Personen aus dem deutschsprachigen Raum aktiv beteiligt haben. Die vorliegende Dissertation untersucht das Projekt #relichat hermeneutisch und evaluiert die Erfahrungen der Teilnehmer*innen am #relichat als informelles Fortbildungsformat. (…)

Als Ergebnis lässt sich zusammenfassen:

  • Lernen in und mit dem #relichat ist konstruktivistisches, informelles, selbstorganisiertes und selbstverantwortliches Lernen.
  • Es kann als Fortbildung bezeichnet werden, insofern es eine Weiterentwicklung der eigenen religionspädagogischen Praxis bewirken kann.
  • Eine besondere Rolle spielen die sozialen Beziehungen in der Community of Practice. Das Medium Twitter gibt die Rahmenbedingungen der Kommunikation vor.
  • Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt #relichat ist davon auszugehen, dass es in Zukunft verstärkt Formen des informellen Lernens in Communities of Practice geben wird, die sich die Möglichkeiten sozialer Kommunikation in digitalen Medien zunutze machen werden. Das gilt für lebenslanges Lernen grundsätzlich, aber auch für Pädagog*innenfortbildung.
  • Vernetzung wird als Ressource für Weiterbildung noch bedeutsamer werden. Es werden in Zukunft Dialog und Kommunikation vermehrt in der Öffentlichkeit stattfinden, hierarchische Strukturen werden dadurch ihre gesellschaftliche Legitimation zunehmend verlieren.

 

Kultur der Digitalität – Schule in der digitalen Welt: Schulleitung

 

Die Digitalisierung findet in Zeiten der Corona-Pandemie rasant Eingang in die schulische Bildung. Wie können wir diesen Wandel hin zu digitalem Lernen gestalten? Den Schulleitungen kommt bei dieser digitalen Transformation eine besondere Rolle zu, aber auch Lehrkräften, Eltern, Schüler/innen, Politik und Zivilgesellschaft können den Wandel hin zu zeitgemäßem Lernen voranbringen. Gemeinsam wollen wir unsere Schulen zu starken öffentlichen Orten des Lernens und der Teilhabe entwickeln.

Wir machen deshalb die Inhalte der 8. Berliner Schulleitungstagung erstmals für alle frei zugänglich, die an frischen Impulsen zu Bildung für die digitale Welt interessiert sind!

 

Aus der Praxis für die Praxis – in der Werkstatt schulentwicklung.digital 2018/19 haben Schulleitungen und Lehrkräfte aus 26 Schulen bundesweit ihre Praxiserfahrungen für gute Schule in der digitalen Welt zusammengetragen. Im Mittelpunkt standen konkrete Entwicklungsschritte für die Digitalisierung an Schulen, vom kollaborativen Arbeiten im Klassenzimmer bis hin zum digital gestützten Stationenlernen. Der Austausch zeigte deutlich: Ein gelungener Schulentwicklungsprozess scheitert nicht an technischen Herausforderungen. Vielmehr sind Haltungsfragen aufseiten der Lehrkräfte und die Unterstützung durch Schulleitungen entscheidend.

Die Ergebnisse der Werkstatt stehen hier vollständig unter der CC BY 4.0-Lizenz zur Verfügung. 

 

  •  Forum Bildung Digitalisierung: PLAN BD

Schulleitungen nehmen für das Gelingen des digitalen Wandels an Schulen eine Schlüsselrolle ein. Um ihrer Leadership-Rolle gerecht gerecht zu werden, benötigen sie ausreichend Qualifizierung und Unterstützungsangebote und müssen gute Rahmenbedingungen vorfinden, damit sie ihre Schule erfolgreich durch die digitale Transformation führen können. Die zweite Ausgabe von Plan BD widmet sich unter dem Themenschwerpunkt Leadership den veränderten Anforderungen an die Rolle von Schulleitungen in der digitalen Welt. Die Beiträge bieten neue Perspektiven auf die Rolle, Aufgaben und Kompetenzen von Schulleitungen in der digitalen Welt und setzen Impulse für die Gestaltung geeigneter Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen.

 

(…) Das Netzwerk Digitale Bildung gibt in diesem Buch Orientierung und liefert wichtiges Rüstzeug, um Digitale Bildung in den Schulen zu gestalten. Beschrieben werden, welche Voraussetzung zur finanziellen Förderung geschaffen werden müssen, wie ein pädagogisches Konzept in einen nachhaltigen Medienentwicklungsplan eingearbeitet wird und welche Technik und Infrastruktur auf dem Weg zu einem zeitgemäßen Unterricht mit digitalen Werkzeugen wichtig sind. Expertinnen und Experten verschaffen den Entscheidungsträgern in Schulbehörden, Schulleitungen, Pädagogen und IT- Beauftragten an Schulen sowie IT-Verantwortlichen in Städten, Gemeinden und Kommunen einen Überblick zu den relevanten Themen und Fragestellungen. Sie teilen ihre Erfahrung und geben Tipps, welche Chancen Digitale Bildung bietet.

Die online Ressource ist auch als E- Book erhältlich. Schade, dass man dafür als „Preis“ umfangreich eigene Daten angeben muss. Für mich persönlich geht das zu weit, weil man jederzeit von Industrie und Förderern kontaktiert werden kann. Gleichwohl gibt es inhaltlich wenig auszusetzen. Daher habe ich diese Ressource als online Tipp aufgenommen.

 

Das Trendence Institut befragt im Schülerbarometer jährlich bundesweit repräsentativ über 20.000 Schüler*innen nach ihren Berufsplänen, Werten und Karrierepräferenzen. Ein Anlass für die Broschüre ist eine Aussage, die bestätigt, dass (die Eltern) bei der beruflichen Entscheidungsfindung eine extrem wichtige Rolle (spielen): 63% der Schüler*innen sagen, dass ihnen die Eltern bei der Berufs- und Studienwahl geholfen haben; deutlich mehr als Freunde, Lehrer*innen oder Berufsberater*innen.  (…) Die Broschüre richtet sich an alle, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit in die Berufliche Orientierung eingebunden sind und Eltern ins Boot holen wollen, wie z. B. Lehrkräfte, Berater*innen der Agentur für Arbeit und anderer Organisationen, wie auch Verantwortliche in Unternehmen. Viele werden dabei in einer Doppelrolle sein und können zugleich auf eigene Erfahrungen als Elternteil zurückgreifen.

Die Publikation

  • beschreibt  im Teil 1 grundlegende Informationen zum Gesamtprozess der Berufs- und Studienwahl sowie zu aktuellen Studienergebnissen,
  • bietet im Teil 2 Checklisten zu vielen Themenbereichen an, die bei Fragen zur Berufsorientierung eine zentrale Rolle spielen und
  • hält im Teil 3 konkrete Praxisbeispiele bereit.

 

Ein schlimmes Jahr neigt sich dem Ende zu. Leider gibt es nicht wirklich gute Prognosen für die nahe Zukunft. Mit diesem Lesefutter versuche ich dennoch Ihnen, liebe Leserinnen und Lesern, Euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, Motivierendes und Anspornendes in den Übergang zu geben.  Die Erfahrungen in den Twitternetzwerken stimmen mich zuversichtlich. Sie ersetzen – zumindest übergangsweise –  unsere persönlichen Treffen vor Ort. Emotional, sozial und eben auch pädagogisch. Ich wünsche uns auch im kommenden Jahr viele tolle Ideen und motivierende Beiträge. Dafür:

Alles Gute für das Jahr 2021 und vor allem: Bleiben Sie gesund!

 

Stay tuned 

 

Titelbild: Erik Lindstrom @pixabay

2020-21: sarajulhaq786 @pixabay

24 Kurzweil IV

Es ist geschafft, die letzte Tür öffnet sich. Kurzer Rückblick auf unseren Adventskalender. Viele Themen werden angesprochen, u. a.

  1. Woche: Twitterpower, Wechselunterricht, Podcast, Fortbildung, Schule 4.0
  2. Woche: Datenschutz, Urheberrecht, OER, uni@schule, Kultur der Digitalität
  3. Woche: Schulentwicklung (Lernkompass, THEO – LEA), Unterrichtsentwicklung (Mathe, Sport, Informatik- MINT)
  4. Woche: Selbstevaluation, Feedbackverfahren, iPAD, Surface & Chromebook, Apps & Tools

Heute ist natürlich erneut Entspannung angesagt.

Zunächst, wie gestern von Armin Hanisch (@DerLinkshaender) angekündigt, sein Aufbruch nach Agilistan (links) und einem How To (rechts):

 

 

Neben diesem Adventskalender gab es noch weitere Impulse für die Advents- und Weihnachtszeit, gesammelt von Arthur Thömmes (@ArthurThoemmes) in einem Padlet als buntes Sammelsurium.

 

 

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Lesern, Euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, Abstand von den letzten Wochen und Monaten. Leider gibt es nicht wirklich gute Prognosen für die nahe Zukunft. Dennoch stimmen mich die Erfahrungen in den Twitternetzwerken zuversichtlich. Sie bieten einen Ausgleich für fehlende Empathie der Arbeitgeber. Sie ersetzen – zumindest übergangsweise –  unsere persönlichen Treffen vor Ort. Emotional, sozial und eben auch pädagogisch. Viele, viele tolle Ideen und Beiträge. Lasst Euch nicht runterziehen, lasst Euch nicht abbringen von Euren Vorstellungen, wie guter Unterricht auszusehen hat.

Ich wünsche Euch mit dem folgenden Lied, einer mit einem Google AI-Tool produzierten Weihnachtskomposition der Projektleiterin uni@schule Joana Kompa (@JoanaStella) 

Alles Gute für die bevorstehende Weihnachts- und Neujahrszeit und vor allem: Bleibt gesund!

23 – Apps & Tools: Bewährt und angesagt …

Wenn man so in den sozialen Medien unterwegs ist, fällt auf, dass sich bezüglich Tools & Apps einiges bewegt. Das wird sich weiter unten, unter „Angesagt – Experimentelles“ noch zeigen.

Doch der Reihe nach. Zunächst will ich einiges „Bewährtes und Erprobtes“ vorstellen. Dabei orientiere ich mich auch an unser Fort- und Weiterbildungsprojekt uni-ol@schule. Dort setzen wir zunächst auf ganz wenige Werkzeuge:

  • Lernmanagement (vgl. mebis, it’s learning, lo-net2, …)
  • Messenger (vgl. threema)
  • Videokonferenztool (vgl. BBB, Jitsi, Wonder, MS- Teams, …)
  • Grafiktool
  • Pinnwand und
  • Kollaborationstool

Auf die drei letztgenannten Bereiche gehe ich im Folgenden näher ein. Dazu kommen noch Apps, die die Produktion von Medien erleichtern helfen, etwa für Videoproduktionen und Lernpfaden. Tipps und Tricks im Umgang mit diesen Werkzeugen kommen wie immer von Twitterlehrkräften und Medienexpert*innen.

Let’s dive in…

Grafik

 

DAS klassische Grafiktool, das sich größter Beliebtheit erfreut ist CANVA. @HPoelert hat dazu ein Video erstellt und empfiehlt zurecht die EDU- Lizenz, weil damit auch kollaboratives Arbeiten ermöglicht wird.

 Update, 4.1.2021:

 

 

 

Ein weiteres, in diese Kategorie passendes Tool ist das auch in unserem Projekt eingesetzte FLINGA. Hier führen uns Nele Hirsch und Jan Vedder ein:

H5P

H5P ist eine freie und quelloffene Software zum Erstellen von interaktiven (Lern)-Inhalten für das Web. Zu bereits verfügbaren Inhaltsformen zählen beispielsweise Videos oder Präsentationen mit eingebetteten Quiz-Aufgaben verschiedenster Art, Zeitstrahlen oder ein Memory-Spiel. Mit der Software lassen im Browser abspielbare interaktive Lerninhalte erstellen. Mit H5P ist der Gedanke verbunden, Lehrkräften kostenlose Werkzeuge nach dem Open Educational Resources Prinzip zur Verfügung zu stellen. H5P ist sehr beliebt bei Moodle, WordPress und anderen Lernmanagementsystemen, da damit kleinere Aufgaben wie Lückentest, Fragen- Antwortspiele, Memorys u.v.m. gebastelt werden können.

Auf eine Schwierigkeit will ich gleich zu Beginn hinweisen: Nur wenn man die Tools bei ZUM und/ oder bei eBildungslabor ablegt, können sie bei Moodle, WordPress, … kostenfrei eingebunden werden. Ich empfehle eine Registrierung bei ZUM, wenn man die Anwendung länger als sechs Stunden online halten möchte. Bei „H5P Einstieg“ wird es nach dieser Zeitspanne automatisch gelöscht.

Hier nun drei Anleitungen mit unterschiedlichen Akzenten: 15 Anleitungen, Schwerpunkt Deutsch, Schwerpunkt Förderschule. Alle drei sind fach- und schulformübergreifend lesenswert.

15 H5P Tools (nicht nur) für Einsteiger

Interaktive Lerninhalte spielerisch gestalten mit H5P

Mit H5P interaktive Aufgaben für die Förderschule erstellen

Padlet

Ein Padlet dient dem Brainstorming, Meinungen sammeln sowie kollaborativen Bearbeiten von Texten. Ganz niederschwellig, ohne E-Mail-Account, geben Schülerinnen und Schüler z. B. eine Rückmeldung zu einer Lernaufgabe und nennen ihre Anliegen für die nächste Stunde. Sie können Schülerinnen und Schüler nach ihren Erwartungen zu einem Themenschwerpunkt befragen (z. B. bevorstehende Unterrichtseinheit, Projektwoche) oder online gestützte Experteninterviews führen lassen. Für diese Aufgaben wird mit einer leeren digitalen Pinnwand gestartet. Der Vorteil besteht darin, dass man neben Textnotizen per Drag & Drop Bilder, Dokumente und Links zu Videos etc. einbetten kann. Die Einträge sind für alle sichtbar, sofern man die URL kennt.

 

Die digitale Pinnwand von ZUM wird über einen leicht bedienbaren und mit allen wichtigen Funktionen ausgestatteten Editor „befüllt“. Es ist nutzerseitig keine Registrierung nötig. Der ZUM- Anbieter schreibt von einer etwa
halbjährigen Aufbewahrungszeit. Das dürfte in den allermeisten Fällen völlig ausreichen. Man sollte einen Pinnwandnamen wählen, der eine große Wahrscheinlichkeit besitzt, nicht bereits angelegt worden zu sein. Das System kann nicht entscheiden, ob und wer z. B. „Test“ angelegt hat. Man sieht aber sofort anhand der Historie und / oder mit Farben gekennzeichneten Einträge, ob man auf eine Pinnwand einer fremden Gruppe gestoßen ist.

Sehr beliebt ist der Anbieter Padlet. Allerdings datenschutzrechtlich nicht ganz unproblematisch, wie ich am 7. Dezember dargestellt habe. Es gibt eine kaum überschaubare Menge von öffentlichen, sehr gepflegten Padlets, auch ablesbar an der Zunahme von „Padlets im Padlet“, wie z. B.:

Über Möglichkeiten und Grenzen (und noch mehr) berichtet ruserschule im – na klar –  Padletsetting:  Arbeiten mit Padlet und Co – Tools für digitalen Unterricht

 

Anleitungen

Mit Blick auf flipped classrom– Überlegungen kommt ganz schnell die Frage auf, wie erstelle ich eigentlich Videobeiträge. Kürzlich wurde im Twitternetzwerk die folgende Empfehlung gepostet: 

 

Schön, dass Magda May auch konzeptionell anleitet und schön, dass zwei Varianten vorgestellt werden, auf iPAD- und auf Windows- Basis. Übrigens beschreibt sich die Kollegin als der nicht so typische Nerd und als Mathefreak. Sie betreibt übrigens eine gleichnamige Webseite.

Weitere Tipps findet man im folgenden Thread:

 

 

Ich selbst produziere meine Videos mit der Software Camtasia. Gründe sind die eingängige Bedienung, Verfügbarkeit auf MacOS und Win10 und der schnelle Erfolg, nicht zuletzt wegen der sehr empfehlenswerten Tutorials.

Ich habe in der Oberstufe immer gerne mit Lernpfaden gearbeitet, integriert in lo-net2. Viele Lehrkräfte setzen Ähnliches auf Moodle um. Jens Lindström (@KaeptnKeks) hat eine Anleitung zum Thema verfasst, als Lehrpfad!

 

 

Für den Fremdsprachenunterricht

24 Tools für den digitalen Fremdsprachenunterricht

„Lieblingtools“ für die Sprachlehre 

Digital Storytelling, Padlet (Wildcampen 2020)

Angesagt - Experiment

Kanban mit cryptopad

In diesem Video zeigt Tanja Kräwinkel (@TKrwinkel), wie man mit Cryptpad.fr ein digitales KANBAN-Board erstellen und in moodle einbinden kann.

Schlussbemerkung

Wer gerne vieles nachlesen, erkunden und kreativ gestalten möchte, dem empfehle ich erneut Nele Hirsch:

Toll, dass der Verlag sich auf dieses Experiment eingelassen hat. Wer Näheres zu dem Buch wissen will: Hier geht es zu einer Buchrezension und hier zu einer von Herbert Hertramp (@_DigitalWriter_) erstellten PDF-Datei.

Übrigens befassen sich viele der aktuellen Adventskalendarien mit Apps & Tools. AdvenTOOLender 2020 von Johanna Daher (@JohannaDaher) ist ganz sicher ein Besuch wert. Vor allem, weil sie bereits zum dritten Mal einen Toolkalender vorstellt und dabei Überlegungen zu einer – curricular verankerten (!) – unterrichtlichen Einbindung anstellt. 👏

Und zum Schluss ein Blick auf morgen, auf unser letztes Türchen:

 

 

Und wer sich nun fragt, wie Armin den Trailer produziert hat, hier seine „Kurzanleitung“:

Ich habe das Ding mit einer der „Trailer-Templates“ in iMovie gebaut. Da suchst Du Dir die passende Vorlage raus. Dann kannst Du entweder eine Vorschau ansehen oder das Storyboard ausfüllen. Ich habe ein kleines Beispiel als mp4 angehängt. Danach musst Du wirklich nur die Bild-, Video- und Audio-Dateien in iMovie importieren und in die Platzhalter ziehen.

Was ich dann noch gemacht habe: Aus dem Trailer kannst Du ein iMovie-Filmprojekt konvertieren, um Anpassungen vorzunehmen. Beispielsweise eine Szene länger zu machen oder eine Einstellung zu löschen. Die Video-Dateien sind kostenlos und ohne Namensnennung nutzbar und stammen von hier: Pixabay – Video
Sehen wir uns morgen? Stay tuned…

22 – Tipps für iPAD, Surface & Chromebook

Solche Fragen werden zunehmend häufiger in die Twitterszene gestellt. Mit entsprechenden „Nebengeräuschen“: Warum iPAD? Könnt Ihr Euch das nicht vorher überlegen?

Ich will mich damit nicht lange aufhalten. Denn: Nicht selten bekommen Schulen die Endgeräte vor die Schultüre gelegt und gesagt: Macht mal. Und: Hat man alles im Blick? Sicher nicht. Da kann der eine oder andere Tipp plötzlich neue Perspektiven bringen. Ich gehe zunächst auf die Apfelwelt ein. Schon zu Schulen ans Netz Zeiten zeigte sich, wie groß der Vorsprung dieses Unternehmens im Bildungsbereich ist. Ich denke zu recht. Denn die Apple-Produkte wie auch die Apps sind ausgereift, leicht bedienbar und verfügen über eine hohe Akzeptanz bei den Lehrkräften.

Natürlich habe mich auch in der Microsoft- und Google-/ Chromewelt umgeschaut. Da gibt es auch die eine oder andere tolle (Unterrichts)Idee von Kolleginnen und Kollegen. Und am Ende gibt es noch Tipps, die in allen Welten funktionieren. Doch der Reihe nach …

Kompendium

Immer wieder kommen Lehrkräfte und Schulen mit der Frage auf mich zu: „Die bestellten iPads sind da, was sollen wir jetzt damit machen?“. Zur Beratung und für Fortbildungen habe ich ein Script in Form eines BookCreator Buches erstellt, welches man online lesen kann. Darin habe ich Konzepte, Anleitungen und Beispiele zusammengetragen, welche den Einstieg in das Unterrichten mit iPads erleichtern können. Ich teile gerne, wer möchte, kann das Buch hier lesen:

Jeder kann kreativ sein

Eine Sammlung von Projekt­hand­büchern, die jedes Fach kreativer machen.

Mit den Projekten aus den Handbüchern zu „Jeder kann kreativ sein“ lernen Schüler durch Videos, Fotografie, Musik und Zeichnen, Ideen zu entwickeln und auszudrücken. Und Lehrkräfte erfahren, wie sie diese Fähigkeiten spannend und sinnvoll in Unterrichtseinheiten integrieren und so die Kreativität ihrer Schüler wecken können – in jeder Klassenstufe.

App-Curriculum

Dieses App-Curriculum spiegelt die Nutzung und Zuweisung von Apps an vier Schulen wieder. An allen Schulen sind alle Lernbegleiter mit einem iPad ausgestattet. Aussagen über die Apps und strukturelle Einbettung der Apps sind auf Grundlage der jeweiligen Schukstruktur zu sehen und erheben keinen Anspruch auf generelle Gültigkeit. Alle hier aufgeführten Apps wurden auf regulärem Weg über das VPP (Volume Purchase Program) erworben.
Alle Angaben ohne Gewähr.

Für Lehrkräfte, die sich unabhängig von schulischen Fortbildungsangeboten in die Bedienung eines iPADs einführen lassen wollen, schauen einmal in den Youtube- Kanal von Erklär-Lehrer rein.

Weitere Quellen sind

Übrigens lohnt sich für AppleOS Nutzer*innen darüber hinaus der Blick in die Bibliothek von File:Books (iOS).png Apple Books, die zahlreiche kostenfreie Bücher für den Bildungsbereich anbietet. Weitere stammen direkt aus der Feder von Lehrerinnen und Lehrern, die einfach Lust und Zeit hatten, entsprechende Bücher aufzulegen, z. B. Alemannenschule Wutöschingen von Valentin Helling und die iPAD Reihe von Viola Bauer.

Wie effektiv bzw. hilfreich sich Twitternetzwerke zeigt sich auch an diesem Beispiel:

mit einer „Konkretisierung“:

Windows

 

Ich habe in meinen Blogbeiträgen schon häufiger erkennen lassen, dass ich mich in beiden Welten tummle. Das hat zuallererst damit zu tun, dass meine Behörde das ganze Portfolio rund um MS-Office einsetzt. Das hat auch damit zu tun, dass ich bei meinen Fortbildungsangeboten eher auf Kolleginnen und Kollegen treffe, die in der MS- Office Welt zu Hause sind.  Ich schaue allerdings bei meiner Auswahl schon darauf, ob die MS- Produkte auch in der Apple- Welt einen Platz gefunden haben, wenn auch in abgespeckter Form.

OneNote

Fangen wir gleich mit der ersten App an: OneNote. Hier ein in vielen Aspekten bemerkenswerter Schüler-Tweet:

Es gibt eine Reihe von Blogbeiträgen und Videos, die in die Arbeit mit diesem Tool einführen. Hier eine kleine Auswahl

Ich habe übrigens die Desktopvariante im Einsatz, da ich aus Datenschutzgründen nichts in der MS-Cloud liegen haben möchte. Nachteil: Ich muss meine Notizbücher gut pflegen (mache ich in meiner eigenen Cloud) und umständlich teilen. Ist für mich aber vernachlässigbar …

 

PowerPoint

Von mir vor allem beruflich häufig genutzt: PowerPoint. Ist nun wirklich nicht schwer, zu ersten Erfolgen zu kommen. Zumal viele Templates zur Verfügung stehen. Und dennoch kann man immer wieder Neues erfahren:

Tobias hat übrigens angekündigt, seine tollen Tipps aus dem mit drei Kolleginnen entwickelten Adventskalender peu à peu in diesen Downloadbereich zu legen, z. B. auch den zum 1.12.: Das Glücksrad

14 englischsprachige Spieltemplates

MS- Teams

Tja, nun fehlen eigentlich nur noch Tipps & Tricks zu einem Produkt, das zumindest bei den Lehrkräften sehr gut ankommt: MS- Teams. Es gibt sicher aus Usabilitysicht viele gute Argumente für die Nutzung dieser cloudbasierten Software. Solange aber die Datenschutzbehörden kein grünes Licht geben, käme für mich persönlich ein Einsatz nicht infrage. Da ich vermute, dass es – wie in der Schweiz – zur Klärung zwischen Datenschutzbehörden und Microsoft kommen wird, will ich einige Links bekannt machen, die eine Nutzung von MS- Teams erleichtern helfen:

Microsoft-EDU hat eine Broschüre mit vielen Hinweisen zum „Lehren und Lernen in einer Online-Umgebung“ entwickelt.

Markus Egger (@Egger_edu) hat als Adventskalender 2020 eine Videoreihe mit 24 Tipps rund um Office und MS Teams erstellt. Man muss schon einige Vorkenntnisse haben, um den Kurzvideos zu folgen …

 

Freie Software

 

Manche werden sicher die eine oder andere wirklich freie Software vermissen. Da gibt es tatsächlich sehr, sehr viel im Netz. Allerdings sehr unstrukturiert. Man muss sich sehr mühsam den Weg bereiten. Allerdings empfehle ich die folgende Anlaufstelle:

 

 

 

Eine Fundgrube. Mit vielen, vielen Tipps. Wer’s mag, auch im E-Book-Format.

Eine weitere Quelle: @ml_liftenegger hat ein Padlet „Virtueller Medienkoffer – DSGVO konforme Online Tools“ erstellt.

 

Oder, für flipped classroom- Produktionen ein Tipp von Jens Lindsträm (@KaeptnKeks):

 Update, 9.1.2021:

 

Schlussbemerkung

Wie angekündigt und statt vieler Worte, noch einmal der Nachweis der Power eines #twlz- Netzwerkes, die immer wieder Lösungen suchen, die unabhängig von Betriebssystemen funktionieren:

 

und, erst als Tipp für die Windowswelt gedacht, dann – im Thread – auch eine Lösung für Mac:

 

 

21 – Unterricht: Mit Feedbackverfahren anders prüfen

 

Erst kürzlich, in einem Interview mit Prof.’in Uta Hauck-Thum (@ht_uta)1:

Was Schüler aber brauchen, um zeitgemäße Kompetenzen zu erwerben, ist ein grundsätzlich veränderter Unterricht, begleitet von einer funktionierenden intuitiv gestalteten Plattform. 

Und fordert: anders prüfen! Schon während des ersten Lockdowns war das Abitur ein großes Thema. Bob Blume bat z. B. um Beteiligung an einer Umfrage, um ein Stimmungsbild einzufangen:

Auch Dejan Mihajlovic (@DejanFreiburg) fordert: Prüfung abschaffen. Mit den folgenden Argumenten2:

  • Findet das Vernetzen und Vertiefen von Wissen erst durch die Prüfung statt, stellt sich die Frage, weshalb das nicht bereits davor im Schul­all­tag geschehen ist, beziehungs­weise welches Lern­verständnis eigentlich vorliegt. Geht es um banales Auswendig­lernen – im schlimmsten Fall heraus­gelöst aus einem Kontext – oder um persönlich sinn­stiftendes Lernen? Wer von Beginn an wirksame und nach­haltige Lern­prozesse ermöglicht, benötigt keine Prüfung, um das nach­zuholen.
  • Wird die Vorbereitung auf die harte Berufs­welt als Argument bemüht, scheint noch nicht bekannt zu sein, dass gerade diese zunehmend beklagt, junge Menschen seien nicht ausreichend gut auf sie vorbereitet. Wenn Prüfungen also nicht mal diese Versprechen halten, bleiben große Zweifel, ob sie in ihrer Art und Weise auch noch auf die digitale Transformation in der Arbeits­welt und deren veränderte Anforderungen vorbereiten.
  • Wenn Lehrende gefragt werden, weshalb sich der digitale Wandel nicht in ihren Lernsettings abbilde, sie ihren Unterricht nicht öffnen, agile Didaktik verwenden oder Projekt­arbeit anbieten, werden als Grund häufig „Prüfungen“ genannt. Schließlich mündet alles bei ihnen. Sie bestimmen die Abschluss­noten – und über Erfolg oder Miss­erfolg im weiteren Leben. Prüfungsformate beeinflussen somit massiv, wie und worauf­hin gelernt wird.
  • Stünde am Ende keine Prüfung, könnten Lernende und ihre individuellen Lernprozesse in den Mittel­punkt rücken – und nicht die jeweiligen Prüfungs­formate. Wie individuelles Lernen mit standardisierten Prüfungs­formate zusammen­passen soll, bleibt ohnehin ein Rätsel. Und wie sieht es mit der notwendigen Fehler­kultur aus, die im Rahmen der digitalen Transformation genannt wird? Zum Lernen gehören auch Fehler dazu sowie die Fähigkeit, sie zu erkennen, zu verstehen und zu verbessern. Bei Prüfungen hingegen werden Fehler bestraft und sind „schlecht“.

 

 

Von der Theorie zur Praxis

In dem Maße, in dem das Arbeiten in digitalen Lernumgebungen zur Selbstverständlichkeit in schulischen Bildungsprozessen wird, werden sich neue Prüfungsformate bzw. neue Aufgabenformate für Prüfungen entwickeln. Hierzu eine Sketchnote von Anna Lehnhäuser, einer Medienberaterin aus NRW, die das gesamte Spektrum verdeutlicht:

 

 

Es gibt eine ganze Reihe von Autorinnen und Autoren, die sich mit dieser Thematik – auch unter der Überschrift Feedbackverfahren – auseinandergesetzt haben:

Auf meiner Themenseite Feedback setze ich mich u. a. mit einer schulweit unterstützten und mitgetragenen Feedbackkultur auseinander, inkl. einer kuratierten Liste von Methoden. Nicht enthalten ist das von Hauke Pölert (@HPoe) in einem sehr umfangreichen Blogbeitrag vorgestellte Tool Feedback Master, das von zwei Lehrkräften und einem Softwareexperten entwickelt wurde.

 

Bildnachweis: Prüfungsformate: Anna Lehnhäuser, Medienberaterin NRW via Twitter-Post